Grüße aus Gehenna (04) – Das Aussenseiter-Gen

Titel:   Grüße aus Gehenna (04) – Das Aussenseiter-Gen / VerlagPandora’s Play / Laufzeit:   ca. 78 min / Sprecher:   Katja König, Nils Hensel, Andreas Bötel, Marco Göllner, Karen Schulz-Vobach u.a.

Inhalt:   Mara versucht noch immer, die Wege der Magie zu ergründen, als zwei Neuankömmlinge Dornberg erreichen: die Schwestern Madame Phobia und Madame Deimia, ihre Zeichens mächtige Magierinnen.
Sie bieten sich Mara als Mentorinnen an – ein sehr verlockendes Angebot. Doch kann sie den beiden trauen, in einer Stadt, in der niemand ist, was er vorgibt, zu sein?


Jahre sind mit Hoffen und Bangen auf und um diese Serie ins Land gezogen, doch endlich ist sie da, die ersehnte Fortsetzung.
Sie setzt beinahe nahtlos am Ende der dritten Folge an und anfangs mag es kaum glauben, wie geradezu idyllisch es gerade in Dornberg mit Alex, Mara und Niko zugeht.
Doch die Ruhe währt nicht lange. Zum Einen ereignet sich ein weiterer Angriff höllischer Kreaturen auf die sympathischen Freunde und dann tauchen auch noch zwei seltsame Frauen in Dornberg auf, die einen bis zum Ende grübeln lassen, ob man ihnen trauen kann. Allerdings sind Madame Phobia und Madame Deimia (sehr schöne Namen übrigens) auch der einzig wirklich spannende Aspekt der Geschichte.
Mit allen anderen mysteriösen Ereignissen wie Maras Träumen, dem Buch ihrer Großmutter, Nikos seltsamem Verhalten und auch dem Ende der Geschichte scheint die Folge eher den weiteren Verlauf der Serie vorzubereiten. Wenn das zutrifft, warten da auf jeden Fall noch richtig gute Folgen auf den Hörer.
Aus der Sicht von Das Aussenseiter-Gen allerdings sind es eben nur Ansätze. Dazwischen plätschert die Geschichte ziemlich vor sich hin mit Maras Streit mit ihrer Mutter und der Beziehung zwischen Mara und Alex.
Insgesamt hatte ich mir da nach so langer Zeit schon etwas mehr von dieser Folge versprochen.

Natürlich sind Nils Hensel (Alex) und Katja König (Mara) und Andreas Bötel (Nikodemus) wieder mit dabei und für mich zählen sie zu den besten Sprechern bei Pandora’s Play.
Zwar klingen sie hier und da immer noch etwas angestrengt, aber sie sind unüberhörbar mit Begeisterung bei der Sache und das reißt diese paar Sätze allemal raus. Für mich wirken sie dadurch nur noch sympathischer.
Mit Karen Schulz-Vobach hat man dagegen eine Meisterin ihres Faches „ins Boot“ geholt und entsprechend souverän und wunderbar undurchschaubar spricht sie die Doppelrolle der Madame Phobia und Madame Deimia.
Auf der Seite der „Bösen“ hören wir Marco Göllner als Martin Azred und Michael O’Brien als Herr Skrietsch. Für mich hätten die beiden ruhig etwas mehr zu sagen haben dürfen, denn sie bringen diese beiden Charaktere einfach genial rüber.

In Sachen Musik hat Das Aussenseiter-Gen bei mir voll punkten können. Ein atmosphärischer und mystischer Klangteppich dringt hier aus den Lautsprechern mit düsteren Melodien, kriechenden Sounds und exotischen Musiken. Eine Mischung, die dem Hörer eine Gänsehaut beschert und Gehenna praktisch greifbar macht. Einfach top! Bei den Effekten hat man sich bei Pandora’s Play ebensoviel Mühe gegeben, auch sie können auf ganzer Linie überzeugen.

Das Cover, nun, mir gefällt es. Die Grautöne wirken kalt und die feuerrote Kutte mit den Drahtfingern über der verwüsteten Stadt bringt nicht nur einen wirkungsvollen und herben Kontrast ein, sondern kommt auch angemessen unheimlich und bedrohlich rüber.

Fazit:   Auch wenn ich mir etwas mehr von dieser Folge erhofft hatte, so bleibt es doch dabei: Grüße aus Gehenna ist aktuell die einwandfrei beste Serie, die Pandora’s Play produziert.
Fans der Reihe kommen hier wieder voll auf ihre Kosten und sollten unbedingt zugreifen.

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