Top Secret Akte 005 – White Night

Titel:   Top Secret Akte 005 – White Night / Verlag:   Maritim / Laufzeit:   ca.50 min / 21 Tracks / Sprecher: Christine Pappert, Thomas Karallus, Klaus-Dieter Klebsch, Wolfgang Condrus, Andreas Borcherding, Claudia Burges u.a.

Inhalt:   Die Dämmerung gerinnt, wir greifbar, ehe wir es bemerken. Silbriges Glühen überzieht das Firmament, sickert lautlos zwischen die Hasfassaden der Millionenstadt. Und die Kanäle winden sich schillernd um den Winterpalast; verschleiern elegant, was sich dicht unter der Oberfläche bewegt. Wir spüren es, auch wenn wir es nicht sehen. Doch es ist da. Gleich vor unseren Augen. Nähert sich uns mit jedem verstreichenden Atemzug und manchmal…tötet es…


Wie war das noch mit dieser Reihe? Eine Achterbahn-Serie, bei der es mit einer Folge aufwärts geht, mit der nächsten dann wieder eher abwärts? Es stimmt!
Nach der starken Akte 004 geht es mit White Night nun wieder auf eine Talfahrt. Wobei die Idee der Story wirklich gut ist, das hätte eine spannenden und interessante Folge werden können, am Stoff scheitert es also nicht. Es ist viel mehr der Ablauf der Geschichte, die Einteilung der Laufzeit auf die wichtigsten Ereignisse. Anfangs bekommt man als Hörer durch eine Unterhaltung zwischen Ash und Jade einen Überblick über die bisherigen Geschehnisse, was eigentlich ganz in Ordnung ist, doch nimmt es schon geraume Zeit in Anspruch. Die Erteilung ihres neuen Auftrags wird dann im Vergleich sehr zügig abgehandelt. Auf dem Flug zu ihrem Einsatzort gibt es Turbulenzen, denen dafür wieder mehr Zeit eingeräumt wird. Und ab der Ankunft in Russland geht alles wieder rasant schnell: Ankunft, Informationen bekommen, Zugriff, Ende. Das sollte man anders gewichten, dann würde die Handlung sicher auch flüssiger wirken.

Einmal mehr ohne jeden Ansatz für Kritik ist die Sprecherbesetzung. Christine Pappert und Thomas Karallus meistern ihre Rollen gekonnt und überzeugend, die abgebrühten Agenten nimmt man ihnen mit jedem einzelnen Satz sofort ab. Doch auch in den kleineren Rollen ist alles im grünen Bereich, was ich gerade bei dieser Folge für sehr bemerkenswert halte. Denn hier müssen sich die meisten Nebenrollen-Sprecher obendrein auch noch einen glaubwürdigen russischen Akzent zulegen, was ihnen ausgesprochen gut gelingt.

Was die Musik anlangt, bin ich bei White Night leicht unentschlossen. Natürlich bekommt man meist Musiken im gewohnt rockigen, harten Stil zu hören, die der Reihe auch sehr gut steht.
Allerdings hätte ich mir gerade bei dieser Folge -zumindest während der Ereignisse in St. Petersburg- auch einige russische Melodien gewünscht. Hier und da hat man das scheinbar auch versucht, doch klingen die Stücke eher exotisch als russisch.

Die Cover der Reihe haben es mir schon immer angetan, auch das von White Night gefällt mir wieder ausnehmend gut. Eine Verbindung zur Geschichte oder wenigstens zum Titel bekomme ich allerdings nicht hin. Trotzdem, der einsame Leuchtturm in der sturmgepeitschten See hat etwas und ist ein Blickfang.
Fazit:   Eine gute Idee, die leider dem gestückelt wirkenden Ablauf zum Opfer fällt. Sehr schade, denn ich bin sicher, die Serie kann was. Das hat sie mit einigen Folgen schon deutlich bewiesen. Ich hoffe, dass es mit der nächsten Folge wieder aufwärts geht und die Reihe sich dann dort auch hält. Verdient hat sie es.

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