Die Wolf-Gäng (02) – Ein finsteres Geheimnis

Titel:    Die Wolf-Gäng (02) – Ein finsteres Geheimnis / Verlag:   EMI Happy Kids / Laufzeit: ca. 60 min  / Sprecher:  Helmut Krauss, Maximilian Artajo, Jodie Blank, Constantin Seidenstücker, David Nathan, Christian Rhode, Oliver Rohrbeck u.a.

Inhalt:  Eigentlich hat die „Schweinebande“ dreimonatigen Hausarrest, weil sie Vlad und seine Freunde -kurz „Die Wolfgäng“- mit einem üblen Streich in große Gefahr gebracht hatten. Doch wie es scheint, sind sie schon wieder auf freiem Fuß. Nun nehmen sie Rache an der Wolf-Gäng und hetzen ihnen den Bösewicht McGregor und den Geisterjäger Urasawa auf die Fersen. Vlads Familie scheint in Crailsfelden nicht bei allen willkommen zu sein. Oder sind es nur die Machenschaften der Schweinebande, die mit einem gestohlenen Buch die Kobolde und Geister beschworen haben, die nun in Crailsfelden ihr Unwesen treiben?


Nachdem man in Folge 1 Zeit und Gelegenheit hatte, sich mit den Charakteren und der ungewöhnlichen Stadt Crailsfelden vertraut zu machen, hält sich Folge 2 nicht lange mit Vorreden auf. Schon bald geraten die Freunde von der Wolf-Gäng in eine haarsträubendes, gefährliches Abenteuer.
Für Spannung ist also gesorgt, aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Denn der Geisterjäger ist erstens nicht sonderlich helle und zweitens extrem talentfrei was seinen Job angeht. Und so ereignet sich eine verhängnisvolle Verwechslung mit turbulenten Folgen.
Diese Geschichte entstand in Zusammenarbeit mit Dieter Winkler, doch trägt sie unverkennbar Hohlbeins „Handschrift“.
Beispielsweise liegen die Wirklichkeit und die unheimliche Schattenwelt direkt nebeneinander und Wolf gelangt von einer normalen Eisdiele dort hin. Diese Nähe findet man in mehreren von Hohlbeins Werken.
Markant ist ebenfalls, dass eine Legende um einen bekannten Blutsauger in die Geschichte eingearbeitet wurde. Denn so phantasievoll erdacht die Geschichten von Hohlbein auch sind, Bezüge zu Legenden oder Sagen findet man immer wieder mal darin.
Trotzdem gilt auch weiterhin: alles ist absolut kindgerecht, Albträume muss man nicht befürchten.
Was mir allerdings aufgefallen ist, das ist der Umgangston in der Geschichte, denn da fallen schon mal Wort wie „verdammt“ oder „Hackfresse“ oder „Idiot“. Eltern, die also meinen, solche Worte könnten die lieben Kleinen verderben, sei von den Hörspielen abgeraten. Allen anderen: viel Spaß!

Als Meister Urasawa ist Oliver Rohrbeck zu hören, der die Rolle des möchtegern bösen Meisters, der regelmäßig an seinem Assistenten Fränkilein verzweifelt, wirklich klasse spricht.
Rainer Fritzsche übernimmt eben jenen Part des Fränkilein und irgendwie scheinen ihm Rollen mit kriecherischem Charakter sehr zu liegen. Es zu ist zu schön, ihm dabei zuzuhören wie er um die Gunst seines Meisters buhlt.
Neben diesen beiden Sprechern sind auch David Nathan und Christian Rhode wieder mit dabei, und es fällt erneut auf, welche prominente Besetzung man dieser Kinderserie gegönnt hat.
Jodie Blank, Maximilian Artajo und Constantin Seidenstücker in den Hauptrollen liefern weiterhin gute Arbeit ab und sind mit hörbarem Spaß bei der Sache. Lediglich bei Constantin Seidenstücker fand ich, dass er hier und da etwas steif klingt. Das war in Folge 1 noch nicht der Fall.

In Sachen Untermalung ist man dem Stil der ersten Folge treu geblieben. Zu Anfang ist unheimliches Orgelspiel zu hören und stimmt einen direkt auf eine leicht gespenstische Geschichte ein.  Ansonsten bestimmen leichte, klimpernde Melodien das Hörspiel, je nach Szene -wenn es z.B. gerade spannend oder schaurig zugeht- auch in dumpferen oder schleichenden Abwandlungen.
Bei den Geräuschen gibt es ebenfallls nichts auszusetzen, sie sind passend eingesetzt, wirken echt und verleihen der Geschichte zusätzlich Leben und Anschaulichkeit.

Das Cover ist auch hier identisch mit dem des Buches und ich finde, für ein Buch / Hörspiel mit einer Altersempfehlung „ab 8 Jahre“ macht die düstere Kutsche und die schwarze Gestalt mit den glühenden Augen schon richtig etwas her. Auf jeden Fall passt es einwandfrei zur Geschichte. Auch die detailverliebte Gestaltung des Layouts kann wieder ordentlich punkten. Kein Quadratzentimeter, der nicht gestaltet wäre.

Fazit:   Da Ein finsteres Geheimnis sich nicht mit Vorstellungen oder Einführungen aufhalten muss, ist diese Folge einen ganzen Schlag spannender und rasanter als ihr Vorgänger.  Zusammen mit dem tollen Sprechercast und der gelungenen Produktion ergibt das eine weitere sehr unterhaltsame Folge.

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