Bibi Blocksberg (14) – …in Amerika

Titel: Bibi Blocksberg (14) – …in Amerika / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 37 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Inken Sommer, Joachim Pukaß, Daniela Strietzel u.A.

Inhalt:   Bibi fliegt nach Amerika. Ihre Brieffreundin Carolyn hat sie eingeladen. In New York wird sie sehr lieb empfangen. Doch als sie erzählt, sie sei eine Hexe, denken alle, die hätte einen kleinen Tick. Da lässt sich Bibi natürlich ein paar tolle Hexereien einfallen. Und damit nicht genug, ganz Amerika bringt sie in Aufregung.


Ich kann mich seit je her nicht entscheiden, ob ich dieser Folge mag oder eben nicht.
Da ich totaler Amerika-Fan bin, freut es mich natürlich, dass Bibi ausgerechnet dort hin reist, denn ansonsten kommt sie ja aus Neustadt und Umgebung nur sehr selten heraus.
Mir gefällt auch die Beschreibung von Amerika, wenn sie auch so typisch ist, dass es schon fast weh tut: Mr. Alles Wagen ist ein richtig großer Schlitten, in der Küche der Allens ist alles automatisch, in jedem Zimmer steht ein Fernseher, zum Essen gibt es ein Brot mit Ahornsirup usw. So stellt man sich doch als US-TV-Serien verkorkstes Kind die Staaten vor.
Soweit ist für mich dennoch alles in Ordnung. Allerdings finde ich auch, dass in der Folge eigentlich reinewegs nichts passiert. Bibi kommt nach Amerika, muss erstmal beweisen, dass sie tatsächlich eine Hexe ist, und als sie sich eines morgens langweilt, da haut sie auf Kartoffelbrei ab und hext recht unsinnig drauf los: ein Feuerwerk für die Freiheitsstatue und einen Gruß an Amerika und die ganze Welt in den Himmel.
Aufregung herrscht zwar, doch die Allens fangen ihren wild gewordenen deutschen Gast zügig wieder ein und bringen ihn nach Hause.
Erstaunlich auch, dass Bernhard und Barbara gleich nachdem sie von Bibis Treiben in New York gehört haben, schon im Flieger sitzen. Schließlich heißt es schon vor Bibis Reise, dass diese sehr teuer sei. Und auch wenn Bernhard sich beklagt, aber das Geld ist scheinbar doch da. Vermutlich hat das CIA Bibis Hexereien für einen terroristischen Akt gehalten, Bibis Identität ermittelt und ihre Eltern einfliegen lassen.

Carolyn wird von Daniela Strietzel gesprochen, einem seltenen Gast in Kiosk-Serien und überhaupt in Hörspielen. Schade, denn ich mag ihre Stimme eigentlich sehr gerne, die klingt wunderbar frech und pfiffig, so hätte sie bestimmt auch noch in andere Folgen gepasst.
Inken Sommer als Mrs. Allen dagegen ist ein „alter Hase“ im Hörspielbereich und Joachim Pukaß ist ja sowieso aus den Reihen Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg kaum wegzudenken. Für seine Verhältnisse ist die Rolle des Mr. Allen noch eine seiner ruhigsten, sonst kennt man ihn viel aufgedrehter.

Was die Effekte anbetrifft, ist mir eines besonders aufgefallen. Als Carolyn durch die vielen Fernsehsender schaltet, gelangt sie irgendwann zu einem Sender, der dauernd Western zeigt.
Die Western-Tomspur, die man hier hört, ist ein Ausschnitt aus dem Westernfilm von Folge 13 – Ein verhexter Sonntag.

Bei allen Covers wurde das Prinzip beibehalten: Bibi im Vordergrund, im Hintergrund und stets nur stilisiert die Skyline Manhattans, in der die Freiheitsstatue sonderbarerweise höher ist als die Wolkenkratzer.

Fazit:   Die Folge ist wohl einfach reine Geschmackssache. Dem einen gefällt sie, der andere kann damit nichts anfangen. Ich kann beide Seiten nachvollziehen und mich immer noch nicht entscheiden.

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