Point Whitmark (23) – Der Duft der Finsternis

Titel:   Point Whitmark (23) – Der Duft der Finsternis / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 50 min / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Josephine Schmidt, Mr Reedo, Engelbert von Nordhausen, Sabine Mazay u.A.

Inhalt:   Während einer abendlichen Radiosendung im alten Leuchtturm bricht plötzlich der Kontakt mit einer Anruferin ab. Auch am nächsten Tag bleibt Christy verschollen.
Auf ihrer Suche nach dem vermissten Mädchen betreten Jay, Tom und Derek den Nachtpark und stoßen auf eine Mauer des Schweigens.
Einzig das Haus der Apollonia scheint Antworten parat zu halten. Oder verklären die Worte der alten Frau nur den Blick auf die wahren, abscheulichen Hintergründe? Christys Fährte verliert sich in den lichtlosen Stunden zwischen Mitternacht und Morgengrauen. In der verschneiten Wildnis lauert das Unbegreifliche…


Seit Folge 22 bewegt sich die Serie wieder in den vertrauten und bewährten Bahnen, abseits von allzu mysteriösen und abgehobenen Geschichten.
Auch Der Duft der Finsternis ist wieder eine Folge im Stil der frühen Folgen.
Schon der Anfang ist ausgesprochen unheimlich und stimmt einen so prima auf die folgende Geschichte ein.
Mir hat in dieser Folge sehr gut gefallen, dass sie in mehreren Szenen (Derek alleine in der dunklen Tiefsee, die Begegnung mit einer sonderbaren alten Frau, die grässlichen Entdeckungen in einem verfallenen Farmhaus etc.) beweit, dass Spannung und auch Grusel keine phantastischen Fabelwesen oder irgendwelche halluzinogenen Pilze brauchen um wirken zu können.
Viel wichtiger dafür ist eine passende düstere, bedrückende Atmosphäre und die wird in Der Duft der Finsternis wieder einmal meisterlich erzeugt.
Die Auflösung dann wirkte mir zwar etwas arg weit her geholt, aber da es solche Experimente sicher auch in Wirklichkeit gibt, geht sie schon in Ordnung. Außerdem ist sie durchaus logisch und nicht so abenteuerlich zusammengestöpselt wie beispielsweise in Folge 21. Doch, das passt schon.

Als Gast-Sprecher hat man für diese Folge Mr. Reedo von der Gruppe Culcha Candela ans Mikrofon gesetzt, der die Rolle des Dave spricht. Grundsätzlich habe ich von ihm nichts Schlechtes erwartet. Eine Person, die so in der Öffentlichkeit steht, alle naselang vor einer Kamera spricht, die wird sich sicher auch in einem Hörspiel nicht blamieren. Und das stimmt auch, er fügt sich nahtlos in den Reigen der tollen Sprecher ein.
Als Direktor des Nachtparks ist Engelbert von Nordhausen zu hören und hier kann man sich nun wahrlich bedenkenlos zurücklehnen und genießen. Er vermittelt einem einen klaren Eindruck des kühlen und geschäftsorientierten Direktor Steward. Ich habe ihm bis zuletzt nicht recht über den Weg getraut.
Josephine Schmidt alias Christy hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, sie spricht das blinde Mädchen ausgesprochen glaubhaft. Allerdings habe ich Christy etwa gleichaltrig mit den drei Jungs eingeschätzt und dafür klang sie mir schon etwas zu „alt“. Aber vielleicht irre ich mich ja und Christy ist tatsächlich schon älter als Jay, Tom und Derek.

Die oben erwähnte düstere Atmosphäre verdankt die Folge nicht zuletzt der wie gewohnt wunderbaren, stimmungsvollen Musik. Ich bin nun wirklich niemand, für den die musikalische Untermalung eines Hörspiels sagenhaft wichtig ist, aber eine Folge Point Whitmark könnte ich mir ohne diese schönen, typischen Melodien beim besten Willen nicht vorstellen.
Bei den Geräuschen möchte ich bei dieser Folge besonders die Tierlaute loben. Egal ob es ein heulender Wolf oder ein zähnefletschender Puma ist, sie wirken absolut echt.

Das Cover ist dieses Mal ganz besonders düster ausgefallen, was gut zum Thema Nachtpark passt.

Fazit:   Schön, dass die Serie wieder zum guten, alten Stil zurückgefunden hat. In dieser Folge kommt noch eine gehörige Portion Grusel dazu und so kann man nur sagen: top!

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