Bibi Blocksberg (54) – …und die Computerhexe

Titel: Bibi Blocksberg (54) – …und die Computerhexe / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 37 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Guido Weber, Gisela Fritsch, Barbara Ratthay, Oliver Elias ua.

Inhalt:   Bibis Freund Flori hat ein neues Computerspiel: ‚Hexenjagd‘. Empört befreit Bibi die Hexe. Kurz darauf spielen in Neustadt alle Computer verrückt. Überall taucht auf den Bildschirmen die Computerspiel-Hexe auf. Wie es Bibi gelingt, die wild gewordene Hexe zu besänftigen, das ist eine lustig-turbulente Geschichte.


Normalerweise stehe ich Modernität in der Bibi Blocksberg – Reihe ja ziemlich ablehnend entgegen. Computer, Handys, Punkerhexen, das gehört nicht zu „meiner“ Bibi der Achtziger.
Und so stand auch die Computerhexe lange unangetastet im Regal.
Doch inzwischen mag ich die Folge sehr. Die Idee, eine Hexe aus einem Spiel herauszuhexen, die gefällt mir. Alleine die Vorstellung, wen man noch so alles aus Spielen heraushexen könnte, macht schon einen Teil dieses Reizes aus.
Hinzu kommen noch die Schandtaten der Computerhexe, insbesondere im Rathaus, dem Polizeicomputer, dem bei der Sparkasse, die sind schon sehr lustig. Vor allem, wie der Bürgermeister -natürlich in erster Linie um sein eigenes Gehalt besorgt- dabei durchdreht, speziell als er erfährt, dass Bibi die Hexe befreit hat, zu schön!
Und was in dieser Folge außerdem sehr deutlich wird, das ist der Zusammenhalt zwischen Bibi und Karla Kolumna, die der kleinen Hexe hilft, wo sie nur kann. Wie ich finde, ein deutlicher Unterschied zu den meisten bisherigen Geschichten mit den beiden, wo Bibi „nur“ etwas hexte und Karla dann darüber schrieb. Als Duo gefallen sie mir besser.
Flori hat in der Computerhexe seinen zweiten Auftritt und immer wenn ich ihn in den neuen Folgen höre, dann frage ich mich, wie er sich von einem cleveren und netten Jungen zu dem oft nervigen Klugscheißer von heute entwickeln konnte. Da verstehe ich die Autoren nicht.


Als Computerhexe ist Constanze Harpen zu hören, die später in der Serie die Hexe Malicia spricht. Als Computerhexe gefällt sie mir jedenfalls sehr gut. Sie klingt so richtig nach einer alten und bösen Hexe und außerdem rotzfrech. Das war in der 50er-Folgen der Serie noch eine Seltenheit bei den Hexen, die in Bibi Blocksberg ja meist doch sehr nett sind.

Die Computergeräusche beim Hexen-Spiel sind klasse, sie erinnern mich jedes Mal wieder an die alten Spiele, damals für den C64 oder bestenfalls den Amiga500.
Ansonsten bewegt man sich hier im gewohnten Rahmen, wenige Geräusche, doch man vermisst als langjähriger Bibi Blocksberg-Fan auch nichts.

Bei der Coverentwicklung fallen hauptsächlich zwei Punkte auf. Von der Erstauflage bis zum jetzigen Layout ist der Hintergrund detailreicher geworden. Auf keinem anderen Cover erhält man einen Blick in Floris Zimmer, das ist doch mal was!
Zweitens hat sich Flori schon sehr verändert. Auf dem Cover der Erstauflage sieht er genau so aus wie ich mir immer Boris (Elfie hab in selig) vorgestellt habe.
Auf dem der zweiten Auflage hat er schon ein komplett anderes Gesicht bekommen und die dunkleren Haare außerdem.
Und heute erinnert er mich immer ein wenig an Karl aus TKKG oder auch Harry Potter. Jedenfalls weit weniger sympathisch als die Boris-Variante.

Fazit:   Eine spannende und lustige Folge, die die Modernität nicht verdorben hat. Hätte man sich diesen Dreh dazu doch nur für heutige Folgen gemerkt. Die Folgen im 50er-Bereich sind aber ohnehin quasi das letzte Aufbäumen der Bibi Blocksberg – Serie, ehe es mit ihr rapide in den Keller ging. Also sollten wir es einfach genießen.

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