Benjamin Blümchen (04) – …in Afrika

Titel: Benjamin Blümchen (04) – …in Afrika / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 39 min   / Sprecher:   Edgar Ott, Alexander Rosenberg, Gisela Fritsch, Gerda Meissner, Till Hagen u.a.

Inhalt:  Im Zoo werden neue Affen abgeladen. Benjamin Blümchen, der liebste Elefant der Welt und Otto, sein bester Freund, schauen zu. Da möchte Otto wissen, wo denn eigentlich Benjamin herkommt. Zoodirektor Tierlieb findet einen alten Ordner, worin steht, daß Benjamins Großeltern aus Amanidobo in Tanganjika gekommen sind. Und weil Benjamin und Otto immer so lieb sind, schenkt ihnen der Zoodirektor eine Reise in Benjamins Heimat.


In dieser Folge unternimmt Neustadts Elefant eine Reise zurück zu seinen Wurzeln, nach Afrika. Dort lernen Otto und er eine ihnen völlig fremde Kultur kennen, Benjamin erlebt mit, wie seine wildlebenden Kollegen leben, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und obendrein erfährt er auch einiges über Elefanten, die vermutlich seine Eltern sind. Wenn das mal nicht pädagogisch wertvoll ist.
Und trotzdem, ich persönlich finde diese Folge tödlich langweilig. Scheinbar hatte ich schon damals eine Abneigung dagegen, wenn Benjamin mit Otto auf Reisen geht, denn die beiden gehören für mich einfach nach Neustadt.
Im Wesentlichen ist es jedoch die Tatsache, dass einfach nichts passiert und die Handlung ähnlich öde ist wie die Gegend, in der Benjamin und Otto auf Benjamins entfernte Verwandte stoßen. Die beiden traben durch Afrika, haben Durst, treffen auf besagte Elefantenherde und die Elefanten-Kuh (die sprechen kann…wo doch Benjamin der einzige sprechende Elefant ist) erzählt eine ganze Nacht erwähnte Geschichten über ihr Leben und die Vielleicht-Eltern, Benjamin und Otto schließen sich der Herde an und als Benjamin vom afrikanischen Wasser Durchfall bekommt, erkennt er, dass er für die Wildnis doch nicht geboren ist.

Etwas Action bringt die Szene mit den Jägern, die ein Elefantenbaby erschießen wollen, aber sonst…? Nix!
Am Anfang hat die Folge ihre lustigen Momente, aber spätestens in Afrika ist das vorbei…es sei denn, man kann sich über Benjamin Durchfall amüsieren, der tatsächlich bis zur Rückkehr in Deutschland ein Thema ist. Nicht zu fassen.

Die redselige Elefantenkuh wird von Gerda Meissner gesprochen und ihre Stimme passt prima zu der Rolle, zumal man sie aus der Benjamin-Reihe noch nicht aus Dutzenden Folgen kennt. Da ist auch die Stimme so fremd wie diese echt afrikanische Elefantenkuh, das passt.
Irreführend besetzt ist dagegen der Part des Großwildjägers, der sich für das zarte Elefantensteak begeistert, denn der wird allen Ernstes von Till Hagen gesprochen, von WÄRTER KARL!!! Das werden sogar Kinder raushören und was die sich denken, das mag ich mir gar nicht vorstellen.

Auch musikalisch und in Sachen Geräusche tönt eindeutig Afrika aus den Lautsprechern, mit Buschtrommeln und trompetenden Elefanten, das geht in Ordnung. Das Betäubungsgewehr klingt dann aber doch eher wie ein Western-Colt, na ja, in dieser Hinsicht darf man bei der Benjamin-Serie eben nicht groß kritisch sein.

Eine typische Coverentwicklung von „absolut zur Folge passend“ bis hin zu „was hat denn das mit der Folge zu tun?“

Denn was man sich bei den aktuellen Covers gedacht hat, das frage ich mich ehrlich. Erstens sind Benjamin und Otto in keinem Dorf zu Gast, sie treffen auch nicht auf eine Frau mit ihrem Kind und vor allem haben sie absolut keinen Grund so fröhlich dreinzuschauen.

Fazit: Diese Folge ist Geschmackssache. Entweder man ist interessiert daran, woher Benjamin stammt und welche Sitten und Gebräuche in Afrikas Steppe herrschen oder man ist -wie ich- völlig glücklich damit, dass Benjamin im Zoo in Neustadt lebt.

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