Mark Brandis (09) – Raumsonde Epsilon (1/2)

Titel:   Mark Brandis (09) – Raumsonde Epsilon (1 / 2 ) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 56  min / Sprecher:  Michael Lott, Michael Pan, Wolf Frass, Tomasina Ulbricht, Christine Mühlenhof u.a.

Inhalt:   2125: Mark Brandis‘ Schiff, die Hermes, ist mit der nun unbemannten Delta IX im Schlepptau unterwegs zurück zur Erde. Die ermüdende Bordroutine auf dem wochenlangen Flug wird jäh unterbrochen: die Delta IX ist plötzlich spurlos verschwunden. Brandis erreicht auf der Suche nach Scotts Schiff die Station Zhongli Quan und muss bald feststellen, dass nicht nur die Vereinigten Orientalischen Republiken undurchsichtige Pläne verfolgen…


Weiter geht es mit den Abenteuern von Mark Brandis und auch die Raumsonde Epsilon kommt wieder als Zweiteiler daher. Das scheint Tradition zu sein bei dieser Serie, was aber keinesfalls etwas Schlechtes heißen soll. Ich bin Dank dieser bombastischen SF-Filmen von Heute an sich längst kein Fan dieses Genres mehr. Mark Brandis bildet hier die einzige Ausnahme. Auch Raumsonde Epsilon macht die Gründe dafür wieder sehr deutlich. So hat die Geschichte mit der Entführung der Delta X und den Erlebnissen von Mark Brandis und seiner Crew in diesem Zusammenhang natürlich eine spannende Grundhandlung, aber es gibt auch immer wieder eher ruhigere Szenen, in denen die einzelnen Charaktere im Vordergrund stehen. Hier gibt es keine wunders wie schrägen Alienrassen, irgendwie super talentierte Wesen, nein,  alles wirkt insgesamt ausgesprochen menschlich, so dass man sich auch leicht in die Charaktere einfühlen kann.  An Action fehlt es dieser Folge gänzlich, was ich aber nicht als Makel empfunden habe, die Geschichte ist auch so interessant und spannend. Außerdem kann ich mich noch gut an Vorstoß zum Uranus erinnern. Auch da gestaltete sich der erste Part des Zweiteilers eher ruhig und der zweite Part legte dann ab Action nach.

Tomasina Ulbricht ist nach wie vor die einzige Sprecherin, die mich noch nicht so richtig überzeugen kann. Ich mag ihre Stimme sehr, sie sehr angenehm, ohne Zweifel, aber etwas mehr Betonung würde ihr sicher nicht schaden. Sie klingt einfach zu hölzern, was ich bei dieser Stimme extrem schade finde. Damit hat es sich in diesem Belang aber auch schon mit Kritik, denn der übrige Sprechercast kann erneut auf ganzer Linie punkten. Als Roger D’Arcy hört man Vorzeige-Bösewicht-Stimme Udo Schenk, der seinen Part gleichzeitig ausgesprochen gemein, aber irgendwie auch charismatisch klingen lässt.
Weitere Rollen übernehmen beispielsweise Michael Lott, Michael Pan,  Michael Westphal (ganz schön viele Michaels am Werk hier) und Christine Mühlenhof.

Die musikalische Untermalung balanciert gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen stimmungsvollen, atmosphärischen Musiken und bombastischen Stücken. An entsprechenden Stellen wirkt sie schon umfassend und gewaltig, aber niemals überladen. Auch das gefällt mir an dieser SF-Serie so gut. Keine Effekthascherei, sondern Konzentration auf Atmosphäre und Wirkung.

Das Covermotiv kann mit einem zur Story passenden Motiv punkten, das durch Lichtspielereien umso interessanter wirkt. Im Inneren findet man erneut einige Begriffserklärungen und einen Steckbrief des Prototyps der „Hermes“. Nette kleine Gimmicks, die mir immer wieder Spaß machen.

Fazit:  Eine eher ruhige, aber spannende Geschichte, bei der ich gespannt bin, wie es im zweiten Teil wohl weitergeht.

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