Das wilde Pack (06) im verbotenen Wald

Titel:   Das wilde Pack (06) im verbotenen Wald / VerlagUSM Audio / Laufzeit:   ca. 44 min / 6 Track / Sprecher:   Jens-Peter Fiedler, Frank Bahrenberg, Bruno Tenderra, Benjamin Werres, Jürgen Sieger, Suzan Erentok u.A.

Inhalt:   Das wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahn-Schächten unter der Stadt lebt. Die Tiere haben nur ein Ziel: Endlich in Freiheit leben.
Aber es liegt noch ein langer abenteuerreicher Weg vor ihnen.

Das wilde Pack braucht dringend Hilfe beim Bau des Schiffes, das die Tiere in die Freiheit führen soll. Sie machen sich auf die Suche nach der Biberbande vom Schwarzwasserdamm. Doch im verbotenen Wald warten seltsame Überraschungen auf sie: die Tierbande scheint nicht willkommen zu sein.


Mir gefällt es ja sehr, dass die Reihe auf dem Weg hin zum Freiheits-Schiff der Tiere so sorgfältig Schritt für Schritt vorgeht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die jungen Hörer -wenn das Schiff nachher fertig gebaut und auf dem Weg in die Freiheit ist- das Gefühl haben, die ganze Entwicklung über dabei gewesen zu sein und sich dann ganz besonders über das Gelingen der Aktion freuen.
Das nötige Holz wurde ja in der vorigen Folge beschafft, doch nun muss es bearbeitet werden. Und so sehr sich Biber Castor auch ins Fell legt, das schafft er unmöglich alleine. Doch in der Nähe scheint es weitere Biber zu geben. Ob die vielleicht helfen würden?
Erstmals spielen Menschen so direkt keine Rolle in einer Folge vom wilden Pack. Doch das heißt nicht, dass das neue Unternehmen sofort gelingt, denn die Biber von „außerhalb“ sind mehr als skeptisch dem Pack gegenüber. In dieser Folge gibt es einiges zu lernen. Über Abneigung gegenüber Fremden, über Mut, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Beschränkte sich so etwas bisher nur auf die Gruppe des Packs, so erlebt man es nun mit einer außenstehenden Schar Tiere. Und dadurch, dass die Biber dem Pack drei Hilfskräfte anvertrauen und ihnen jederzeit Unterkunft in ihrem Gebiet bieten, eröffnet sich in dieser Folge ein neuer Handlungsraum.

Mir haben in dieser Folge ganz besonders die frei lebenden Biber mit ihrer niedlichen, lispelnden Redeweise gefallen. Ich stelle es mir für die Sprecher unglaublich schwer vor, gleichzeitig so zu sprechen und dabei auch noch glaubhaft und charakteristisch zu klingen, doch sie meistern diese Aufgabe mit hörbarem Spaß an der Sache. Da sehe ich es dann auch mal nach, dass Ober-Biber Meister Bockert schon sehr wie Marcel Reich-Ranicki spricht. Kindern wird das ohnehin nicht auffallen.

Der verbotene Wald birgt Gefahren, davon ist das wilde Pack überzeugt. Und genau diesen Eindruck vermitteln hier auch Musik- und Geräuschkulisse. Zwar bleibt man dem vertrauten, modernen Stil treu, doch gibt er sich hier oft düsterer und bedrohlicher als sonst. Diese Atmosphäre kommt  klar beim Hörer an und passt prima zur Handlung, die in dieser Folge ebenfalls mit manchem Schrecken aufwartet.

Passend zum fremd und auch leicht unheimlich wirkenden Wald, ist auch das Layout in düsteren Farben gehalten. So wird schnell deutlich, dass in dieser Folge ein neues spannendes Abenteuer auf das wilde Pack wartet.

Fazit:   Ebenfalls eine rundum gelungene Folge, in der das wilde Pack mit seiner Arbeit am Schiff einen weiteren Schritt voran kommt, aber auch neue Freunde gewinnt, die hoffentlich im späteren Verlauf der Serie noch mal mit von der Partie sein werden.

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