Bibi Blocksberg (12) – …hat Geburtstag

Titel: Bibi Blocksberg (12) – …hat Geburtstag / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 33 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Natascha Rybakowski, Kurt-Otto Fritsch, Edith Teichmann u.A.

Inhalt:   Bibi Blocksberg wird 13 Jahre alt und darf eine richtige Geburtstagsfete machen. Nicht so mit Kaffee und Kuchen und Eltern, nein, mit Freunden und toller Musik. Bibi freut sich riesig. Es kommen so viele, dass die Wohnung bald zu eng ist. Das ist ein Spaß! Nur die Musik ist ein bisschen zu laut und bald steht der Hausmeister vor der Tür.


Bibi wird 13, ein richtiger Teenager also, und wie jeder bald richtige Teenager ist sie der Meinung, sie sei nun fast erwachsen und das müsse zünftig gefeiert werden.
Mir gefällt es immer wieder sehr, wie aufgeregt die kleine Hexe ist, welche Pläne sie für die Feier schmiedet, wie sie unzählige Leute einlädt, da kommt viel echte Vorfreude beim Hörer an und das überzeugt auf ganzer Linie.
Ebenfalls schön ist, dass die Eltern die Fete erlauben und sich während der Zeit verziehen. Das würde sich vermutlich so manche 12jährige für ihren Geburtstag wünschen. Vielleicht hilft die Folge den Eltern da etwas auf die Sprünge.
Die Fete an sich ist aus heutiger Sicht ein einziger Spaß. Bibi gefallen alle Geschenke, obwohl es „nur“ Schokolade, ein Buch über Indianer und schließlich der Kassettenrecorder sind. Wenn die Kids von heute mal auch so bescheiden wären. Dann ist da natürlich die tolle Musik und -was mich immer wieder begeistert- die Essenswünsche von Bibis Gästen. Heute feiert man bei McDonald’s und wenn schon zu hause gefeiert wird, dann wir der Grill angeschmissen oder ein Pott mit Spaghetti oder Würstchen auf den Herd gestellt. Wonach gelüstet es dagegen Bibis Gästen? Nach Schweinebraten, Eiersalat, Apfelschmalz, Leberwurst, sehr solide erzogen die Bande. Mit der Szene der verhexten Hausmeistersleute kann ich dagegen nichts anfangen, ich finde es immer albern, wenn Erwachsene zu Kindern gehext werden und die verzerrten Stimmen hier tun den Rest dazu.
Lediglich die Aussage der Hausmeisterin vor dem Verhextwerden gibt mir immer wieder zu denken. Sie hat ihren Mann die Treppe rauf-, aber nicht wieder runtergehen sehen und mutmaßt, er sei durch die Hintertür in die Kneipe entwischt. Das ist ein Hochhaus, da gibt es im ersten, zweiten, dritten bis 20. Stock sicher keinen Hinterausgang. Der wird ganz unten sein und egal, wo Hausmeisters wohnen, der Mann hätte an seiner Tür vorbeigehen müssen, denn Blocksberg wohnen ja über ihm.
Dafür wird es dann auf dem Sperrmüll wieder so richtig lustig. Göttlich, wie Bernhard bettelt und gesteht, die Möbel seien noch nicht mal bezahlt und wie die betrunkenen Müllmänner dann einlenken. Erstaunlich nur, dass sie die Möbel schon als Geschenk für ihre Frauen eingeplant hatten. Ich wüsste nicht, dass die Leute vom Sperrmüll sich aus dem Kram einfach so was aussuchen dürfen. Aber vielleicht ist das in Neustadt anders.

Hausmeister Schulze wird von Kurt-Otto Fritsch gesprochen und klingt passend zur Rolle ausgesprochen böse. Ihm zur Seite in der Rolle seiner Frau ist Edith Teichmann zu hören und wenn man ihr so lauscht, dann kann man durchaus nachvollziehen, dass ihr Mann sich häufig klammheimlich in die Kneipe verzieht. Sie klingt sehr herrisch und schnippisch.
Bibis Geburtstagsgäste werden durchweg von typischen Kiosk-Kindersprechern gesprochen, sie alle aufzuzählen würde zu weit führen. Florian Hollfelder alias Joachim möchte ich dennoch erwähnen, zumal ich seine Stimme zwar sehr mag, aber immer wieder finde, dass er viel zu alt für seine Rolle klingt.

Musik. Musik ist auf jeder Fete ein wichtiges Thema, so auch bei Bibi. Darüber, was hier als „wow, das geht in die Beine“ präsentiert wird, lässt mich immer wieder lachen. Denn selbst 1983 klang Partymusik sicher schon sehr anders. Bibis Partymusik ist eigentlich überhaupt keiner Zeit zuzuordnen, für meine Begriffe ist das nicht mal richtige Musik. Umso überraschender, dass über die ganze Party hinweg kein anderes „Lied“ läuft, es gibt nur dieses eine in verschiedenen Variationen.

Bei den Covers sind mehrere Dinge besonders auffällig. Erstens wäre da die Darstellung von Bibis Gästen. Während es auf dem Cover der Erstauflage tatsächlich nach der irren Fete aussieht, bei der es drunter und drüber geht, machen die anderen Covers einen deutlich ruhigeren Eindruck.  Dann wäre da Bibis Kleidung. Bei der Erstauflage sieht es durchaus nach einem Kleid aus, auf den übrigen Covers ähnelt es dann mehr und mehr einem Bademantel. Und letztlich wieder mal die Verpflegung. Was hat auf den Covers der neueren Auflage bitte der in der Folge ausdrücklich verachtete Kuchen zu suchen?

Fazit:   Ein sehr vergnügliches Geburtstagsfest, bei dem ich immer wieder gerne Gast bin.

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