Benjamin Blümchen (31) – als Feuerwehrmann

Titel: Benjamin Blümchen (31) – als Feuerwehrmann  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher:   Edgar Ott, Frank Schaff-Langhans, Till Hagen, Gisela Fritsch, Otto Czarski, Joachim von Ullmann u.a.

Inhalt:  Benjamin Blümchen, der mutigste Elefant der Welt, möchte gerne zur Feuerwehr. „Die machen so schön Musik – da könnte man doch Trompeter werden!“
Zuerst sind die Feuerwehrleute zwar erschrocken, doch dann freuen sie sich riesig. Plötzlich läutet die Alarmglocke.
„Oh Schreck“, denkt Benjamin, „wo mag es jetzt brennen?“


Wenn Benjamin sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann schafft er es auch. Dieses Mal findet er die Blaskapelle der Feuerwehr so toll, dass er unbedingt Feuerwehrmann werden will.
An dieser Folge sind wieder so einige Ungereimtheiten, die mir nie so richtig einleuchten wollen.
Zum Beispiel kennt Brandrat Lichterloh Benjamin nicht. Nach 30 Folgen dürfte der sprechende Elefant doch wohl mindestens stadtbekannt sein.
Dann frage ich mich immer wieder, wieso Benjamin am Anfang so schräg trompetet. In Folge 1 war es ja nur ein „Trööööt!“, aber danach wurde es doch ein sehr melodischer „Töröö“. Und hier solch schräge Töne?
Erstaunlich auch, dass Karl behauptet, er sei doch nur wegen Benjamin im Zoo. Bitte? Sonst ist er doch auch immer so verliebt in die übrigen Tiere.
Davon mal angesehen, ist Benjamin als Feuerwehrmann eine typische Folge der alten Schule, mit ganz viel Flair und einer gehörigen Portion Humor.

Ich denke, die Sprecher werden an dieser Folge mächtig Spaß gehabt haben. Eine singende Gisela Fritsch, ein schief trötender Edgar Ott, das bekommt man selten zu hören.
Der Bürgermeister wird hier von Tobias Pagel gesprochen und auch wenn Heinz Giese für mich „der“ Bürgermeister ist, so gefällt mir Tobias Pagels Stimme an sich besser.
Otto Czarski als Brandrat Lichterloh und Joachim von Ullmann in der Rolle des Feuerwehrmanns Theo leisten einen ganz wesentlichen Teil zum Unterhaltungswert dieser Folge.
Sie sprechen die beiden wunderbar trottelig.

Eine wahrlich hochmusikalische Folge. Das beginnt beim „Schneddereng, schneddereng, schneddereng-teng-teng!“ mit dem Benjamin am Anfang die Feuerwehrkapelle begleitet, erstreckt sich über die singende Karla „Guten Mo-ho-ho-ho-horgen tüdelüt tüdelüt tüdelüt tüt tüt tü tü tü tüdelütütü“ und endet bei der Lobeshymne auf Benjamin, nachdem er die Kinder aus der brennenden Schule gerettet hat: „Der Held der Stadt, Herr Blümchen […] der unsere Kinder gerettet hat!“ Nicht zu vergessen, Benjamin misstönendes Gequäke auf der Trompete.

Mit den Proportionen hatten es die Zeichner der Cover bei Benjamin ja noch nie so wirklich. Diese Folge ist ein herausragendes Beispiel dafür. Auf dem Cover der Erstauflage ist Benjamin genauso groß wie die Schule hoch ist (und da ging es sogar noch auf vier Beinen!). Auf dem Cover der zweiten Auflage ist das Feuerwehrauto höher als unser Lieblingselefant.
Bei den folgenden Auflagen hatte man offenbar spitz bekommen, dass die Relationen nie passten und kurzerhand beschlossen, dass das Drumrum wie Schule, Feuerwehrauto auch im Hintergrund bleiben kann. Und wie üblich überrascht es mich, mit welch grinsender Freude Benjamin (und auch die übrigen Feuerwehrleute) beim Löschen der Schule dabei sind.

Fazit: Na, wer nach dieser Folge nicht sofort eine Karriere als Feuerwehrmann einschlagen möchte, dem ist nicht mehr zu helfen. Eine sehr schöne und lustige Geschichte!

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