Sherlock Holmes (46) – Die Löwenmähne

Titel:   Sherlock Holmes (46) – Die Löwenmähne / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 64 min / Sprecher:   Christian Rode, Peter Groeger, Eckart Dux, Melanie Fouché, Norbert Gastell u.a.

Inhalt:   Holmes und Watson machen einige Tage Urlaub an der Küste von Sussex, als dort am Strand unter rätselhaften Umständen ein junger Biologielehrer stirbt. Sein Rücken ist übersäht von Peitschenhieben. Aber wer kann ihm diese Verletzungen zugefügt haben, wenn am Strand keine anderen Fußabdrücke außer seinen eigenen zu finden sind? Auch mit seinem letzten, im Sterben gehauchten Wort „Löwenmähne“ weiß niemand etwas anzufangen – bis Sherlock Holmes sich der Sache annimmt.


Ich bin kein Krimi-Profi. Ich rätsele oft noch, wenn krimierprobte Hörer schon gelangweilt abwinken. Allerdings fand selbst ich Die Löwenmähne recht leicht zu durchschauen. Ein Toter am Strand und nirgends irgendwelche Spuren von anderen Lebewesen…woher mag der „Mörder“ dann wohl gekommen sein? Gut, wer bzw was ihn genau getötet hat, das kann man allenfalls sagen, wenn man Meeresbiologe ist, aber die Richtung ist schon sehr klar. Glücklicherweise reißt die Ermittlungsarbeit von Holmes und Watson schon noch was raus und ist unterhaltsam wie gewohnt. Und mit einigen Charakteren, die verdächtig sein könnten, hat die Story auch Kniffe um interessant zu sein. Das lenkt von der eigentlichen Durchschaubarkeit ein wenig ab.

Watsons alter Studienfreund Harold Stackhurst wird von Norbert Gastell gesprochen und mit diesem Charakter wird man durch die sympathische und sehr menschliche Art schnell warm. Ähnlich erging es mir auch mit Stephan Schwarz, der den Part des ermordeten Biologielehrers spricht und ihn umgänglich und intelligent wirken lässt. Den Gegenpart des Ian Murdoch übernimmt Kai-Henrik Möller und er verleiht dieser Person glaubhaft einen böses Wesen. Gefreut hat mich der Auftritt von Andreas von der Meden in der Rolle des ortsansässigen Inspektors Bardle, seine Stimme lässt einen einfach automatisch aufhorchen.

Aus der Serie vertraute krimitypische Melodien sind zu hören und verleihen der Folge den passenden klanglichen Anstrich. Ich hätte mir ein paar Geräusche mehr gewünscht, die die Umgebung an der See deutlicher gemacht hätten, ansonsten geht die Geräuschkulisse in Ordnung.

Mit dem Covermotiv dieser Folge kann ich mich nicht so recht anfreunden, die liegende Gestalt gibt einfach nichts her. Ich wäre nicht darauf gekommen, dass es ein Toter ist. Und die Striemen am Rücken sind mir erst im Nachhinein aufgefallen. An diesem Bild ist einfach nichts dran, was einem sofort ins Auge fällt.

Fazit:   Nicht übel, aber selbst für wenig krimierprobte Hörer wie mich leicht zu durchschauen. Das erwartet man beim Namen „Sherlock Holmes“ einfach anders, somit eine der schwächeren Folgen der Reihe.

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