Die drei ??? (135) – Fluch des Piraten

Titel:   Die drei ??? (135) – Fluch des Piraten / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 67 min / 17 Tracks / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Steffi Kirchberger, Traudel Sperber, Konstanze Ulmer u.a.

Inhalt:   Eine Reihe rätselhafter Fotos weckt die Neugier der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach. Alles deutet darauf hin, dass ein kostbarer Goldschatz auf einer einsamen Insel verborgen ist. Doch vor Ort wird schnell klar, dass nicht nur Justus, Peter und Bob dem Schatz auf der Spur sind. Es beginnt eine Jagd mit ungewissem Ausgang.


Dieses Mal gehen die drei Detektive also auf eine Schatzsuche. „Übergeben“ wird ihnen dieser Fall von einer alten Bekannten, nämlich der Detektivin Althena, die einem anderen ansässigen Detektiv-Duo angehört und bereits in Die Höhle des Grauens mitspielte. Grundsätzlich kann man über diese Folge nichts Schlechtes sagen. Mit den geheimnisvollen Fotos, den Nachforschungen in einem Filmstudio und schließlich der Schatzsuche selber auf der verlassenen Insel hat sie alles, was eine ordentliche Folge haben sollte. Der Fall ist interessant, die Geschichte spannend, auf der Insel gibt es außerdem eine leicht schaurige Szene und auch eine von Peters Entdeckung ist für eine Gänsehaut gut. Insgesamt kommt Der Fluch des Piraten recht oldschool daher und das hat mir prima gefallen.
Dennoch gibt es ein paar Dinge, an denen ich mich etwas gestoßen habe. Das beginnt beim Titel, der mir sofort die Filme Fluch der Karibik ins Gedächtnis rief. Obendrein mit einem Wrack auf dem Cover, der Weg ist also nicht weit. Dann der Name des Schiffs, es ist die Black Rose. Captain Jack Sparrows Schiff segelte unter dem Namen Black Pearl…na sowas!
Dann wirkt in der Folge ein Mann mit, der dem Schauspieler Ray Liolotta sehr ähnlich sieht. Also ganz ehrlich: entweder man gibt den Charakteren andere Namen, oder aber man bleibt beim richtigen Namen eines Schauspielers, wenn man ihn schon nutzt um eine Person vorstellbar zu machen. Was wäre denn so schlimm daran gewesen, wenn der Kerl Ray Liotta ähneln würde?
Und zum Dritten hätten wir da noch Peter, der mir derbe auf den Geist gegangen ist. Der Junge sollte nach 134 Folgen doch wenigstens einigermaßen abgehärtet sein gegenüber schauerlichen Ereignissen und Entdeckungen. Aber nein, er wird dabei immer noch annähernd hysterisch. Dann dieses -im wahrsten Sinne des Wortes- Heulen um sein abgesoffenes Handy! Klar, das ist ärgerlich, aber Handys haben der Serie nie gut getan, so auch hier. Denn dieser Ausbruch passt kein Stück in die Geschichte, die sonst -wie gesagt- oldschool ausfällt.
Darüber ob Handys auf einer Insel jwd überhaupt funktionieren und ob Peter tatsächlich so trainiert ist, um ohne Ausrüstung zum Grund eines Sees tauchen zu können, denke ich lieber nicht weiter nach.

Dafür ist in Sachen Sprecher wie gewohnt alles in bester Ordnung, auch wenn mich Jens Wawrczeck teilweise schon sehr genervt hat. Andererseits muss man anerkennen: auch so ein Verhalten will erstmal glaubhaft gesprochen werden und das tut er in jedem Falle.
Bei den übrigen Sprechern trifft man auf sehr bekannte Namen wie z.B. Steffi Kirchberger und Traudel Sperber, aber auch auf weniger bekannte Namen, u.a. Peter Striebeck und Rosemarie Wohlbauer. Doch ihren Job machen sie alle miteinander sehr gut.

Bei der Musik hat man erfreulicherweise darauf verzichtet, „typische“ Piratenmusiken einzusetzen, wie ich heimlich befürchtet hatte. Stattdessen bekommt man meist lebendige und eingängige Melodien zu hören, zu entsprechenden Szenen aber auch mal ruhigere Musiken, die der Spannung sehr zuträglich sind. Passende und gut eingesetzte Geräusche runden das Bild hier ab.

Auch wenn es mich mit diesem Titel darüber noch so sehr an Fluch das Karibik erinnert, so gefällt mir das Covermotiv ausnehmend gut. Das Schiffswrack mit der Piratenflagge an den zerklüfteten Felsen passt zu der Geschichte, die dunklen Blautöne und das grüne Leuchten an Bord lassen es leicht unheimlich wirken und mit dem Palmwedel im Vordergrund erhält es den letzten Schliff.

Fazit:   Auch wenn mir gewisse Aspekte der Folge anderweitig entliehen vorkommen, so hat mir die Geschichte an sich gefallen. Spannend, unterhaltsam und nicht mehr auf modern getrimmt als unbedingt nötig. Doch, hat Spaß gemacht.

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