Meteor Horror (02) – Aliens in Raven Rock

Titel:   Meteor Horror (02) – Aliens in Raven Rock / Verlag:   Meteor / Laufzeit:   ca. 77 min / Sprecher:   Sabine Paas, Marcia Golgowski, Thomas Kuhl, Sabine Misiorny, Jan Wiesemann, Peter Wagen

Inhalt:   Die attraktive Bauzeichnerin Jody Delaney möchte mit ihrer Freundin Kim Carvello ein paar erholsame Tage in Raven Rock auf dem Land verbringen. Doch als sie die Kleinstadt in West Virginia erreichen, scheint diese völlig ausgestorben zu sein! Aber sind Jody und Kim hier wirklich ganz alleine?
Die beiden jungen Frauen ahnen nicht, welches Grauen sie erwartet, als plötzlich ein fremdartiges Wesen auftaucht und auf sie zukommt…


Aliens in Raven Rock war meine erste Begegnung mit der Horror-Serie von Meteor. Da mich der Titel dieser Folge besonders ansprach, habe ich mir erlaubt, eine Serie auch mal mit Folge 2 zu beginnen. Die Serie sei Trash, hieß es überall. Also dachte ich mir, dann nimmst du dir die Folge einfach mal zum Einschlafen vor, kann ja so schlimm nicht werden.
Wurde es auch nicht, aber einschlafen konnte ich dabei dennoch nicht. Die Geschichte mag nichts Neues sein: in einem Nest irgendwo auf dem Land in den USA sind Außerirdische gelandet. Sie haben finstere Pläne und nehmen dafür auch Tote in Kauf. Jody und Kim, die in dem Ort Verwandte von Jody besuchen wollen, kommen ihnen auf die Spur und geraten in Lebensgefahr.
Kennt man, oder?
Trotzdem ist die Folge spannend und an mehreren Stellen sogar richtig gruselig, wie es sich für ein Hörspiel aus einer Reihe erwarten darf, die sich Horror-Serie nennt. Die Abgeschiedenheit des Schauplatzes sorgt zusätzlich für ein bedrückendes Gefühl von Verlassenheit, es ist einem beim Hören stets klar, dass Jody und Kim so schnell niemand zu Hilfe kommen wird.
Und so ganz nebenbei gibt es hier und da sogar etwas zum Lachen

Die Sprecher sind das größte Manko des Hörspiels. Die beste Leistung erbringt noch Sabine Paas in der Rolle der Jody Delaney. Sie klingt selbstbewusst und burschikos und man kommt schnell zu dem Schluss, das sie noch am ehesten lebend aus der Misere herauskommen wird.
Allen anderen Sprechern wie Marcia Golgowski (Kim), Thomas Kuhl, Sabine Misiorny, Jan Wiesemann und Peter Wagen kann das leider nicht bescheinigen. Sie klingen viel zu oft viel zu aufgesetzt, betonen falsch oder wirken unangemessen gelangweilt.
Einen Klang beherrschen sie aber alle, den des Entsetzseins. Und deshalb haben sie es trotz der sonst so hölzernen Darbietung geschafft, dass ich mich beim Hören der Geschichte durchaus gegruselt habe.

Die Musik ist zwar schlicht, aber sie wurde an den richtigen Stellen eingesetzt und gibt dem Hörspiel noch zusätzlich den Anstrich einer gruseligen Geschichte.
Mit Geräuschen wird ziemlich gegeizt, was mich aber nicht gestört hat, eher im Gegenteil. Als Jody und Kim zum Beispiel das erste Mal auf einen Alien treffen, ist von dem außer einem hellen Klickern nichts zu hören, man hat nur die einfach Beschreibung der Freundinnen und ihre entsetzten Stimmen. Da bleibt viel Spielraum für eine eigene Vorstellung und die fällt durchaus schaurig aus.

Das Cover wird der Bezeichnung Trash sicher gerecht. Die Darstellung einer schreienden Person in einem Taucheranzug wirkt aber angemessen unheimlich. Dafür sehen die Aliens eher aus wie Quallen und somit recht harmlos.
Der Innenteil vom Cover ist wiederum richtig gut gelungen mit einer Landkarte von der Gegend um Raven Rock und einer Vorstellung der übrigen Folgen der Serie.

Fazit:   Eine spannende Mischung aus Science-Fiction, Grusel und Action, die zu unterhalten weiß. Ich empfehle, sie im Dunklen zu hören, da wirkt die Atmosphäre am besten.

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