Point Whitmark (10) – Der Schattenadmiral

Titel:   Point Whitmark (10) – Der Schattenadmiral / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 58 min / 7 Tracks / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, F.-J. Steffens, Utz Richter, Jürgen Uter, Michael von Rospatt u.A.

Inhalt:   Es sollte ein spannendes Spiel werden. Die Kandidaten begeben sich zur Schatzsuche auf die Pirateninsel des gefürchteten Admiral Dawn. An ihrer Seite: Jay, Tom und Derek – das Team des Radiosender von Point Whitmark.
doch als Menschen verschwinden und die Verbindung zur Außenwelt abbricht, gerät alles außer Kontrolle.
Die Gefahr lauert überall. Den Kandidaten wird ein unheimliches Ultimatum gestellt.


Schatzsuchen haben schon seit Urzeiten Menschen in Gefahr gebracht und gar manches Leben gefordert. Diese bedrohliche „Tradition“ hält auch Der Schattenadmiral aufrecht.
Doch geht diese Gefahr hier nicht nur von der Natur (dem Meer, schroffen Felsen) und Konkurrenten aus, sondern sogar vom Geist eines gefürchteten Piraten-Admirals, der sich seinen Schatz nicht nehmen lassen will.
Natürlich ist einem beim Hören schon klar, dass es Geister nicht gibt und es eine andere Erklärung für das Verschwinden der Menschen geben muss, dennoch läuft einem sofort eine Gänsehaut den Rücken hinunter sobald Admiral Dawn das Wort ergreift. Da erscheint einem der Gedanke, es könne sich tatsächlich um einen Geist handeln, gar nicht mehr so abwegig.
Das ist eine der Eigenschaften, die kaum eine Serie so phantastisch beherrscht wie Point Whitmark: eine spannenden Jugendkrimi mit Gruselelementen zu präsentieren ohne dabei je absurd oder aufgesetzt zu wirken.
Der Schattenadmiral ist vom ersten Moment auf der Insel an überaus spannend, und die Spannung steigt kontinuierlich während sich die bedrohliche Lage der kleinen Schatzsucher-Gruppe mehr und mehr zuspitzt. Man kann gar nicht anders als gebannt zu verfolgen, was da geschieht. Zum Ende hin kommt dann noch ein guter Schuss Action dazu und damit ist diese Folge perfekt.
Selbstverständlich kommt eine Folge Point Whitmark nicht ohne den einen oder anderen verschrobenen Charakter aus. In diesem Falle kommt diese Rolle dem ewig betrunkenen Leroy Baumgartner zu, der als Animateur mit auf die Insel gereist ist. Während er die Gruppe mit seinen grandiosen Darbietungen meist viel mehr nervt als sie zu unterhalten, muss man als Hörer doch so manches mal grinsen oder lachen.

Über die Stamm-Sprecher (Sven Plate, Gerrit Schmidt-Foss und Kim Hasper) muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren. Da ich es aber bei jeder Folge auf’s Neue von den Dreien begeistert bin, schreibe ich es trotzdem: sie sind ganz große Klasse!
Besieht man sich die Sprecherliste weiter, so verfällt man -in erster Linie wenn man ein Kassetten-Kind ist- in Kindheitserinnerung. Denn dort findet man so vertraute Namen wie Franz-Josef Steffens, Michael von Rospatt und Utz Richter. Letzterer leiht dem erwähnten, ständig beduselten Leroy Baumgartner seine Stimme und liefert dabei eine wirklich großartige Arbeit ab.
Die übrigen Sprechernamen waren mir bislang unbekannt, doch das soll nichts heißen. Denn sie alle können sich hören lassen, da gibt es gar nichts dran auszusetzen.

Die Musik kann in  Folge 10 wieder voll punkten. Man bekommt schöne, harmonische Musiken zu hören, sie die Handlung passend untermalen und begleiten. Ob es gerade gruselig zugeht, spannend, oder ob Action „auf dem Plan steht“, die Klänge und Melodien passen dazu wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge. Und so verschieden die Melodien auch sein mögen, so sind sie doch immer typisch Point Whitmark, mit allem Charme, den sich die Serie erarbeitet hat.
Auch die Effekte sind überaus gelungen und hier hat man in dieser Folge eine ganze Menge zu zu tun gehabt. Da muss der Eindruck beim Hörer ankommen, auf einer Insel zu sein, die von recht stürmischer See umtobt wird. Da müssen die Geräusche der Wildnis im Inneren der Insel rübergebracht werden und da muss der dröhnende Klang von Dawns Stimme erzeugt werden, und und und. Vom Zirpen der Grillen bis hin zum Dröhnen eines Schiffsmotors hört sich alles an als stände man daneben.

Das Cover ist eines der Serie, das kaum besser zum Motiv des Leuchtturms passen könnte. Der Leuchtturm, die See, eine einsame Insel und im Vordergrund der unheimliche Schattenriss des Admirals mit scheinbar brennenden gekreuzten Knochen auf dem Piratenhut. Könnten Motive besser harmonieren? Wohl nicht.

Fazit:   Der Schattenadmiral ist einer der Knaller der Serie. Nach dieser Folge drohte die Serie aus der Hörspielwelt zu verschwinden, denn Edel produzierte sie nicht weiter. Angesichts einer solch grandiosen Folge saß dieser Schreck damals mächtig tief. Doch glücklicherweise erstand die Reihe unter Kiddinx Flagge wieder auf.

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