Dorian Hunter (06) – Freaks

Titel:   Dorian Hunter (06) – Freaks / Verlag:   Zaubermond / Laufzeit:   ca. 74 min / 27 Tracks / Sprecher: Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Marco Göllner, Hans-Werner Bussinger, Hasso Zorn u.A.

Inhalt:   Der Dämonen-Killer Dorian Hunter hat mit dem FBI-Agenten Tim Morton einen weiteren Verbündeten im Kampf gegen die Schwarze Familie gewonnen.
In New York lernt Hunter, Mortons Gehilfen, die sogenannten „Freaks“ kennen – ausgestoßene Dämonen, die einst selbst der Schwarzen Familie angehörten.
Zwischen den Dämonen und den Freaks von New York herrscht ein brüchiger Waffenstillstand. Doch dann findet man einen toten Freak vor Hunters Hotelzimmer – und der unversöhnliche Hass der Ausgestoßenen finden ein neues Ziel…


Nach längerer Pause wegen Vertriebswechsels nimmt Dämonen-Killer Dorian Hunter mit Freaks seine Mission, die Schwarze Familie zu vernichten, wieder auf.
Doch die hat ihre Augen und Ohren überall und so lauert sie ihm natürlich auch in New York auf.
Zwei Punkte haben an dieser Folge für mich den größten Reiz ausgemacht.
Da ist erstens die überraschende Tatsache, dass es in Freaks so eine Art Erzähler gibt, und das ist niemand Geringeres als Frank Leary, ein Mitglied der Schwarzen Familie.
Gekonnt begleitet er die Geschichte, erzählt sie zwar nicht wirklich, aber er gewährt dem Hörer -oft mit nebulösen Umschreibungen- kleine Ausblicke auf das, was im Verlauf der Geschichte noch geschehen wird, erläutert Hintergründe und trägt damit ganz wesentlichen zur Spannung der Folge bei.
Der zweite Punkt ist die Einführung der Freaks, die ja weiterhin ein Teil der Serie sein werden.
Es gelingt der Geschichte ganz vortrefflich, den Hörer in Zweifel zu stürzen. Einerseits hat man Tim Mortons Wort, dass sie vertrauenswürdig sind, andererseits weiß man um ihre Vergangenheit in der Schwarzen Familie Bescheid und diese Tatsache alleine reicht schon dafür, dass man so seine Bedenken hegt.
Das Ende der Folge wartet mit einem typischen Hunter-Finale im großen Stil auf, alleine die Vorstellung von der Szenerie reicht aus um einem eine leichte Gänsehaut zu bescheren.
Doch dabei bleibt es leider auch, bei dieser leichten Gänsehaut.
Denn während es an Spannung wirklich nicht mangelt, so kommt richtiger Grusel leider nicht auf, das haben vorige Folgen deutlich besser gemacht.

Besonderes Lob bei den Sprechern gebührt zweifellos Hans-Werner Bussinger in der Rolle des Frank Leary. Seine Parts sind in einer arg überkandidelten Ausdrucksweise verfasst und er trägt sie mit einer geradezu bedrohlichen Ruhe und Betonung und einem irren Unterton vor, da horcht man sofort auf und weiß im gleichen Moment, dass von dieser Person große Gefahr ausgeht.
Zum übrigen Sprecher-Cast muss man eigentlich nichts weiter sagen, hier sind Profis durch und durch am Werk und das hört man in jedem Satz.
Neben Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues und Regisseuer Marco Göllner sind so bekannte Sprecher dabei wie beispielsweise Hasso Zorn, Oliver Rohrbeck, Marius Clarén und Eva Michaelis. Insgesamt eine Besetzung, nach der sich so manche andere Serie sicher alle zehn Finger schleckt.

Beim Soundtrack wurde bei Freaks auf gewaltige und imposante Musiken mit harten Klängen gesetzt und diese Untermalung passt einwandfrei zu der oft äußerst brutalen Handlung.
Zusammen mit den passend eingesetzten Effekten wird in dieser Hinsicht ganz großes Kino für die Ohren geboten.

Das Cover ist im gewohnten, düsteren Stil gehalten und lässt die kleine unförmige Gestalt des Freaks auf der leeren Straße und zwischen den Hochhäusern sehr verloren wirken.
Besonders gefällt mir hier der Schatten, den er wirft, denn die Kreuzform lässt ja schon wieder so manche Vermutung über seine Gesinnung zu. Sehr schöne Idee!

Fazit: Dadurch, dass einen ausgerechnet ein Mitglied der Schwarzen Familie durch die Geschichte begleitet und durch die andere Gewichtung, die hier mehr auf offene Brutalität als auf Grusel setzt, hat Freaks sein ganz eigenes, spezielles Flair, das auf diese Art ebenso eindrucksvoll ist wie das der vorigen Folgen. Auch hier bekommt man wieder eine hochspannende Folge geboten, die das hohe Niveau der Serie problemlos hält.

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