Chronologie der letzten Tage (02) – Spur des Weihrauchs

Titel:   Chronologie der letzten Tage (02) – Spur des Weihrauchs / Verlag Pandoras Play / Laufzeit:   ca. 62 min / 20 Tracks / Sprecher:  Marco Göllner, Björn Bergmann, Katja Behnke, Werner Birk, Meike Sieveking, Annette Lindemann u.a.

Inhalt:  Andrea wacht auf. Max? Sitzt neben ihr auf dem Bett. Sie hat Fieber. Die Alpenluft wird ihr gut tun. Auf der Alm der Feldwablin kehren die Träume zurück, ein dunkler Gang, mit schwarzen Laken abgehängte Bilder. Bekannte Namen tauchen wieder auf: Graf Clodomir, Jelena. Die goldene Inschrift auf dem alten Grabstein weist den Weg in eine allzu lebendige Vergangenheit. Wer macht nachts Licht im Alten Haus? Und wohin führt die schwere Tür am Ende dieses langen Traums?


Teil 2 schließt beinahe nahtlos an seinen Vorgänger an und hält gleich zu Anfang eine große Überraschung für den Hörer bereit.
Die Geschichte spielt dieses Mal abseits von Freiburg, doch die wichtigsten Charaktere aus Folge 1 wie Max, Graf Clodomir, Jelena und Hermann sind wieder mit dabei.
Im Mittelpunkt steht jedoch Max‘ Freundin Andrea, die in dieser Folge das Grauen werwartet.
Somit steht „Spur des Weihrauchs“ dem ersten Teil in Sachen Gruselfaktor in nichts nach.
Zudem tun sich bereits hier erste kleinere Zusammenhänge auf ohne dass dabei aber die Spannung genommen wird. Am Ende der Folge steht man trotzdem noch bzw wieder mit einem ganzen Sack voll Fragen da und ich auf Teil 3 gespannt.

Was die Sprecher angeht, so sind hauptsächlich Björn Bergmann als Max und Meike Sieveking als Andrea zu hören. Beide sind der soliden Leistung aus Teil 1 treu geblieben. Nach wie vor klingen sie beide etwas zu „sauber“ und sorgfältig. Wirklich störend ist das zwar nicht, aber es fällt auf.
Auf die Bäuerin, auf deren Hof Max und Andrea Urlaub machen, trifft das Gleiche zu. Allerdings musste sich Annette Lindemann für diese Rolle obendrein auch noch einen bayerischen Dialekt zulegen und der hört sich nur mäßig echt an.
Werner Birk als Graf Clodomir darf natürlich ebenfalls nicht fehlen, doch seine Szenen sind relativ kurz. Zudem finde ich, dass sich seine gestelzte Art zu sprechen ein wenig gebessert hat.

Nun zum Knackpunkt der Folge: Musik und Geräusche.
Zwischen den Sprech-Parts und den musikalischen Zwischenstücken herrscht ein solcher Lautstärkeunterschied, dass man -statt entspannt zu hören- ständig am Lautstärkeregler dreht.
Ganz toll vorm Einschlafen: entweder man versteht so gut wie nichts, oder aber man sitzt senkrecht im Bett.
Die Lautstärke ist wirklich beachtlich. Wenn man die Sprecher normal versteht, zerreißt einem danach sicher ein Geräusch oder die Musik glatt das Trommelfell.

Wenn man auf Biegen und Brechen einen Zusammenhang zwischen Handlung und Cover  herstellen möchte, dann höchstens so: unheimliche Geschichte, düsteres Cover / Layout.
Nichtssagend bleibt es trotzdem, glühende Augen hin oder her.

Fazit:  Weiterhin eine sehr mysteriöse und schaurige Serie mit soliden Sprechern. In Sachen Abmischung ging die Sache hier allerdings derbe in die Hose.

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