Bibi Blocksberg (04) – Bibi und der Bankräuber

Titel: Bibi Blocksberg (04) – Bibi und der Bankräuber / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 33 min  / Sprecher: Katja Nottke, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Frank Schaff-Langhans, Otto Czarski, Norbert Gescher, Kai Weigert u.a.

Inhalt:   Bibi Blocksberg ist eine richtige kleine Hexe. Sie kann ihren Bruder Boris schon in eine Banane verhexen. Und auf dem Besen fliegen kann sie auch. Doch sie will noch viel mehr lernen. So gut wie ihre Mutter will sie hexen können. Aus dem großen Hexenbuch hat sie heute einen neuen Spruch gelernt. Damit kann sie Hunde zum Reden bringen. Bibi ahnt nicht, was sie damit anrichtet.


Wir bleiben den ersten Folgen der Reihe, die es noch unter dem Titel Eene Meene Hexerei gab, noch ein wenig treu. Entsprechend wartet auch Bibi und der Bankräuber mit allem auf, was diese Folgen so einzigartig macht. Die Geschichte ist lustig, die Charaktere nehmen in den Dialogen wahrlich kein Blatt vor den Mund, da wird auf der einen Seite munter geschimpft, gedroht, gezankt, auf der anderen Seite erlebt man das typische chaotisch-liebenswerte Familienleben der Blocksberg, man bekommt die legendären Radioansagen zu hören und insbesondere die Szenen mit dem Bankdirektor, dem Nachtwächter und der Polizei sind zum Totlachen komisch.
Allerdings passt die Gewichtung in der Folge nicht richtig. Dafür, dass der Bankraub Titel gebend ist, wird er erst spät wirklich DAS Thema in der Geschichte. Dann aber lohnt er sich in jeglicher Hinsicht.

Auf der Sprecherliste tummeln sich alle Kiosk-Stimmen, die man so sehr mag. Neben Hallgerd Bruckhaus (Barbara), Guido Weber ( Bernhard) und Frank Schaff-Langhans (Boris) sind das unter anderem Otto Czarksi in der Rolle der verschlafenen Nachtwächters, Norbert Gescher als Polzist und Manfred Schuster als langfingriger Bankdirektor.
Bibi wird in dieser Folge von Katja Nottke gesprochen, auch diese Folge gehört zu den wenigen dieser Art.
Als Frau Paschulkes Flachhund (= Dackel)  ist der spätere Herr Pichler, Wilfried Herbst, zu hören. Scheinbar hatte er in den Anfängen der Bibi- und Benjamin-Serien die Rollen mit etwas schrilleren Stimmen gepachtet. Er macht das wirklich gut.

Gerd Holtenau spricht Wachhund Hasso, sehr behäbig, sehr träge, aber unbedingt liebenswert. Man möchte den Vierbeiner sofort knuddeln, wenn er zu sprechen beginnt.
Übrigens ebenfalls typisch frühe Folgen: das Hundegebell wurde nicht von Menschen „eingesprochen“. Wieso konnte man dabei nicht bleiben?

Kaum eine Folge mit weniger Hintergrundgeräuschen oder Musik, das fällt hier am deutlichsten auf. Aber alleine wegen der nicht-menschlichen Stimmen für die Hunde sehe ich darüber gerne hinweg.

Die Cover der Eene Meene – Fassung und der Erstauflage fallen in erster Linie dadurch auf, dass beide überhaupt nicht auf den Bankraub schließen lassen. Entweder streichelt Bibi Hasso oder sie steht stolz vor der Bank, aber einen Bezug zum Überfall gibt es nicht. Das änderte sich dann erst ab der zweiten Auflage, bei der mir allerdings Bibis grimmiger Gesichtsausdruck missfällt.
Mein Lieblings-Hasso ist die gefleckte Version und hier kann man sich wirklich einen Liebling raussuchen, denn dieser Hund sieht irgendwie jedes Mal anders aus.

Fazit:  Die Geschichte um den Bankraub beginnt etwas zu spät, ansonsten eine spannende und sehr lustige Folge.

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