Mark Brandis (09) – Raumsonde Epsilon ( 2 / 2 )

Titel:   Mark Brandis (09) – Raumsonde Epsilon ( 2 / 2 ) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 61  min / Sprecher:  Michael Lott, Michael Pan, Wolf Frass, Tomasina Ulbricht, Christine Mühlenhof, David Nathan u.a.

Inhalt:   2125: Mark Brandis und die Besatzung seiner Hermes sind von ISIDOR entkommen und auf dem Weg zur rätselhaften »Büchse der Pandora«. Major Young kommt an Bord, doch auch seine Gegenwart kann die Hermes nicht davor bewahren, dieses Mal einem Geschwader der Republiken in die Hände zu fallen. Während die Crew gefangen auf dem Jupitermond Kallisto auf ein Wunder wartet, bahnt sich eine Begegnung an, die die Geschichte der Menschheit in andere Bahnen lenken könnte…


Mit meiner Ahnung, dass es im zweiten Teil dieser Doppelfolge wieder etwas mehr „zur Sache“ gehen würde, war soweit ganz richtig. Zwar nicht unbedingt in Sachen Action, aber inhaltlich auf jeden Fall. Das Thema um die Raumsonde, eine außeridische Intelligenz, rückt in den Vordergrund. Denn solch eine Entdeckung ruft natürlich nicht nur bei Brandis und seiner Crew Interesse hervor, sondern auch bei den Republiken und jederlei zwielichtigen Weltraumbewohnern. So hat diese Folge hauptsächlich einen politischen Hintergrund. Mark Brandis und seine Leute geraten erneut in Gefangenschaft, sie müssen große Verluste hinnehmen und sich mit Erpressungen und Drohungen auseinandersetzen, das alles sorgt für durchgängige Spannung Erst das „Zusammentreffen“ mit der umkämpften Raumsonde steuert noch einen weiteren Aspekt hinzu, denn die Raumsonde besitzt eine ganz besondere Eigenschaft. Der vermeintliche Gegner ist in der Lage, sich in Menschen einzufühlen und ihnen beispielsweise selbstlos Schmerzen zu nehmen. Das ist mal wieder so typisch für diese Reihe, dieser Blickwinkel auf die Menschen, und dennoch überrascht es mich immer wieder auf’s Neue. Vermutlich, weil andere SF-Serien darauf am wenigsten achten. Das Ende dann hat mir besonders gefallen, einfach weil es so zwingend logisch ist. Eine andere Lösung konnte es gar nicht geben…

Ich könnte jetzt wieder Tomasina Ulbricht vorbringen, als einzige Sprecherin, die mit dem Rest der Truppe nicht so richtig mithalten kann. Aber das habe ich schon bei den vorigen beiden Folgen breit ausgewalzt, also lasse ich es hier mal sein und sagte stattdessen, dass ich sie in ihrer Rolle als Dr. Wolska trotzdem sehr mag, denn sie klingt einfach total sympathisch. Und mir zumindest ist das deutlich wichtiger als eine 100% passende Betonung und all das, woran man die Sprecherleistung so gerne festmacht. Wieder mit dabei ist David Nathan als Grischa. Ich habe mich wirklich gefreut, dass er wieder zurück in der Serie ist und ich hoffe er bleibt es, denn mit seiner Stimme macht er mir Grischa zu einem ganz speziellen Charakter in der Truppe.
Ein dickes Lob gibt es für Dorothea Anna Hagena, die die Raumsonde spricht…so sonderbar das klingt. Natürlich ist ihre Stimme verfremdet, mit Hall unterlegt und auf ganz besonders weich getrimmt, aber die Sprechweise geht halt auf Dorothea Anna Hagena zurück und ich muss sagen, ich hätte ihr noch ewig lange zuhören können.

Ein wie gewohnt eindrucks- und wirkungsvoller Soundtrack begleitet auch diese Geschichte. Hier kommt Weltraumatmosphäre vom ersten Moment an auf, was neben der Musik aber auch den Geräuschen zuzuschreiben ist.

Die Raumsonde erinnert schon sehr an einen futuristischen Pilz oder eine groß geratene Qualle. Und auch wenn sie so auch in der Geschichte beschrieben wird -mit diesen Tentakeln- so wirkt sie auf dem Cover schon etwas arg schlicht erdacht. Trotzdem, die kleine Raumsonde daneben veranschaulicht die Größenverhältnisse sehr deutlich und Dank dem düsteren Stil des Motivs wirkt beides zusammen schon recht bedrohlich.

Fazit:  Komplexer und noch spannender als der erste Part des Doppels. Raumsonde Epsilon ist erneut eine äußerst gelungene Doppelfolge. Diese Reihe gehört ins Regal eines jeden SF-Fans.

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