Bibi Blocksberg (95) – Die verbotene Hexeninsel

Titel: Bibi Blocksberg (95) – Die verbotene Hexeninsel / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 38 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Ghadad Al Akel, Manja Döring, Ulrike Stürzbecher ua.

Inhalt:   Die Hexenschule ist aus, endlich ist Wochenende! Bibi und Xenia fragen Schubia, was sie so vorhat. Doch sie will nicht darüber reden. Seltsam, denken die beiden, und fliegen ihr heimlich nach. Schubia landet auf einer unbekannten Insel weit draußen auf dem Meer. Dort trifft sie sich mit anderen Junghexen zu einem geheimen Hexenkistenrennen.


Ein Titel, der eigentlich auf eine spannende Folge hoffen ließ. Jedenfalls ging es mir so. Erste Bedenken kamen mir dann aber auch schon beim Klappentext. Was soll denn ein Hexenkistenrennen sein?
Nun weiß ich es: ein Seifenkistenrennen mit gehexten Seifenkisten. Und damit trägt eine Schar Jungehexen auf dieser Insel ein gefährliches Rennen aus.
Ich habe diese Folge überhaupt nicht an eine richtige Geschichte empfunden. Mir kommt die eher vor wie eine Hörspielumsetzung eines Computerspiels. Denn dafür eignet sich die Handlung sicher optimal. Vielleicht will man bei Kiddinx damit antesten, wie gut so etwas bei den Hörern ankäme und dann später solch ein Spiel auf den Markt geben.
Wie gesagt, eine Geschichte kommt entschieden zu kurz. Die Sache mit der gefährlichen Blume wird quasi nebenbei abgehandelt und wirkt, als hätte man sie einbauen müssen (aber nicht wirklich wollen).
Auf die Eltern Blocksberg muss man leider auch verzichten, was mich nach der Sprecherumbesetzung schon sehr wundert. Immerhin hat man doch nun „frische“ und verblüffend ähnliche Stimmen, wieso hört man davon nun nichts?
Nein, ich Sachen Charakteren setzt Folge 95 allen Junghexen-Folgen die Krone auf, außer Mania zu Anfang wirkt sonst niemand mit. Bibi, Schubia, Xenia und gleich noch zwei neue Junghexen, nämlich Collinia und Nastia.

Mit Manja Döring als Nastia und Ulrike Stürzbecher als Collinia hat man zwei namhafte Sprecherinnen für die neuen Junghexen gefunden. Ulrike Stürzbecher hat mir sehr gut gefallen, sie lässt Collinia sehr sympathisch wirken. Manja Döring haucht der eingebildeten und egoistischen Nastia Leben ein und das ebenfalls sehr gelungen. Da gibt es nichts zu meckern.
Ghadad Al Akel gibt wieder die gewohnt überzogene, unnötig auf cool getrimmte Schubia.
Mit Maria Koschny oder auch Xenia habe ich mich in dieser Folge erstmals so richtig beschäftigt und ich höre sie sehr gerne. Sie hat eine angenehme Stimme und außerdem hat man es bei dieser Junghexe geschafft, ihr Charakter zu verleihen ohne dabei irgendwie zu übertreiben. Es geht doch!

Es hätten gerade noch wirre, heulende Geräusche, Bremsenquietschen oder Ähnliches gefehlt und ich hätte wirklich gedacht, ich höre mir ein Computerspiel an. Gut, dass man davon abgesehen hat. Geräusche gibt es zwar, aber mager gestreut wie gewohnt. In diesem Falle bin ich froh darüber.

Das Cover gefällt mir ausnehmen gut. Das weite Meer im Hintergrund, die Insel, darüber die Möwen, doch das hat eindeutig etwas. Es wirkt hell und freundlich. Ebenso gefallen mir die großen Figuren von Bibi und Xenia.

Fazit:   Wie bereits gesagt: diese Folge hätte sich besser als Computerspiel geeignet als für ein Hörspiel. Außerdem zeichnet sich mit diesem „Nur Junghexen“ ein bedenklicher Trend der Serie ab. Die ursprüngliche Wichtigkeit der Eltern Blocksberg scheint allmählich verloren zu gehen.

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