Point Whitmark (08) – Am Berg der Nebelspinne

Titel:   Point Whitmark (08) – Am Berg der Nebelspinne / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 60 min / 7 Tracks / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Reinhilt Schneider, Rolf Jülich, Konrad Halver, Udo Rau, Saskia Weckler u.A.

Inhalt:   Auf den Spuren des verschollenen General Crowley gelangen Jay, Tom und Derek an die Hänge des Mount Washington. Dort werden sie Gefangene einer tödlichen Naturgewalt und einer ebenso gefährlichen Bande von Kriminellen. Ihre Flucht führt die drei Freunde schließlich tiefer und tiefer in die schier endlosen Wälder.
Aber sicher sind sie dort nicht, denn Murach-Tabor tritt aus dem Nebel, um grausame Rache zu nehmen.


Hinaus in die Natur, heißt es in dieser Folge für die drei Freunde vom Sender, der heißt wie die Stadt.
Eigentlich sind ja auf der Spur des Generals, der einst in den Wäldern verschwand, doch bald schon erfahren sie von einer ganz anderen Gefahr, die dort lauert: eine riesige Spinne soll dort hausen und schon so manchen Wanderer in den Wahnsinn getrieben haben.
Das klingt ganz nach einer gruseligen Geschichte um ein sagenumwobenes Geschöpf, in die die drei Jungs Licht bringen wollen.
Doch dabei bleibt es nicht, denn Am Berg der Nebelspinne lässt kaum ein Genre aus. Zunächst die gruselige Legende um die Spinne, dann den gefährlichen Absturz zweier Bergsteiger, das kriminelle Vorhaben einer Schmugglerbande, der abenteuerliche Marsch den Mount Washington hinauf, und zuletzt noch eine westernreife Flucht mit einem alten Zug, da ist wirklich alles mit dabei.
Und genau das ist auch das Manko dieser Folge. Denn bis fast hin zur Auflösung wollen sich einem einfach kaum Zusammenhänge erschließen, man fragt sich ständig, was diese Aspekte verbindet. Komplett aufgelöst wird das Ganze dann tatsächlich erst am Ende. Miträtseln wie man es von anderen Folgen dieser Serie kennt, hat hier keinen Zweck.

Über die Sprecher lässt sich wie gewohnt nichts Schlechtes sagen.
Mit Rolf Jülich, Reinhilt Schneider und Konrad Halver hat die Folge einerseits ein paar „alte Hasen“ der Hörspiel-Geschichte an Bord, andererseits sind aber auch recht unbekannte Sprecher mit von der Partie. Doch das will nichts heißen, keiner von ihnen patzt auch nur einmal.
Etwas irritiert hat mich der Sprecher des Mr. Lake, der auch genau mit diesem Namen angegeben ist. Mr. Lake spricht also Mr. Lake, schon klar.
Was soll das? Na ja, nehmen wir es mal als kleinen Gag hin.

An der Musik gibt es ebenso wenig auszusetzen. Schöne düstere Melodien, die das Geschehen unheimlich und bedrohlich wirken lassen und somit auch die Spannung fördern.
Außerdem sorgt sie für eine beständig dichte Atmosphäre.
Gleichzeitig erkennt man aber immer den typischen Point Whitmark-Stil darin wieder, so fühlt man sich stets heimisch.

Das Cover wird dem Titel gerecht und ist wie üblich von den Farben her sehr auffällig und kontrastreich. Mit der Geschichte stimmt das Motiv zwar nicht überein, aber es wirkt auf jeden Fall schaurig. Für Spinnen-Phobiker nicht wirklich geeignet.

Fazit:   Die Geschichte ist etwas wirr, aber zumindest in der Hinsicht spannend, als dass man wissen möchte, wie diese vielen verschiedenen Ereignisse nun zusammenhängen.
Dafür gibt es bei den Sprechern und der technischem Umsetzung reineweg nichts auszusetzen. Ich höre mir die Geschichte immer mal wieder gerne an, allerdings längst nicht so häufig wie die übrigen Folgen.

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