Die drei ??? (133) – Fels der Dämonen

Titel:   Die drei ??? (133) – Fels der Dämonen / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 58 min / 9 Tracks / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Fabian Harloff, Gerhard Hinze, Sven Dahlem u.a.

Inhalt:   Ein toller Sandstrand in einer einsamen Bucht, perfektes Surf-Wetter, ein schattiges Plätzchen für das Zelt: die drei??? freuen sich auf ein paar stressfreie Ferientage am Meer. Doch dann taucht ein völlig verängstigter Junge auf und berichtet von einem gruseligen Zwerg, der ihn verfolgt. Als der Zweite Detektiv kurze Zeit darauf beim Wellenreiten eine mehr als unheimliche Begegnung im Wasser hat, ist klar: hier bahnt sich ein neuer Fall für die drei Detektive an! Wer oder was treibt sein Unwesen in der abgelegenen Bucht? Werden Justus, Peter und Bobo das Geheimnis um den „Fels der Dämonen“ lüften?


Diese Folge hat mich mit sehr gespaltenen Gefühlen zurückgelassen. Zunächst fand ich es gut, dass die drei Detektive „einfach so“ an einen neuen Fall geraten, ohne Auftraggeber, dem erstmal die Visitenkarte gereicht werden muss und der dann sofort Feuer und Flamme ist. Dieses Entdecken eines Abenteuers entspricht für mich einfach mehr eine Detektivserie für Kinder und Jugendliche.
Eingedämmt wurde die Begeisterung dann aber schon sehr bald als die Geschichte so vor sich hin lief und ich mich irgendwann gefragt habe, worin denn der Fall nun eigentlich besteht. Denn bis ziemlich zum Ende hin weiß man eigentlich nur, dass da etwas Verdächtiges vor sich geht, hat aber keinen Anhaltspunkt dafür, was es sein könnte.
So gesehen war es also schon spannend, nach dem Motto „was könnte es nur sein?“, einige Szenen sind ebenfalls recht spannend, aber eigentlich finde ich, dass die Spannung einer Detektivgeschichte nicht nur im Warten auf’s Ende, auf die große Auflösung, bestehen darf. Man möchte doch beim Hören schon die Chance haben, ein wenig mitzuknobeln. Und das geht bei dieser Folge leider gar nicht.
Und dann wäre da noch der seltsame Titel, denn auch wenn im Hörspiel von Felsen dann und wann die Rede ist, Dämonen sind weit und breit nicht zu entdecken. Dass hinter den Ereignissen kein Spuk steckt, das wird sehr schnell klar. Also was haben die Dämonen im Titel zu suchen?

In Sachen Sprecher kann man bei dieser Folge der gesamten Truppe einen Freifahrtsschein ausstellen. Dass mit Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Warczeck in den drei Hauptrollen nicht zu befürchten ist, ist klar. Und dass Europa auch für die Nebenrollen keine Anfänger ans Mikrofon setzt, dürfte ebenso logisch sein. Namentlich sind das hier unter anderem: Fabian Harloff, Lukas Sperber, Gerhart Hinze und Erik Schäffler. Eben alles Namen, die man auch aus anderen Europa-Produktionen kennt.

Bei der Musikkulisse hat man neue Melodien mit alten Musiken gemischt, was erstaunlich gut harmoniert. Das hatte ich so nicht erwartet. Besonders gefallen hat mir der Einsatz zu Szenen, in denen es ein wenig abenteuerlich zugeht wie dem Abstieg an der Steilwand der Höhle oder die Sequenz mit dem U-Boot. Da hilft die Musik, zumindest für den Moment ein wenig echte Spannung aufkommen zu lassen.

Das Cover wird der Geschichte ebenso wenig gerecht wie der Titel. Ja, Felsen sind zu sehen, aber nach einem Dämon sieht die Kreatur im zerfetzen Wams nicht gerade aus. Auf den ersten Blick hätte ich bestenfalls auf einen Neandertaler getippt. Jetzt mit dem Wissen, was es ist, kann ich sagen, ja, kommt hin. Man muss es eben nur wissen.

Fazit:   Nicht schlecht, aber sicher nicht der große Wurf. Ich für meinen Teil möchte mich bei Detektiv-Hörspielen einbezogen fühlen, also miträtseln können, und nicht nur Zuhörer sein.
Ohne diesen Anspruch kann man die Folge aber ganz gut hören und für Fans ist sie sicher ohnehin ein Must-Have.

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