Point Whitmark (05) – Tief in den nördlichen Minen

Titel:   Point Whitmark (05) – Tief in den nördlichen Minen / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 60 min / 8 Tracks / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Hans Paetsch, Henning Schlüter, Cäcilie Möbius, Louis Fischer u.A.

Inhalt:   Es sollte ein friedlicher Schulausflug in die unberührte Wildnis des Nordens werden. Doch schon kurz nach der Ankunft warnt der Ranger von Madison falls vor der Dunkelheit. Denn bei den alten Minen treibt ein wildes Tier sein Unwesen. Als Jay, Tom und Derek nachts von einem seltsam gekleideten Mann angegriffen werden, bleiben viele Fragen offen. War es Einbildung? Oder hatte der Fremde wirklich rot glühende Augen? Der Weg der Freunde führt unweigerlich in die Tiefe…


Gegenden irgendwo in der amerikanischen Wildnis haben schon so manchem gruseligen Film und auch Hörspiel als Kulisse gedient. Manchmal möchte man meinen, in den USA könne man sich auf keinen Waldspaziergang trauen.
Trotzdem gelingt es immer wieder, wirklich gute Geschichten in solchen Gegenden spielen zu lassen. Das ist auch bei Tief in den nördlichen Minen der Fall Hier wird der Hörerschaft erneut eine ausgesprochen spannende, bis ins Detail durchdachte und durchaus auch gruselige Folge geboten. Da spielen dunkle, stillgelegte Minengänge eine wichtige Rolle (ebenfalls immer gerne für Gruseliges genommen) und am Ende gipfelt die Auflösung in der Erkenntnis, dass dort grausamste Experimente durchgeführt werden.
Ich rechne es der Serie immer wieder hoch an, dass sie sich zwar an die gleiche Altersgruppe richtet wie z.B. TKKG, aber im Gegensatz zu ihr nie versucht, die jugendliche Hörerschaft mit abstrusen Namen und Ereignissen für dumm zu verkaufen. Tief in den nördlichen Minen ist eine Geschichte, der man schon genau folgen muss, die aber auch genau deshalb so spannend ist.
Mir persönlich hat es besonders gefallen, dass zum Ende der Folge hin ausdrücklich erwähnt wird, dass ein Mensch die Tiere zu aggressiven und tödlichen Kreaturen gemacht hat. Auch mit dem Begriff „Kampfhund“ wird erfreulich sparsam umgegangen.

Über die Sprecher der drei Jungs vom Radio bleibt weiter nichts zu sagen, als dass sie allesamt wirklich top sind.
In kleineren Rollen sind ist in dieser Folge solches Sprecher-Urgestein zu hören wie Hans Paetsch und Henning Schlüter, beides Sprecher, die ich immer wieder gerne höre. Wobei ich finde, dass Hennig Schlüter es in seiner Rolle als Sheriff Doncker mit der Brummigkeit doch etwas übertreibt.
So gar nicht erwärmen kann ich mich für Cäcilie Möbius, die die Bomben legende Teenagerin Janet Winter spricht. Zum einen klingt sie wahrlich nicht nach einem Mädchen dieses Alters, zum anderen spricht sie viel zu unecht, da kommt kaum ein Satz glaubhaft rüber.

Die Musik konnte bei dieser Folge bei mir vor allem in den Szenen in der unheimlichen Mine punkten. Klar, die Handlung an sich verursacht einem schön Gänsehaut, aber die Musik gibt einem dann schließlich den Rest und lässt einen schaudern.

Das Cover zählt zu meinen Favoriten. Das wolfsartige Tier mit den gefährlichen Zähnen strahlt Bedrohlichkeit aus und auch die Minentür mit der eindeutigen Aufschrift im Hintergrund lässt keinen Zweifel daran, dass die Freunde vom Radiosender in höchster Gefahr schweben.

Fazit:   Mit einem Wort: stark!

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