Mark Brandis (06) – Testakte Kolibri I (2 / 2)

Titel:   Mark Brandis (06) – Testakte Kolibri I (2 / 2) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 57 min / Sprecher:  Michael Lott, David Nathan, Detlef Bierstedt, Dorothea Anna Hagena, Peter Bieringer u.a.

Inhalt:  2124: Der Prototyp „Kolibri“ ist eine Sensation – der erste Raumschifftyp, der in allen Elementen, unter Wasser, in der Luft und im Weltraum, reisen kann. Mark Brandis wird beauftragt, als Projektleiter eine mysteriöse Pannenserie aufzuklären, die die Zukunft der Kolibris bedroht. Doch mit dem Tod jedes weiteren Testpiloten zieht sich die Schlinge mehr und mehr zu…


Der zweite Teil setzt nahtlos dort an, wo Teil 1 endete und lässt dem Hörer so keine Atempause. Denn noch immer sind die Probleme der Kolibris nicht aufgeklärt und der Druck auf Mark Brandis nimmt zu, auch weil diese Reihe der Raumschiffe weitere Todesopfer fordert. Im Gegensatz zur ersten Folge, die sich viel Zeit für eher ruhige Unterwasserszenen nahm, setzt der zweite Teil deutlich mehr auf Action, hier gibt es mehrere Szenen, die einen atemlos zuhören lassen.
Trotzdem  legt man auch weiterhin Wert darauf, die Menschen hinter den Kommandeuren, Technikern und Piloten nicht zu vergessen. Immer wieder gibt es Szenen mit „normalen“ Ereignissen oder freundschaftlichen Unterhaltungen, was die Handlung nur umso lebendiger und zugänglicher macht.
Die Andeutungen auf voran gegangene, politische Ereignisse nehmen in dieser Folge zu. Wenn man wie ich mit Testakte Kolibri in die Reihe einsteigt, macht das neugierig auf die ersten Folgen und sorgt gleichzeitig dafür, dass einem die Entwicklung der Kolibri-Geschichte glaubhaft und fundiert vorkommt.
Das Ende fand ich dann allerdings doch etwas arg einfach gestrickt. Mit einem „Anruf“ ist der Fall aufgeklärt, die Kolibris dürfen künftig wieder gefahrlos starten, Ende im Gelände.
Für eine Geschichte über 2 CDs, da erwartet man dann doch eine imposantere Auflösung.

Die Namen auf der Sprecherliste wirken bis auf wenige Ausnahmen immer noch recht fremd auf mich. Und somit gehört diese Hörspielreihe zu den besten Beweisen dafür, dass es keine super prominente Sprechergarde braucht um ein gutes Hörspiel zu präsentieren. Hier leistet sich niemand auch nur den kleinsten Schnitzer. Besonders gefallen hat mir Katinka  Jaekel in der Rolle der entschlossenen Rosanna Jordan. Sie ist auf gewisse Weise eine sehr ungewöhnliche Person und Katinka Jeakel vermittelt einem das mit jedem Satz.

Der Soundtrack rundet die Sache dann letztlich ab. Ganz gleich, ob die Handlung gerade im Weltraum oder mehrere tausend Meter unter dem Meer spielt, die Klänge im Hintergrund sorgen für die entsprechende, passende Atmosphäre. Besonders gelingt das auch hier wieder bei den Unterwasser-Szenen, denn die wirken wirklich mächtig düster und beklemmend.
Die Geräusche sind gut eingesetzt und lassen die Handlung zusätzlich lebendig wirken.

Das Cover ist mit dem des ersten Teils identisch, so dass sofort klar wird, dass die beiden Teile zusammen eine Geschichte bilden. Im Booklet findet man dann noch die Covers der vorigen Folgen und außerdem Erklärungen zu einigen Begriffen, die beim Hören vielleicht Fragen aufgeworfen haben könnten. Auch zwei Personenbeschreibungen sind hier zu finden.

Fazit:  Trotz des etwas schwachen Ende hat mir auch Teil 2 wieder ausnehmend gut gefallen. Spannend und rasant, auf der anderen Seite aber auch sehr menschlich wird hier eine gelungene Sci-Fi-Geschichte erzählt.

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