Team Undercover (03) – Das Haus der Geister

Titel: Team Undercover (03) – Das Haus der Geister / VerlagContendo / Laufzeit: ca. 77 min  / Sprecher:   Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Tobias Diakow, Martin Sabel, Claudia Urbschat-Mingues, Patrick Bach u.a.

Inhalt:   Unheimliche Geräusche und nächtliche Schrecken. Frau Ildebrandt, die alte, blinde Dame, beginnt, an ihren Verstand zu zweifeln. Ihre vertraute Umgebung wird mehr und mehr zur Bedrohung. Alles um sich herum scheint sich wie von Geisterhand zu bewegen und zu verändern. Nichts ist mehr so, wie zuvor. Stimmen aus dem Jenseits bringen sie fast an den Rand des Wahnsinns. Können die drei Freunde ihr helfen und dem entsetzlichen Terror ein Ende bereiten?


Was ich dieser Serie seit der ersten Folge immer wieder zu Gute halte ist, dass sie nicht versucht, die jugendlichen Hörer mit vorhersehbaren Geschichten für dumm zu verkaufen. Auch Das Haus der Geister ist wieder ein sehr spannender Fall für die drei jungen Detektive, der einen einige Male prima in die Irre führt. Und auch wenn man nach und nach eine Ahnung von der Auflösung bekommt, so wird sie erst am Ende wirklich komplett präsentiert. Besonders gefallen hat mir das Gruselige in dieser Geschichte und da lässt man sich bei Contendo Media wirklich nicht lumpen. Die nächtlichen Szenen mit der geisterhaften Stimmen, der Musik und dem Jammern einer Katze, haben es schon sehr in sich. Speziell wenn man das Hörspiel vor dem Einschlafen im Dunklen hört, bescheren einem diese Szenen eine ordentliche Gänsehaut.
Das Ende führt den Hörer dann noch mal richtig an der Nase herum. Die Idee, die Überführung des Täters so anzulegen, ist zweifelsfrei gut, denn da kommt noch mal richtig Spannung auf, nur dem Erzähler hätte man gerne einen anderen Text geben dürfen, halt keinen, der den Beschreibungen der Nächte so sehr ähnelt. Das sorgt doch für Verwirrung. Sollte das gewünscht gewesen sein, dann ist es top gelungen 😉

Bei den Sprechern der drei Hauptrollen hat sich inzwischen ordentlich etwas getan. Sie klingen längst nicht mehr so steif wie bisher. Am besten von ihnen macht Tobias Diakow alias Nick seine Sache, aber auch Tatjana Auster und Christoph Piasecki hören sich schon deutlich lockerer an. Es wird, es wird, sehr schön!
Martin Sabel führt als Erzähler souverän und ruhig durch die Geschichte. Oft hört man ihn nicht, zumal es meist der Geschichte oder den Kindern überlassen wird, dem Hörer das Geschehen anschaulich zu machen, aber wenn er zum Einsatz kommt, greift er die spannende oder gruselige Stimmung klasse auf.
In den Nebenrollen geht es erneut recht prominent zu mit u.a. Claudia Urbschat-Mingues, Robert Missler, Patrick Bach und Ingrid Mülleder.

Hinsichtlich Musik und Effekten gibt es von mir ein ganz großes Lob für die schauerlichen Szenen in der Nacht. Denn hier hat man die unheimlichen Geräusche und die Klaviermusik wunderbar mit der regulären musikalischen Untermalung vermischt und die Mischung kann sich hören lassen.
Auch was die übrigen Geräusche angeht, hat die Serie einen Schritt nach vorne gemacht, denn wenn die Szenen es erfordern sind nun auch entsprechende Geräusche zu hören. Das war ja bei den vorigen Folgen nicht immer der Fall.

Das Cover ist mein Favorit der Serie, ganz klar. Natürlich ist man dem Layout mit der Lupe treu geblieben und durch das Lupenglas sieht man hier ein gespenstisches Haus mit einer schattenhaften Gestalt am Fenster. Durch das dunkle Blau wirkt das gesamte Motiv düster und geheimnisvoll.

Fazit:   In Das Haus der Geister gibt es in jeglicher Hinsicht deutliche Fortschritte zu vermelden, mir hat die Folge sehr gut gefallen. Spannend, überraschend gruselig und erfreulich eigenständig im Vergleich mit den alt eingesessenen Reihen dieses Genres.

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