Dorian Hunter (07) – Amoklauf

Titel:   Dorian Hunter (07) – Amoklauf / Verlag:   Zaubermond / Laufzeit:   ca. 70 min / 26 Tracks / Sprecher: Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Sven Plate, Frank Gustavus, Brigitte Grothum, Konrad Halver, Mia Diekow u.a.

Inhalt: Auf der Jagd nach seinen verbliebenen dämonischen Brüdern verschlägt es Dorian Hunter nach Borneo, wo der angesehene Geschäftsmann Harry Richardson kürzlich in einem grausigen Amoklauf mehrere Menschen getötet hat. Dorian glaubt nicht daran, dass es sich um sonnlose Bluttaten handelt. Er vermutet eine gezielte Aktion der Schwarzen Familie und beginnt im Umfeld der Richardsons zu ermitteln. Doch da gibt es bereits den nächsten Amoklauf…


Diese Folge hat eine recht bewegte Vergangenheit hinter sich. In der alten Europa-Auflage war sie die letzte Folge der Reihe, der Roman zu Amok landete seinerzeit auf dem Index…
Da darf man gespannt sein, was das Zaubermond Verlag aus dieser Geschichte gemacht hat.
Alleine der Spielort, der Dschungel von Borneo, ist schon etwas sehr Exotisches, teilweise unerforscht, bewohnt von Menschen mit eigentümlichen Traditionen, das bietet dieser Folge schon mal eine ausgefallene Kulisse und die wurde gekonnt umgesetzt.
Die Geschichte an sich ist sehr spannend, die ganze Zeit hindurch hält sich die düstere, bedrückende Atmosphäre, die man von der Serie kennt, auf blutige Szenen muss man ebenfalls nicht verzichten, genauso wenig wie auf den vertrauten schwarzen und sarkastischen Humor. Außerdem wirken zwei Charaktere mit, die mir sehr viel Hör-Freude bereitet haben: Marvin Cohen, der maulfaule und zynische Agent von Secret Service und Dr. Hewitt, der der Schwarzen Familie angehört und einen bei jeder seiner Szenen das Schlimmste befürchten lässt.
Das Ende fand ich allerdings doch etwas arg schnell abgehandelt. Das ganze Hörspiel lang wird kontinuierlich Spannung aufgebaut, da erwartet man einfach auch ein imposantes Ende.
Doch wie gesagt, die finale Zeremonie und Hunters und Cohens Eingreifen gehen im Verhältnis gesehen zu schnell über die Bühne.

Dr. Jerome Hewitt wird von Sven Plate gesprochen und im ersten Moment dachte ich, Jay Lawrence von Point Whitmark als böses Mitglied der Schwarzen Familie, das würde ich Sven Plate niemals abnehmen können. Doch da habe ich mir geirrt. Seine ohnehin außergewöhnliche Stimme, in Kombination mit der hektischen Redeweise und unterlegt mit einem irren, gefährlichen Unterton, bereitet einem leicht eine Gänsehaut.
In der Rolle des Marvin Cohen ist Frank Gustavus zu hören und ich hoffe sehr, er bleibt uns in weiteren Folgen erhalten. Seine dunkle Stimme passt prima zum Charakter des Marvin Cohen, der keine sonderlich gute Meinung zur Menschheit hat und auch ausgesprochen kompromisslos ist.
Frank Gustavus und Thomas Schmuckert alias Dorian Hunter wäre ein interessantes und auch sehr unterhaltsames Doppel für die Serie.

In Sachen Geräuschkulisse gibt es weiterhin nichts auszusetzen. Die Geräusche des Dschungels wirken sehr authentisch und transportieren wunderbar die drückend schwüle Atmosphäre, voller geheimnisvollem Leben und so manchen schauerlichen Geheimnissen.
Musikalisch bleibt man weiterhin den harten, elektronischen Klängen treu, die einem  bereits vertraut und quasi ein Markenzeichen der Serie sind. Wie immer ergänzen sie die Handlung perfekt.

Das Cover gewährt einem einen Ausblick hinaus in Borneos Dschungel und auf eine Eingeborenen-Hütte. Das Symbol an der Hütte lässt leise erahnen, was einen in dieser Folge erwartet und so macht das Cover alleine einem schon den Mund wässrig.

Fazit:  Von dem kurz geratenen Finale mal abgesehen, bietet auch Folge 7 wieder alles, was man an dieser Serie mag: Grusel, Action, Spannung und coole, schwarzhumorige Sprüche.
Eine vergleichbare Hörspielserie will mir aktuell einfallen und mit Amoklauf verteidigt die Reihe ihre Pole-Position absolut souverän.

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