Dark Soul – Die Dämonen-Saga (02) – Blutnacht

Titel:   Dark Soul – Die Dämonen-Saga (02) – Blutnacht / Verlag:   Target – Mitten ins Ohr / Audiomedia / Laufzeit:   ca. 142 min / 2 CDs / Buch:   Wolfgang Hohlbein / gelesen von:   Dagmar Heller

Inhalt:   Die ehemalige „SOKO Vampir“ – Ermittlerin Conny Feisst trifft beim verzweifelten Kampf gegen die grausamen Dämonen auf eine geheime Spezialeinheit. Doch die Hoffnung auf einen gemeinsamen Sieg ist vergebens, die Überlegenheit der Mächte der Finsternis scheint zu groß. Erst in letzter Sekunde kann die Fürstin des Lichts eingreifen. Zu spät, um das Leben von Conny und ihren Freunden zu retten…?


Hatte ich bei Teil 1 noch beklagt, die Geschichte sei noch mehr Krimi als Grusel, so hat mich Blutnacht dafür dicke entschädigt. Denn der zweite Teil legt in jeder Hinsicht einen Gang zu.
Die Spannung, die Gewissheit, dass da noch etwas auf Conny -und somit auf den Hörer lauter- ist quasi von der ersten Minute an zu spüren und die Story gönnt sich hier keine Atempause, ab einem gewissen Moment geht es wirklich Schlag auf Schlag. Erfreulicherweise versetzt einen die Geschichte nie in die Rolle eines allwissenden Zuhörers, während Conny ahnungslos durch die Geschichte läuft und so kann man sehr gut mit ihr rätseln, was da gerade geschieht. Denn auf Conny wartet so manche Überraschung und angenehm ist davon keine, ganz im Gegenteil. In diesem Teil hat das Übersinnliche einen weit größeren Part als noch in der ersten Folge und präsentiert sich mal eher fantasylastig, mal mehr in Richtung Grusel bzw Horror angesiedelt.
In Sachen Action schont sich Blutnacht ebenfalls nicht, die zweite CD hat es in dieser Beziehung sehr in sich. Als besonders gelungen habe ich in dieser Sequenz die Mischung aus Horror und Action empfunden, denn sie macht diesen Part in zweierlei Hinsicht interessant.
Eine Sache hat mir allerdings nicht gefallen, wobei ich hier nicht sicher bin, ob nicht genau das vom Autoren beabsichtigt war. Conny, die ich im ersten Teil noch für cool und abgebrüht hielt, treibt es mit ihrer provozierenden Art den Polizisten gegenüber so sehr, dass sie mir schon fast wieder unsympathisch wurde. Sie hat die Kurve glücklicherweise noch mal gekriegt, dafür sorgt das Ende ganz gut, aber insgesamt war mir das doch etwas zu viel Provokation, ich hätte sie manches Mal gerne geschüttelt.

Dagmar Heller als Sprecherin erlaubt sich auch weiterhin nicht den kleinsten Schnitzer. Ganz gleich ob es in der jeweiligen Szene gerade spannend, gruselig, actionreich oder auch mal auf bissige Art komisch zugeht, für alles hat sie stets den richtigen Klang und die passende Betonung bereit. Bewundernswert ist ebenfalls, dass die meisten Charaktere männlich sind, und sie diese trotz allem leicht unterscheidbar klingen lässt ohne ihre Stimme dafür nennenswert zu verstellen.

Der Song Dark Soul hat mich schon beim ersten Teil begeistert und das ist auch so geblieben. Dunkle, harte Klänge, dazu eine unerwartet helle Frauenstimme und im zwischendrin immer wieder eine unüberhörbar böse, grollende Stimme, das ist ein Mix, der der Geschichte tadellos steht. Den Song kann man sich übrigens auf www.darksoul.de anhören und auch kostenlos downloaden. (Die Page ist auch sonst sehr empfehlenswert!)

Am Layout der CD hat sich außer der Farbe nichts geändert, wobei ich finde, dass das Rot hier sehr gut zum Titel passt. Lediglich die Aufteilung von Infos zu dem Hörbuch und den daran beteiligten Personen und den Infos zu weiteren Titeln aus dem Hause audiomedia finde ich nicht so gelungen. Der CD liegt ein recht umfangreiche Booklet bei, voller weiterer Hörbuch-Tipps des Verlags, doch die Informationen zum Hörbuch findet man im Inneren auf der Rückseite des Backcovers und sieht sie erst nachdem man die CDs entfernt hat. Schade, bei dem Bookelt wäre es auf eine zusätzliche Seite doch auch nicht angekommen.
Fazit:   Dark Soul mausert sich. Teil 2 lässt den Aspekt Krimi / Thriller spielend hinter sich. Spannend ist es natürlich, ohne Frage, aber Fantasy und Horror rücken ganz klar in den Vordergrund. Man darf gespannt sein, was noch auf Conny und ihre Freunde lauert.

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