Bibi Blocksberg (03) – Bibi und die Zauberlimonade

Titel: Bibi Blocksberg (03) – Bibi und die Zauberlimonade / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 33 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Frank Schaff-Langhans, Gisela Fritsch, Tobias Pagel u.a.

Inhalt:   Boris Blocksberg wird auf seinem Fahrrad fast von einem Auto überfahren. Bibi, seine Schwester, meint, daran ist nur der Bürgermeister Schuld. Schon vor zwei Jahren hatte er versprochen, sichere Radwege zu bauen. Doch hat er sein Wort nicht gehalten. Darum will Bibi den Bürgermeister verhexen. Und schon nimmt sie sich das alte Hexenbuch ihrer Mutter.


Wenn es eine Folge gibt, die die Bibi-Serie wortwörtlich geprägt hat, dann ist es wohl diese. Denn der i-Fehler, den die Zauberlimo verursacht, den bekommt der Bürgermeister auf Jahre hinaus nicht mehr aus dem Kopf. In jeder spätere Folge, in der er dabei ist, taucht mindestens einmal sein berühmte „Bibi Blocksbergi“ auf.
Hervorgerufen wird dieser Sprachfehler wie gesagt von der Zauberlimo, mit deren Hilfe Bibi den Bürgermeister als Lügner entlarven will. Denn jeder, der schon mal gelogen hat, wird nach der Limo grün im Gesicht und bekommt diese i-Krankheit. Mir gefällt, wie in dieser Folge mit dem Thema Lügen umgeht. Auf der einen Seite wird deutlich gemacht, dass wohl jeder Mensch schon mal gelogen hat. Natürlich ist lügen immer falsch, trotzdem sollten Kinder wissen, dass sie nicht die einzigen sind, die schon mal schwindeln, und dass selbst die Erwachsenen nicht immer ehrlich sind. Auf der anderen Seite macht die Grünfärbung des Gesichtes und der i-Fehler klar, dass Lügen böse Konsequenzen haben können. Das regt unter Umständen dazu an, nächstens doch lieber bei der Wahrheit zu bleiben. Wie es sich für die frühen Folgen der Serie gehört, kommt auch hier der Humor nicht zu kurz. Auf lustige Streitereien zwischen Bibi und Boris muss man zwar verzichten, denn die beiden verstehen sich hier wirklich gut, aber die übrigen Dialoge gleichen das allemal aus. Einige Beispiele: Bibi studiert das Rezept für die Limo: „Man nehme [….] einen kleinen Eisbär […]“
Bibi und Boris sind im Bad und die Mutter fragt, ob sie auch schön duschen. Darauf Boris: „Hach, ist das nass…!“ Ebenfalls schön ist Bernhard, der den i-Fehler nachahmt, zu seinem Sohn: „Borisi, seii nichti frechi, sonsti scheueri ichi diri einei!“ Und das Highlight der Folge als Bibi zum Bürgermeister ins Rathaus geht um die Sache wieder auszubügeln und beim Portier sagt: „Guten Tag, ich bin Bibi Blocksberg und habe den Bürgermeister mit Zauberlimonade vergiftet.“ Antwort des gelangweilten Portiers: „Macht nichts. Zuständig für Kinder ist Herr Berger, da irgendwo, dritte Tür links!“ Aha!

Dies ist eine der Folgen, in denen Bibi von Katja Nottke gesprochen wird. Und das scheidet in der Fan-Gemeinde die Geister. Die einen mögen diese Stimme und finden sie passend hexisch, die anderen bekommen beim Hören das Grauen. Klar ist, sie unterscheidet sich deutlich von Susanna Bonasewicz‘ Stimme und da Katja Nottke eben nur nur in drei Folgen diese Rolle spricht, wird ihre Stimme immer „exotisch“ bleiben. Schlecht ist die deswegen aber nicht.
Überraschend ist Gisela Fritsch als Ärztin. Die spätere Karla Kolumna klingt hier wirklich unglaublich jung. Wer diese Sprecherin nur flüchtig kennt, der wird sie kaum wieder erkennen.

In der ursprünglichen Version gibt es kein Titellied, sondern nur eine lustige kleine Melodie am Anfang, am Ende und zwischen einigen Szenen. Sicher nichts Aufwändiges, aber unbedingt ein Aspekt, der maßgeblich zum Charme der ersten Folgen beigetragen hat.
Am Ende gibt es eine recht altmodische Tanzmelodie zu hören über die man heute einfach nur grinsen kann.

Alle drei Personen auf den Covers haben über die Auflagen hinweg eine interessante Entwicklung durchlaufen.  Der Bürgermeister ist mal schlank, mal dick, hat mal schütteres Haar, mal eine Halbglatze, dann wieder durchaus üppigen Haarwuchs. Boris ist bis zur letzten rot-gelben Auflage rothaarig, da fragt man sich doch, wieso er für die aktuelle Auflage plötzlich dunkelhaarig werden musste? Bibi wirkt auf dem Cover der Eene Meene-Ausgabe kaum wie eine Fünfjährige, auf den Covers der rot-gelben Auflage sieht sie älter, fröhlich und frech aus, und auf dem Cover der aktuellen Auflage ist davon kaum noch etwas übrig geblieben.

Fazit:  Eine der Klassiker-Folgen, an die man durch des Bürgermeisters „Bibi Blocksbergi“ immer wieder erinnert wird. Einfach Kult!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: