Benjamin Blümchen (55) – …und die Astrofanten

Titel: Benjamin Blümchen (55) – …und die Astrofanten  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 39 min   / Sprecher:   Edgar Ott, Frank Schaff-Langhans, Gisela Fritsch, Tobias Pagel, Joachim Pukaß, Otto Czarski u.A.

Inhalt:  Benjamin Blümchen und sein Freund Otto sind total verwirrt. Da kommt doch wirklich so etwas wie eine Schildkröte angeflogen und landet direkt auf Benjamins Rücken. Jetzt geht eine Klappe auf und zwei kleine blaue Elefanten steigen aus. „Die sehen ja lustig aus in ihren Raumanzügen“, denkt Otto. Aber wo kommen die her und was wollen sie hier? -Eine tolle Geschichte!


Science Fiction und der Hype um Außerirdische erlebte in den 80er-Jahren einen seiner Höhepunkte. Kein Wunder also, dass man ihn auch in einer der beliebtesten Hörspielserien damals wiederfand.
Lässt man die Weihnachts-Folge Der Weihnachts-Traum mal außen vor, so ist Benjamin und die Astrofanten die zweite Folge, deren Handlung von Benjamin geträumt wird.
Und grundsätzlich ist die Folge im Vergleich zu Benjamin träumt doch ziemlich gelungen: die Geschichte ist kurzweilig, ein wenig spannend und auch lustig, denn Karla und der Bürgermeister sind hier mal wieder in Bestform. Doch auch über die Erlebnisse der Astrofanten kann man manches Mal schmunzeln.
Allerdings gibt es dann doch etwas, das mir die Folge sehr zuleide macht: die piepsigen Stimmen der Astrofanten und ihr ständige „verflixt-verfluxt“ vor oder nach jedem Satz.
Ab und zu wäre es vielleicht ganz lustig gewesen, auch wenn es schon arg albern ist, aber es kommt einfach zu oft vor. So kann man einen Gag auch zu Grunde richten.

Käpt’n Mirx Millimeter und Käpt’n Murx Mikromü, die beiden Astrofanten, werden von Dieter Kursawe und Wilfried Herbst gesprochen. Scheinbar eignet sich Wilfried Herbsts Stimme besonders dafür, durch irgendwelche Verzerrer gejagt zu werden. Herausgekommen sind dabei zwei sehr gewöhnungsbedürftige Stimmen, die einem leicht auf den Nerv gehen können, besonders wegen erwähntem „verflixt-verfluxt“.
Ansonsten ist die Sprecherliste sehr kurz mit Edgar Ott, Katja Primel, Gisela Fritsch und Alexander Herzog.

Eine gewohnt magere, aber für die Serie ausreichende Geräuschkulisse. Das Mini-UFO klingt im Flug wie eine jämmerliche Variante von Karlas Motorroller in mancher Folge. Aus heutiger Sicht kann ich damit aber gut leben, denn heute würde die fliegende Untertasse vermutlich eher kontinuierlich „törööööööööö…“ machen. Man kennt ja solche Verfehlungen aus neuen Folgen mittlerweile.

Es scheint ein Merkmal der zweiten Auflage zu sein, auf den Covers ausschließlich Benjamin in den Vordergrund zu setzen. Andere Personen sind in dieser Auflage selten auf den Covers zu sehen und wenn, dann klein und eher und „nebensächlich“. Das Cover von Folge 55 ist ein beeindruckendes Beispiel für diese Entwicklung.

Fazit:   Eine Folge mit viel Nerv-Potenzial. Wenn es einem aber gelingt, darüber hinweg zu hören, dann bekommt man hier eine solide Benjamin-Geschichte geboten. Mit den Knaller-Folgen war es in dieser Höhe eh schon ziemlich vorbei

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