Elea Eluanda (018) – Die Tröstereulenprüfung

Titel:   Elea Eluanda (018) – Die Tröstereulenprüfung / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 35 min / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, u.a.

Inhalt:  Ezechiel ist in heller Aufregung: der Termin für seine Tröstereulenprüfung rückt immer näher. Dafür muss er jede Menge Lernstoff pauken. Außerdem leidet der Ärmste unter furchtbarer Prüfungsangst. Um ihn zu unterstützen, begleiten Elea und Ravi Zechy nach Arambolien. Ob sie ihm wohl helfen können, den offiziellen Titel „Tröstereule“ zu bekommen? Für Elea kleinen Tröster steht alles auf dem Spiel.


Die Elea-Reihe richtet sich ja -auch nach eigenen Angaben- an Kinder ab sieben Jahren, also Schulkinder.
Entsprechend gut finde ich es, dass in dieser Folge das Thema Prüfungsangst behandelt wird. Denn dieses Gefühl kennt man so richtig ja doch erst, wenn man in der Schule ist.
Ebenfalls sehr schön ist, dass Elea und Ravi dem kleinen blauen Tröster so sehr helfen und zur Seite stehen. So lernen die jungen Hörer, dass man sich jemandem anvertrauen und sich helfen lassen sollte, und dass sie nicht die einzigen sind, die Angst vor Prüfungen haben.
Diese guten Ansätze werden aber zum Ende hin alle wieder zunichte gemacht. Denn der Ausgang von Zechys Prüfung ist leider nicht so gelungen und da heißt es dann plötzlich, das sei ja gar nicht so schlimm, sie würden ihn auch alle ohne diesen Titel mögen.
Erstens, wieso wurde dann die liebe Folge lang ein Wirbel um die Prüfung gemacht? Dann hätte man auch von Anfang her sagen können: Zechy, wir tun alles um dir zu helfen, aber wenn du durchfällst, dann ist das auch nicht der Weltuntergang. Wäre auch nicht die schlechteste Botschaft gewesen.
Aber so plötzlich eine solche Aussage, eine, die sich zuvor nicht mal angedeutet hat, finde ich zweitens dann doch eher bedenklich. Denn im richtigen Leben kann man sich nach einer vermasselten Prüfung für ein „wir mögen dich trotzdem!“ auch nichts kaufen. Das mag trösten, aber durchs Leben kommt man damit eher weniger gut, Prüfungen muss man absolvieren und wenn man nicht besteht, dann kann das fatale Folgen haben.

In dieser Folge gibt es ein Wiederhören mit Horst Lampe in der Rolle des Uhu Uhuwitch und wie immer bin ich beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit die Sprecher der „Doppelrollen“ dieses Arambolisch sprechen. Als wäre es ganz normaler Text.
Ansonsten sind wieder alle Sprecher mit dabei, die diese Serie auszeichen: Giuliana Jakobeit, Tobias Müler, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, Uschi Hugo und Peter Groeger.

Wie gewohnt ist auch diese Folge in Sachen Geräusche und Effekte eine runde Sache. Hier und da eine kleine Melodie könnte der Reihe allerdings nicht schaden. Insbesondere wenn es wie hier ins Traumland Arambolien geht.

Das Cover ist sehr niedlich geraten mit dem traurigen Tröster und Elea, die nun IHN trösten muss. Ich fürchte allerdings, dieses Motiv verrät etwas zu viel über den Ausgang der Geschichte bzw Zechys Prüfung.

Fazit:   Das Thema an sich ist klasse, Prüfungsangst ist eine ganz gemeine Sache. Und sicher ist es auch wichtig zu wissen, dass man auch nach einer verhauenen Prüfung von Freunden, Eltern etc. noch gemocht wird. Aber es hätte ebenfalls in die Folge gehört, dass eine versägte Arbeit Konsequenzen haben kann und man sich deshalb das nächste Mal mehr anstrengen muss. Mit diesem „ach, darauf können wir doch pfeifen!“, wird eine falsche Einstellung vermittelt.

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