Benjamin Blümchen (11) – …auf dem Mond

Titel: Benjamin Blümchen (11) – …auf dem Mond  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher:   E. Ott, F. Schaff-Langhans, Sigrid Lagemann, Hellgerd Bruckhaus, Edith Elsholtz, Wilfried Herbst, Otto Czarski u.A.

Inhalt: In einer Sommernacht schaut Benjamin zum Mond hinauf. Er kann nicht glauben, dass Augen, Nase und Mund nur Gebirge und Täler sein sollen. Am liebsten würde er hinauf fliegen und nachschauen. Da erfährt er von seinem Freund Otto, dass gerade neue Astronauten gesucht werden. Benjamin beschließt, sich zu melden.


Wenn man es genau betrachtet, dann ist diese Folge der Grund dafür, dass ich ein kleines Faible für Science Fiction habe, soweit man das so nennen kann.
Der letzte Mensch war 1972 auf dem Mond, aber 1980 war dann also Neustadts Elefant dort.
Zugegeben, die Geschichte ist selbst für diese Hörspielreihe sehr weit hergeholt. Ein Elefant im Astronautentraining, ein Elefant auf dem Mond, sonderbare auf dem Mond gestrandete Menschen und tierische Lebewesen…horrender Quatsch!
Was aber macht dann den Charme der Folge aus?
Sie ist wunderbar phantasievoll, besonders was Benjamins überraschende Begegnung dort oben anbetrifft, bis auf eine Ausnahme (Benjamins Frau Leila) durchweg sehr liebenswerte Charaktere und außerdem gibt es auch etwas zu lernen. Beispielsweise, dass es gar nicht so leicht ist, Astronaut zu werden, dass man viele Tests bestehen muss und dass man sich auf dem Mond anders bewegt. Vielleicht sind noch die Mondhunde, die Kloinks, aufgrund ihrer piepsigen Stimmen für den einen oder anderen nervig, aber ich kann die beiden ganz gut ertragen, zumal sie einfach lustig und nett sein.
Wie erwähnt ist in dieser Folge Benjamin Frau Leila mit dabei, das zweite und auch letzte Mal, in den nächsten Folgen ist von ihr keine Rede mehr. Nachdem sie aber in Folge 7 wirklich wichtig war, trägt sie hier zur Handlung nun nichts Erwähnenwertes bei. Daher empfinde ich es nicht unbedingt als Verlust, dass sie danach aus der Serie verschwand.

Barbara Blocksberg arbeitete also mal für die Neustädter Raumfahrtbehörde. Das möchte man wenigstens glauben, wenn man ihr hier in der Rolle der Frau Dr. Weiss hört, die Benjamin durch das Training schleust und per Funk auf seiner Mission begleitet. Der Gedanke an Frau Blocksberg verflüchtigt sich allerdings recht schnell, denn als Frau Dr. Weiss klingt Hallgerd Bruckhaus viel strenger, ernsthafter und auch würdiger.
Edith Elsholtz spricht die zweite Dame mit Titel in dieser Folge, die Frau Professor Elisabeth Kreischner-Habernoll. Ihre Stimme mag ich ganz besonders, sie klingt so sympathisch, nett und liebenswert, man muss sie einfach mögen.
In den Rollen ihrer Mondhunde sind Wilfried Herbst und Otto Czarski zu hören, kaum zu glauben, wenn man es im Inlay nicht nachlesen könnte. Ihre Stimmen hat man damals kräftig durch einen Verzerrer geschickt. Wie erwähnt, mancher mag sie als nervig empfinden, die Gefahr besteht.

An Geräuschen gibt es nicht viel zu hören in dieser Folge, die meisten noch als Benjamin in der Rakete sitzt, funkt oder später bei der Wasserung. Nichts Dolles, aber es passt und reicht auch.

Ein Blick auf die verschiedenen Auflagen-Covers lohnt bei dieser Folge mal wieder besonders. Weniger wegen Benjamin, viel mehr wegen Frau Professor Elisabeth Kreischner-Habernoll und ihren Mondhunden. Letztere machen von der ersten bis zur aktuelle Auflage bemerkenswerte Wandlungen durch. Vom Tiger, über Eichhörnchen bis hin zu Hunden mit buschigem Eichhörnchenschwanz. Aber auch ihr Frauchen sieht immer anders auf. Bei der Erstauflage gleicht die Karla Kolumna, auf dem der zweiten Auflage einer netten alten, Hexe (ich liebe ihren skeptischen Gesichtsausdruck bei Benjamins Anblick), auf dem der dritten Auflage sieht sie um Jahre jünger aus und als ob sie gerade auf Safari wäre, auf dem Cover der aktuellen Auflage könnte man sie für eine Kollegin von Benjamin halten, denn hier trägt sie einen Astronautenanzug und ein Goldfischglas auf dem Kopf.
Apropros Kopf…wieso eigentlich muss Benjamin ab der zweiten Auflage sogar unter dem Helm eine Mütze tragen?

Fazit:   Eine Geschichte, die zum Träumen einlädt und bei Kindern eine Vorliebe für Science Fiction wecken kann.

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