Benjamin Blümchen (07) – …verliebt sich

Titel: Benjamin Blümchen (07) – …verliebt sich  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 39 min  / Sprecher:   Edgar Ott, Frank Schaff-Langhans, Gisela Fritsch, Heinz Giese, Helmut Gauß u.a.

Inhalt:  Benjamin Blümchen ist ein lieber kleiner sprechender Elefant, den all sehr gern haben. Aber auch Benjamin hat jemanden ganz besonders lieb. Es ist die Elefantin Leila, die mit dem Zirkus Pepperoni in die Stadt gekommen ist. Benjamin ist so verliebt, dass er einen ganz roten Rüssel bekommt. Doch, welch ein Unglück: Leila reist wieder ab. Benjamin ist ganz traurig. Wird er die schöne Leila je wiedersehen?


Die Liebe, ja, die Liebe, vor der ist nicht mal Neustadts sonst so gescheiter Elefant gefeit. Ihn erwischt es in dieser Folge mächtig und auch wenn ich eigentlich der Meinung bin, dass sich eine Hörerschaft in der Altersklasse zwischen 3 Jahren und 6 Jahren noch nicht wirklich etwas unter Verliebtsein vorstellen können, so lasse ich die Idee al großzügig durchgehen.
Dass man aber die Sache dann gleich wieder übertreiben muss, das sehe ich nicht ein. Benjamin führt sich hier wirklich auf wie geistig weggetreten. Sonst sprüht er vor Ideen, hier braucht er für alles einen Anstoss von Otto oder Karla. Sei es das Briefschreiben, seien es die Recherchen, wo der Zirkus hingezogen ist, nichts geht von ihm aus.
Da danke ich Elfie Donnelly, dass sie uns wenigstens die brillanten Nebenrollen erhalten hat. Otto steht mit beiden Beinen auf dem Boden und hat so manchen Satz parat, der Benjamin ein wenig läutert. Und auch Karla ist in dieser Hinsicht schlichtweg unschlagbar. Ohne die beiden gäbe es in dieser Folge nichts zu lachen.
Von Leila kann man halten, was man will, ich habe mich für „nichts“ entschieden. Eine Frau für Benjamin (noch dazu eine, die nach zwei Folgen wieder verschwindet) brauchte die Serie genauso dringend wie später Stella.
Erstaunlich ist das Ende der Folge, denn in der Erstauflage wird noch gesagt, dass die beiden später Kinder haben, das hat man in den folgenden Auflagen kurzerhand rausgelassen. Macht nichts, von denen wäre sicher später genauso wenig zu hören gewesen wie von Leila.

An den Sprechern gibt es nichts auszusetzen, da sind alle vertrauten Stimmen vertreten. Wärter Karl wird allerdings nicht von Till Hagen, sondern von Helmut Gauß gesprochen. Benjamin verliebt sich ist eine der beiden Folgen, in denen das so ist.
Heinz Giese, die Stimme des späteren Bürgermeisterchens, hört man hier in der Rolle des Tierarztes. Da muss man aber schon fein hinhören, denn er klingt unglaublich jung dabei.
Wer Leila trompetet, das wird in der Liste nicht erwähnt, und irgendwie bin ich froh, dass Benjamin ihr menschich beibringt. Denn dieses helle „Töröö“ ist doch Nervpotenzial.

Eine Folge mit einem Zirkus, da bekommt man passenderweise auch Zirkusmusiken zu hören, aber nur ganz, ganz leise im Hintergrund. Schade, etwas lauter hätte das schon sein dürfen.
Aber immerhin etwas an Trompeten und Leierkästen, das hätte bei dieser Serie auch anders ausgehen können.

Weniger ist manchmal doch mehr. Das trifft auf die Coverentwicklung dieser Folge zu wie auf kaum eine andere. Bei der Erstauflage sind Benjamin und Leila einfach Elefanten. Beide gucken verträumt aus der Knitterhaut. Dass Leila als Zirkuselefantin einen Kopfschmuck trägt, okay.
Aber bitte was sollen die Covers der späteren Auflagen? Ein Kopfschmuck geht in Ordnung, aber ein Kleid für eine Elefantin? Und noch viel schlimmer ist das unter dem Kleid: seit wann haben weibliche Elefanten bitte Brüste?!
Benjamins grenzdebiler Blick auf dem Cover der Zweitauflage ist auch so eine Sache. Verliebt, klar, verträumt, sicher, anhimmelnd, na logisch…aber so doch nicht!

Fazit:   In jeglicher Hinsicht etwas weniger übertrieben und man hätte die Folge als akzeptabel durchwinken können, aber so ist sie der Tiefpunkt unter den zehn ersten Folgen.

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