Traumwandler (02) – gefährtin

Titel:   Traumwandler (02)  – gefährtin / Verlag Delicious Media / Laufzeit:   ca. 60 min / 18 Tracks / Sprecher:  Joachim Kerzel, Jens Wesemann, Jens Wendland, Judith Reinartz, Julia Casper, Thomas Karallus u.A.

Inhalt:   Jonathans Alpträume nehmen an Intensität zu. Immer wieder blickt er in die rot glühenden Augen der dämonischen Frau und hört ihre eisige Stimme: „Für mich wurdest du geboren, Jonathan Drake! Für mich wirst du sterben.“
Um den schrecklichen Visionen auf den Grund zu gehen, reist Jonathan von London nach Mailand und lernt dort die Studentin Betty kennen. Doch kann er ihr trauen, oder ist sie mehr als nur eine harmlose Gefährtin…?


Stand in Folge 1 noch Jonathan selber im Mittelpunkt, so ist es in gefährtin eher die Studentin Betty, die er in Mailand kennengelernt hat. Zwar wird Jonathan auch hier noch von seinen Alpträumen verfolgt und gequält und die Greueltaten, die er in seinen Träumen verrichtet, werden auch hier auf sonderbare und erschreckende Weise Wirklichkeit, doch ist die Handlung um Betty wesentlich ergiebiger für den weiteren Verlauf der Serie.
Im Gegensatz zu Jonathan erfährt man als Hörer sehr bald von Bettys Vergangenheit, von den schrecklichen Ereignissen, die sie als Kind und Jugendliche durchleben musste und was sie infolge dessen auch selber getan hat. Nach diesen Szenen fragt man sich unweigerlich, ob Betty nicht doch mehr ist als einfach eine nette Studentin mit einem Faible für Begriffe wie Schicksal und Karma und mit einer Schwäche für Jonathan. Zudem wirft dieser Blick in Bettys Vergangenheit neue Fragen auf was Jonathans Träume angeht und gewährt einem einen neuen Blickwinkel darauf. Folge 2 gibt einem einige neue Puzzleteile in die Hand, das wichtigste davon scheint mir das Teil „Betty“ zu sein, aber auch die übrigen Teile fühlen sich immens wichtig an. Dennoch ist man noch nicht in der Lage, sie passend zusammenzusetzen.
Es bleibt also spannend und ich denke, nachdem man nun auch Betty und ihre Vergangenheit kennengelernt hat, wird sich vielleicht schon in der nächsten Folge etwas mehr und deutlicher herauskristallisieren, was es mit dieser bedrohlichen Frau auf sich hat und was diese folgenreichen Träume bedeuten.

In der Rolle der Betty Cross ist Julia Casper zu hören und ich finde, sie macht ihre Sache ganz hervorragend. Zwar habe aufgrund der Handlung so meine Zweifel an Bettys Harmlosigkeit, doch will ich mich darauf noch nicht festlegen. Und so bleibt Betty vorläufig eben noch einfach eine nette Studentin und dieses Bild hat mir Julia Casper mit ihrer hellen und fröhlichen Stimme sehr gut vermittelt.
Ein wenig grinsen musste ich als ich Edgar Bessen in der Rolle des Inspektor gehört habe. Er spricht ja auch den Kommissar Glockner in TKKG und genau den hatte ich auch hier beim Hören vor Augen. Solch einen „Stempel“ wird man als Sprecher nur schwerlich bis gar nicht los.
Jens Wesemann alias Jonathan Drake hat mir in Folge 2 wieder sehr gut gefallen. An einigen Stellen legt er mir ein wenig zu viel Wert darauf, die Worte möglichst deutlich auszusprechen, was zur Folge hat, dass er an diesen Stellen etwas hölzern klingt. Als störend habe ich das aber nicht empfunden. Alleine die Tatsache, dass Jens Wesemanns Stimme so erfrischend neu für mich ist, hat mich prima darüber hinweg getröstet.

Die Musik kommt in gefährtin wieder sehr düster daher, aber es ist sind schöne Klänge, die man zu hören bekommt und sie passen tadellos zum Hörspiel. Insbesondere das Titellied hat es mir angetan, das bleibt einem im Ohr und hat Widererkennungswert. Mich würde interessieren, ob es davon auch noch eine längere Version gibt. Wenn ja, dann wäre ich sehr neugierig darauf.

Das Layout bleibt den bronzefarbenen Tönen weiterhin treu, dafür fällt das Cover von Folge 2 noch eine ganze Ecke bedrohlicher aus. Genau wie bei der ersten Folge gibt es auch auf diesem Cover einiges zu entdecken, das einem auf den ersten Blick nicht zunächst nicht ins Auge fällt. Klasse gemacht.

Fazit: gefährtin steht saat in nichts nach. Auch hier bekommt man eine fesselnde Geschichte geboten, die einen bis zum Schluss nicht loslässt. So darf es gerne weitergehen, die Serie ist eindeutig auf dem richtigen Weg.

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