Bibi Blocksberg (31) – …auf der Märcheninsel

Titel: Bibi Blocksberg (31) – …auf der Märcheninsel / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 33 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Gisela Fritsch, Heinz-Theo Branding, Wilfried Herbst u.a.

Inhalt:   Bibi Blocksberg ist fürchterlich aufgeregt. Sie hat in ihrem neuen Atlas einen weißen Fleck entdeckt. „Was mag sich dort befinden?“ Sofort fliegt Bibi los und landet mit Karla Kolumna und ihrer Freundin Marita auf einer Märcheninsel: mit den sieben Zwergen, Rumpelstilzchen aber auch mit der bösen Hänsel-Gretel-Hexe. Na, Bibi! Wenn das nur gut geht!


Ich bin kein Fan von Märchen und mit entsprechender Skepsis bin ich an diese Folge herangetreten. Es behagte mir nicht, dass eine solch ungewöhnliche, aber moderne Person wie Bibi auf solch altertümliche Charaktere treffen sollte. Eine Hexe „von heute“ ist eben doch etwas ganze anderes als die Märchen-Hexe…ob das passen würde?
Ja, es passt, denn beiden Rollen wird ihr eigener Spielraum gelassen. Die Märchenfiguren sind eben Märchenfiguren, wenn auch ganz anders als man sie aus den Märchen kennt.
Und auch Karla, Bibi und Marita bleiben eine Clique für sich, die zwar helfen wollen, aber niemals versuchen, ein Teil der Märcheninsel-Bewohner zu werden. Zusätzlich verleiht die Modernität der Märchenfiguren der Geschichte eine gehörige Portion Komik: das schon sehr emanzipierte Schneewittchen, der Prinz, Fachmann für Wimperntusche, oder auch die Hexe mit ihren „fast gar nicht vergifteten“ Äpfeln. Schräg und einfach lustig und schön.
Außerdem hat diese Geschichte eine Moral, die ich als eine der Wichtigsten ansehe, die man Kindern vermitteln sollte: Bücher, im Kindesalter eben Märchenbücher, sind etwas Wunderschönes, das nicht in Vergessenheit geraten darf.

Eine ungewohnt lange Sprecherliste für eine Bibi Blocksberg – Folge, aber das Verhältnis ist ganz gut gemischt. Da sind zum Einen Sprecher wie Wolfgang Ziffer, Wilfried Herbst und Dieter Kursawe, die man aus den Bibi- und Benjamin-Reihen kennt und einem so ein Gefühl der Vertrautheit geben, zum Anderen sind Stimmen wie die von U. Diestel, A. Gerstl und K. Rumpf, die scheinbar nur in dieser Folge dabei sind.

Effekte, Geräusche und Musik sind auf gewohntem Niveau, aber das gleicht die Story allemal aus. Da ist so viel los, so viel Stimmung, da vermisst man das gar nicht.

Auf dem Cover der Erstauflage fehlt Bibis Freundin Marita komplett, für das Cover der Zweitauflage hat man scheinbar jemanden angeheuert, der Moni und Marita nicht auseinanderhalten konnte und so ist hier Moni abgebildet, obwohl Marita mitspielt. Das ist dann aber glücklicherweise aufgefallen und nun ist Marita auf dem Cover zu sehen.
Fazit:   Ein ungewöhnliches Cross-Over zwischen der Neustädter Hexe und eine Truppe Märchenfiguren, das aber von vorne bis hinten gelungen ist.

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