Team Undercover (01) – Der Fluch des Anubis

Titel: Team Undercover (01) – Der Fluch des Anubis / Verlag:  Contendo / Laufzeit: ca. 66 min  / Sprecher:   Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Tobias Diakow, Claudia Urbschat-Mingues, Patrick Bach, Robert Missler u.a.

Inhalt:   Zwei Dutzend geladene Gäste im archäologischen Museum von Rheinburg, unter ihnen die drei Freunde Freddy, Anne und Nick, das Team Undercover . Doch die feierliche Eröffnung endet im Chaos. Im Pyramidenlabyrinth erscheint Anubis, der ägyptische Totengott, der alle Anwesenden mit einem Fluch belegt. Durch das Sicherheitssystem im Museum eingesperrt, gibt es kein Entkommen! Als immer mehr Museumsgäste verschwinden wird ihnen klar: Sie sind in größter Gefahr. Ist der echte Anubis wirklich im Museum? Oder ist Anubis einer von ihnen?


Mit Team Undercover mischt ab Mitte November 2009 nun eine neue Hörspielreihe für Jugendliche im Ladenregal mit.
Der Fluch des Anubis ist der erste Fall der drei Freunde Freddy, Nick und Anne und hat mir ganz gut gefallen. Die Handlung spielt in einem Museum, in dem unter Anderem gerade eine Ägypten-Ausstellung stattfindet. Mit diesem eingeschränkten Raum, einer bestimmten Anzahl Personen im Museum und eben dem Verbrechen an sich, sind schon drei Faktoren gegeben, die für eine spannende Handlung bürgen. Hier kann man leicht mit dem Team Undercover zusammen ermitteln. Das Thema Ägypten, vor allem der sagenumwobene Fluch des Gottes Anubis, steuert dann noch einen gewissen Anteil an Grusel bzw Mystery bei und sorgt für die nötige Atmosphäre und zuletzt sind da auch noch die sympathischen Charaktere des Teams.
Besonders erfreulich finde ich es, dass man es hier mit einer Clique zu tun hat, die sich zwar als Detektive empfinden, die es aber zu keiner Gelegenheit raushängen lassen. Soweit ist an Der Fluch des Anubis alles dran, was zu einem unterhaltsamen und spannenden Detektivhörspiel gehört.

Der größte Wermutstropfen für mich sind allerdings die drei Sprecher Christoph Piasecki (Freddy), Tatjana Auster (Anne) und Tobias Diakow (Nick), denn sie sind allesamt bereits erwachsen, müssen aber nun über eine Stunde hinweg Jugendliche sprechen, und das hört man. Ich kann mir gut vorstellen, dass das sehr schwierig ist, gar keine Frage. Nur hört man das Bemühen, dieses Anstrengen, schon sehr deutlich. Da verrutscht leicht mal die Betonung, da stimmt das Tempo an mehreren Stellen nicht und jugendlich-lockere Sprüche wirken oft wenig überzeugend.
Das fällt umso mehr auf, da Christoph Piasecki, Tatjana Auster und Tobias Diakow eine Garde namhafter Sprecher zur Seite stehen. Mit dabei sind unter Anderem Claudia Urbschat-Mingues, Patrick Bach, Robert Missler, Karen Schulz-Vobach und Ulrike Stürzbecher.

Der Titelsong kommt leicht und rhythmisch daher und in diesem Stil sind auch die Musiken zwischen den Hörspielszenen gehalten. Gelegentlich sind auch mal orientalisch angehauchte Klänge zu hören, was gut zur Geschichte passt. Hier ist also für Abwechslung und Auflockerung gesorgt.
Die Geräuschkulisse fällt an einigen Stellen dagegen mager aus, da könnte man gut noch eine Schippe drauflegen.

Das Cover gefällt mir sehr gut, in erster Linie die Idee mit der Lupe, die einem sofort klar macht, dass es sich hier um eine Detektivreihe handelt und die dafür sorgen wird, dass man die Serie im Regal sofort ausmachen kann. Im Mittelpunkt des Covers steht -wie auch in der Geschichte- der ägyptische Gott Anubis und rundum sind weitere Motive der Geschichte zu sehen. Rundum gelungen. Das Booklet hält neben den Sprecherangaben noch einen witzigen Text von Freddy bereit.

Fazit:   Die Geschichte hat mir gefallen, sie ist gleichermaßen spannend wie auch unterhaltsam, die Inszenierung geht ebenfalls soweit in Ordnung, die Aufmachung stimmt, allerdings konnten mich die Sprecher des Team Undercover nicht überzeugen. Daher hoffe ich sehr, dass in dieser Hinsicht über die nächsten Folgen hinweg mehr Routine reinkommt, dass sie nicht mehr so angestrengt klingen. Ansonsten hat die Reihe zweifelsfrei Potenzial und wirkt erfrischend neu.

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