Point Whitmark (21) – Gefahr am schwarzen Wasser

Titel:   Point Whitmark (21) – Gefahr am schwarzen Wasser / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 52 min / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Jürg Löw, Sabine Mazay, Werner Ziebig, Karl Schulz  u.A.

Inhalt:   Ein Wettbewerb unter Erfindern verwickelt Jay, Tom und Derek in ein heimtückisches Mordkomplott. An der Seite von Professor Muriel van Hoogen reisen sie zum entlegenen Marquinha-Anwesen. Hier fürchtet nicht nur die Lady des Hauses um ihr Leben!
Welches Rätsel umgibt den streng bewachten Raddampfer, der vor neugierigen Blicken verborgen am Waldrand vor Anker liegt? Und wer kann der blutrünstigen Bestie Einhalt gebieten, die des Nachts dem schwarzen Wasser entsteigt? Das Versteck in absoluter Finsternis konfrontiert die Jungen schließlich mit der unersättlichen Gier des Chupacabra…


Ein echsenartiges Ungeheuer ist es also dieses Mal, womit die drei Jungs von Leuchtturm es zu tun bekommen.
Grundsätzlich geht die Folge schon in Ordnung. Wie in dieser Folgenhöhe üblich geht es unheimlich und düster zu, es gibt einige schaurige Szenen, von denen vor allem die unter dem Wassertank zu erwähnen ist.
Außerdem ist es spannend und auch der Humor kommt in der Folge nicht zu kurz. Hier trifft man wieder auf so manchen skurrilen Charakter, einige lockere Sprüche bekommt man ebenfalls zu hören und vor allem hat die inzwischen legendäre Kröte ihren ersten Auftritt. Dereks Verhältnis zu diesem ungewöhnlichen Tier ist…sagen wir mal, sehr angespannt und das ist für so manchen Lacher gut.
In Sachen Action gibt es am Ende eine klasse Szene, die für mich einer der Höhepunkte der Folge ist. Und das nicht nur, weil ich ein großer Fan von Derek bin 😉
Man ahnt es vielleicht schon, da bahnt sich noch ein großes Aber an. Und hier ist es: die Folge ist nämlich reichlich wirr. Ein geheimnisvolles Anwesen mit seltsamen Bewohnern, ein Erfinder-Wettkampf, ein mexikanisches Mythen-Monster, ein Raddampfer mit einem Casino an Bord…wenn man das so hinter einander hört, dann will und will einem kein Zusammenhang deutlich werden. Und genau das reißt die Folge dann deutlich runter, denn alles wirkt einfach lieblos zusammengeschustert.

An der Sprecherriege gibt es dagegen wie gewohnt nichts auszusetzen. Mit Astrid Bless  hat man eine Sprecherin gefunden, die prima die abgehobene und auch affektierte Lady Marquinha rüberbringt, die einem aber dennoch nicht unsympathisch ist.
Ihr Mann dagegen, gesprochen von Uli Krohm, wirkt da schon deutlich furchteinflößender und dabei hat er gar nicht so viel zu sagen. Doch in Uli Krohms Stimme liegt eine so dunkle, unterschwellige Bedrohlichkeit, dass schon diese wenigen Sätze reichen.
Sven Plate, Kim Hasper und Gerrit Schmidt-Foss sind wieder mit der gewohnten Begeisterung und hörbarer Motivation dabei, und auch Jürg Löw als Erzähler liefert erneut erstklassige Arbeit ab.

In Sachen Musik und Effekte gibt es genauso wenig zu beanstanden. Düstere, stimmungsvolle Melodien, kombiniert mit den so typischen und lieb gewonnen Point Whitmark – Klängen, das ergibt eine absolut runde Sache. Die Geräusche klingen durchweg authentisch und so ist man quasi immer mitten drin im Geschehen.

Das Cover gehört zu meinen Favoriten der Serie. Die dunkle Gestalt im wilden Wasser, so nahe am gefährlichen Schaufelrad eines Dampfers, das sieht schön bedrohlich aus und so mag ich das bei den Point Whitmark – Covers. Dazu die gelungene Kombination aus dunklen und sehr kräftigen Farben, so sind diese Cover einfach immer ein Hingucker.

Fazit:    Ich bin Fan der Serie und höre die Folge hin und wieder ganz gerne. Für Fans geht sie also schon in Ordnung gehen. Doch mehr eben auch nicht, was hauptsächlich an der wilden Mischung verschiedenster Aspekte liegt, die einfach nicht so recht zusammenpassen. Ich denke, es wurde an diesem Punkt Zeit für die Serie, sich wieder darauf zu besinnen, was sie früher einmal war. Nämlich eine Krimi-Reihe für Kinder, in der die Fälle der drei Freunde im Mittelpunkt standen und nicht der Grusel-Aspekt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: