Mark Brandis (05) – Testakte Kolibri I (1 / 2)

Titel:   Mark Brandis (05) – Testakte Kolibri I (1 / 2) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 57 min / Sprecher:  Michael Lott, David Nathan, Detlef Bierstedt, Dorothea Anna Hagena, Peter Bieringer u.a.

Inhalt:  2124: Der Prototyp „Kolibri“ ist eine Sensation – der erste Raumschifftyp, der in allen Elementen, unter Wasser, in der Luft und im Weltraum, reisen kann. Mark Brandis wird beauftragt, als Projektleiter eine mysteriöse Pannenserie aufzuklären, die einen Testpiloten nach dem anderen umbringt. Die VEGA braucht den Erfolg, und der Druck steigt. Brandis begibt sich selbst in Gefahr, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen…


Mit Mark Brandis 05 habe ich absolutes Neuland betreten, die Serie kannte ich bislang lediglich dem Namen nach. Und Science Fiction ist auch nur in Maßen mein Fall. Umso überraschter bin ich nun darüber, dass mir Testakte Kolibri I tatsächlich sehr gut gefallen hat. Hauptsächlich liegt das daran, dass man hier mal endlich keinen Star Wars – Klon geboten bekommt, sondern eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit ganz eigenem Stil. Hier geht es nicht ständig um irgendeinen interplanetaren Krieg, da muss nicht alle Nase lang gekämpft werden, da werden keine ewig langen Verhandlungen geführt. Stattdessen muss die hohe Todesrate beim den Testflügen eines neuen Raumschiffs geklärt werden und dabei geht es interessant, mal actionreich und auch mal unheimlich zu. Hinzu kommt noch, dass die Charaktere wirklich sehr menschlich und normal (und das ist positiv gemeint) wirken. In ihren Rollen als Kommandanten, Piloten oder Pressesprechern professionell oder befehlsgewohnt, in anderen Szenen aber ganz menschlich und sympathisch.
Allen, die wie ich quasi „Quereinsteiger“ in die Serie sind, kann ich versichern, dass man keinerlei Probleme haben wird, sich hineinzufinden. Die Geschichte funktioniert auch eigenständig, nur hier und da gibt es kleine Andeutungen auf die vorigen Folgen. Kenner werden sie verstehen, Neulinge nicht…egal, für Testakte Kolibri I sind die Kenntnisse nicht erforderlich.

Auch die Sprecherliste wirkte recht exotisch auf mich, denn von zwei Ausnahmen abgesehen, kannte ich keinen einzigen der Sprecher. Als Mark Brandis ist Michael Lott zu hören und anfangs wirkte seine Stimme auf mich etwas zu glatt, zu kühl, doch das legte sich nach einigen Szenen, in denen es dann eher „menschelte“ sehr schnell. Besonders gelungen finde ich seine Parts als „Erzähler“, falls man das so überhaupt nennen kann. Da geht es teilweise schon fast poetisch und philosophisch zu und klingt vor der Geräusch- und Musikkulisse wirklich klasse.
Einer der mir vertrauten Sprecher ist David Nathan, der hier den Zigeuner Grischa Roman spricht, und dessen markante Stimme einwandfrei zu dieser Rolle passt.

Auch was die Musik angeht orientiert die Reihe sich scheinbar kein Stück an den gewaltigen Musiken von anderen bekannten Sci-Fi-Hörspielen. Das heißt nun aber nicht, dass es in Mark Brandis weniger beeindruckende Musiken zu hören gibt, im Gegenteil! Sie sind erstens ziemlich allgegenwärtig, kaum eine Szene ohne Untermalung, und zweitens so gelungen, dass sofort Weltraum-Feeling aufkommt. Dazu tragen auch die Geräusche z.B. der Instrumente an Bord des Kolibris bei.
Besonders gefallen hat mir der Klang der Szenen, in denen der Kolibri unter Wasser unterwegs ist. Alles klingt hier ein wenig dumpf, halt wie Geräusche klingen, wenn man unter Wasser ist, und zudem auch ausgesprochen düster, passend zu den gefährlichen Unterwasser-Expeditionen.

Auf dem Cover ist der Kolibri zu sehen, der gerade aus dem Meer geschossen kommt und ganz nebenbei -ich kann das gar nicht oft genug betonen, so klasse finde ich es- ebenfalls kein Stück nach den gewaltigen Raumschiffen aussieht, wie die durch gewisse Filme gleiten. Schnittig, klein, einfach cool.

Fazit:  Mark Brandis hat mich positiv überrascht, damit hatte ich nicht mal ansatzweise gerechnet. Spannend, unterhaltsam, nicht komplexer als nötig, die knappe Stunde ist wie im Flug vergangen.

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