Point Whitmark (27) – Eiland der Gespenster

Titel:   Point Whitmark (27) – Eiland der Gespenster / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 57 min / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Heinz Ostermann, Melanie Hinze, Jürgen Kluckert, Marius Götze-Claren u.A.

Inhalt: Der dichteste Nebel seit 30 Jahren sucht die Küste heim. Ausgerechnet jetzt werden Jay, Tom und Derek auf den Friedhof bestellt. Vater Callahan braucht ihre Hilfe. Furchtbare Heimsuchungen plagen den alten Eldridge Buchanan, und der katholische Geistliche hat sich vorgenommen, Licht in das Dunkel zu bringen.
Doch die Mächte der Finsternis sind am Werk.
Was verbirgt sich hinter der geisterhaften Erscheinung am Ufer des Lake Eryn? Ist es die Seele der Toten, die keinen Frieden finden kann? Im Schatten der Staumauer erblicken die Jungen die weiße Frau…


Mit Eiland der Gespenster bekommt man nun schon die zweite Folge hintereinander zu hören, die nicht direkt in Point Whitmark spielt, sondern in der nicht mehr so ganz nahen Umgebung, nämlich am Lake Eryn.
Mich hat diese Folge sehr überrascht.
Warum?
Weil ich erstens nicht gedacht hätte, dass sich die Serie mal einiger Aspekte bedienen würde, die man auch aus diversen anderen Hörspielen kennt: ein dichter Nebel, eine unheimliche Insel und gespenstische Erscheinungen…allesamt nichts Neues.
Und weil ich zweitens niemals davon ausgegangen wäre, dass solch eine Folge trotzdem funktionieren kann.
Was Eiland der Gespenster hauptsächlich rausreißt und sie zu einer ordentlichen Folge der Reihe macht, das ist der Gruselfaktor. Hier bekommt man so manche Szene geboten, die einem eine schöne Gänsehaut verursacht, klasse!
Aber auch alle anderen Facetten, die man an der Serie mag, kommen nicht zu kurz. So ist der Fall spannend, bietet aufregende Action  und auch der typische Humor fehlt nicht.

An der Sprecherbesetzung gibt es wie gewohnt nichts auszusetzen.
Es ist schon bemerkenswert, mit welch hörbarem Spaß an der Sache Sven Plate, Kim Hasper und Gerrit Schmidt-Foss dabei sind.
Besonders habe ich mich über ein Widerhören mit Heinz Ostermann alias Vater Callahan gefreut. Er spricht den gewitzten, cleveren Geistlichen so toll, dass es eine Freude ist, ihm zuzuhören.
In weiteren Rollen sind u.A. Melanie Hinze, Jürgen Kluckert und Marius Götze-Claren zu hören und wie bei diesem Namen gar nicht anders zu erwarten, liefern sie alle einen super Job ab.

Die Musik und Geräuschkulisse können sich durchweg hören lassen und sorgen maßgeblich für die gespenstische, mysteriöse Atmosphäre dieser Folge.
Gestört hat mich dagegen das Lautstärkeverhältnis an manchen Szenen. So ist Vater Callahans Gespräch mit Eldridge Buchanan im nebligen Kirchpark so leise, dass ich es beim abendlichen vor-dem-Einschlafen-Hören mit entsprechend gedämpfter Lautstärke überhaupt nicht verstanden habe.
Und selbst bei Tag in normaler Lautstärke kam bei mir da kaum mehr als ein Murmeln an.
Dreht man dann noch lauter um mehr zu verstehen und ist nach dieser Szene nicht schnell genug am Regler, dann brüllt einen die folgende Szene regelrecht an.
Das gleiche gilt auch für die nächtliche Szene im Garten von Buchanans Anwesen.

Das Cover zeigt die Staumauer, die ich vor dem Hören nicht als eine solche erkannt habe, im Hintergrund die unheimliche Insel und sogar der Nebel ist wunderbar eingefangen.
Insgesamt also wieder ein schönes, gelungenes und stimmungsvolles Cover.

Fazit:   Die neblige Szenerie, eine Gespenstererscheinung…das ist nicht gerade innovativ. Für Fans der Serie ist diese Folge aber dennoch ein Muss und ich bin mir sicher, sie werden ihre Freude daran haben, denn in Sachen Grusel und Spannung kann die Folge eindeutig punkten. Für mich darf es aber in den nächsten Folge gerne mal wieder zurück zum Leuchtturm gehen.

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