Benjamin Blümchen (46) – …hilft den Tieren

Titel: Benjamin Blümchen (46) – …hilft den Tieren / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min   / Sprecher:   Edgar Ott, Katja Primel, Gisela. Fritsch, Eberhard Prüter, Hilde Volk-Odemar ua.

Inhalt:  Frau Fabian ist sehr traurig: ihr Hund ist weggelaufen. Benjamin und Otto helfen natürlich beim Suche. Doch Wasti ist nicht zu finden. Ob er im Tierheim abgegeben wurde? Die beiden machen sich auf den Weg. Oh, was Benjamin dort sieht! So viele eingesperrte, einsame Tiere. Will die niemand mehr haben? Benjamin beschließt, den Tieren zu helfen.


Etwas paradox ist es ja schon, dass Benjamin sich so über die viel zu kleinen Käfige im Tierheim aufregt. Immerhin lebt er selbst in einem Zoo und auch wenn er jederzeit hingehen kann, wohin er will, so sind seine tierischen Freunde dort weit weniger gut dran. Sie leben nämlich ebenfalls in Käfigen oder Gehegen, das hört man schließlich in vielen Folgen der Reihe. Und ob die alle artgerecht und groß genug sind, nun, welcher Zoo kann das schon von sich behaupten?
Trotzdem ist diese Folge eine der stärksten der Benjamin-Reihe, denn mit Frau Fabian wird deutlich gemacht, welche Bedeutung ein Tier für einen Menschen haben kann. Und Benjamins und Ottos Besuch im Tierheim zeigt gefühlvoll auf, wie viele Tiere doch in solchen Heimen sitzen und wie unglücklich sie darüber sind, wie sehr sie sich ein richtiges Zuhause wünschen.
Vielleicht bewegt das manche hörende Familie dazu, auf der Suche nach einem neuen Hausgenossen auch dort mal vorbei zu schauen. Wünschenswert wäre es in jedem Fall.
Das Fest im Tierheim wird natürlich ein voller Erfolg, hinterher sind alle Tiere glücklich vermittelt. Utopisch, natürlich, aber da die Geschichte zuvor so manche traurige Szene hat, musste dieses Happy-End selbstverständlich her. Sehr gelungen ist Benjamin Ansprache auf dem Fest. Was er da sagt, das sollte sich jeder angehende Tierhalter und auch jeder, der schon Haustiere bei sich hat, immer vor Augen halten.

Ich habe oft gelesen, dass Frau Fabian ( Hilde Volk-Odemar) vielen Hörern auf die Nerven geht mit ihrem Gejammer nach ihrem Hund. Wer so etwas sagt, der war sicher noch nie in der Situation dieser Frau, denn dass man da verzweifelt klingt und weint, das ist nachvollziehbar. Und wenn man aufgeregt und verzweifelt ist, dann klingt die Stimme eben mal etwas schriller. Da passt Hilde Volk-Odemars Stimme ganz prima.
In der Rolle von Dr. Heuler, dem Leiter des Tierheims, ist niemand Geringeres als Eberhard Prüter zu hören. Mir gefällt es sehr, wie unterschiedlich er diese Rolle spricht, je nach Situation. Mal ist er der besorgte Tierheimleiter, dann wieder tritt er dem Bürgermeister gegenüber voller Selbstbewusstsein auf.

An Effekten bekommt man in dieser Folge hauptsächlich Tierlaute zu hören. Und da es 1985 noch nicht üblich war, Menschen an die Mikros zu setzen  und sie diese Laute „einsprechen“ zu lassen, geht das hier auch rundum in Ordnung. Teilweise klingen die Tiere aus dem Tierheim sogar überzeugender als die Zootiere.

Das Cover der Erstauflage ist mein Favorit, denn es kommt der Geschichte am nächsten. Auf allen anderen Covers sehen die Tierheim-Tiere viel zu fröhlich aus, und das sind sie in der Geschichte sicher nicht. Mir gefällt auch Benjamins grimmiger Gesichtsausdruck bei der Erstauflage sehr, denn auch in der Geschichte ist er ja sehr erbost über die eingesperrten Tiere und die Verhältnisse im Tierheim.

Fazit:   Benjamin hilft den Tieren vermittelt eine Moral, die für mich mit zu den wichtigsten überhaupt gehört. Eine, die man auch kleinen Kindern schon nahebringen sollte. Nämlich, dass Tiere kein Spielzeug sind wie z.B. ein Modell-Auto, das irgendwann langweilig wird und das man dann in die Ecke stellt oder gar wegwirft. Von daher eine klare Kaufempfehlung!

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