Benjamin Blümchen (112) – Die Elefantenkönigin

Titel: Benjamin Blümchen (112) – Die Elefantenkönigin  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min   / Sprecher:   Jürgen Kluckert, Katja Primel, Marie Bierstedt, Viola Sauer, Axel Lutter, Reiner Fritzsche u.A.

Inhalt:  Benjamin entdeckt am Abendhimmel das Sternbild des Großen Elefanten. Plötzlich werden er, Otto und Stella von dort zu Hilfe gerufen. Mit einem Raumschiff fliegen die drei zur Elefantenkönigin von Tötörözien. Sie sollen einen Streit zwischen ihr und dem Elefantenkönig von Rötötönien schlichten. Doch das ist gar nicht so einfach!


Schon der Klappentext legt den Verdacht nahe, dass es sich bei Die Elefantenkönigin seit Langem mal wieder um eine von Benjamin geträumte Geschichte handelt.
Das als eine normale Folge durchgehen zu lassen, das hat man sich offenbar nicht mal innerhalb dieser Serie getraut.
Zusammenfassend würde ich sagen: für die angepeilte Altersgruppe von 4 Jahren geht die Geschichte völlig in Ordnung.
Die Kleinen reisen mit Benjamin und seinen Freunden in einem Raumschiff durch das Weltall auf einen fremden Planeten und erleben dort ein Abenteuer. Das lasse ich als kindgerechten Science Fiction gelten. Nebenbei kann man auch noch ein wenig lernen, nämlich z.B. welche Planeten es noch gibt und wie sie aussehen und auch, welche Sternenbilder man am Nachthimmel finden kann.. Und die Aufgabe, die die Freunde auf dem fremden Planeten zu lösen haben, ist nicht sonderlich komplex, da kommen auch die Kleinsten schon mit.
Als erwachsener Fan der Serie sieht die Bilanz leider weniger rosig aus. Was mich in erster Linie gestört hat, das ist dieses ganze „Törö“-Getue. Zwei Länder namens Tötörözien und Rötötönien, entsprechende Sprachen, nämlich Tötörözisch und Rötötönisch, die Törö-Sprache, rötötön’sche Deklinationen, die Stella durchleiden muss, also nein, da wurde es mit Törö doch ziemlich übertrieben.
Stella ist an sich auch wieder so ein Thema. Man hat immer den Eindruck, ohne Stella kämen Benjamin und Otto nichts durchs Leben, das Mädel weiß einfach alles und teilt es nur zu gerne mit. Und ohne ihre fehlgeleitete Flugbahn hätte Benjamin auch sicher niemals die Lösung für das Problem zwischen den Völkern auf dem fremden Planeten gefunden.
Zu der Geschichte kann ich nur sagen, dass mir der Streitpunkt der außerirdischen Völker etwas zu albern ist. Immerhin sind das doch zwei sehr weit entwickelte Völker, sie können andere Planeten kontaktieren, Raumschiffe hin- und her schicken und leiten, aber eine Einigung wegen Verkehrsschilder ist nicht hinzubekommen? Also bitte!

Bei der Geschichte muss man also -sofern man nicht mehr in den Kindergarten geht- einige Abstriche machen.
Dafür überrascht es mich immer wieder, welche Sprecher Kiddinx neuerdings an die Mikros holt.
Marie Bierstedt alias Stella ist ja nun wirklich keine unbekannte Stimme, so spricht sie z.B. in Titanias Hörspielserie Anne die Titelfigur. Und wenn man auch Stella so einiges vorwerfen kann, Marie Bierstedt macht ihre Sache jedenfalls prima.
Viola Sauer, die der Elefantenkönigin ihre Stimme leiht, kennt man ebenfalls aus Anne, aber auf jeden Fall auch aus Gabriel Burns. Und so verwundert es nicht, dass sie die Elefantenkönigin überzeugend mit viel Würde spricht. Ihre etwas tiefere Stimme passt gut zu dieser Rolle.
Axel Lutter, der hier die Rolle des Elefantenkönigs übernimmt, ist ebenfalls jemand, den man in so bekannten Reihen wie Point Whitmark, Gabriel Burns und Faith van Helsing hören kann. Und die Produzenten dieser Serie setzen sicher niemanden ein, der sein Handwerk nicht versteht. Entsprechend gelungen ist sein Auftritt auch in dieser Benjamin-Folge.
In der kleinen Nebenrolle des Dieners der Königin ist ein gewisser R. Fritzsche zu hören, hinter dem ich Reiner Fritzsche vermute, denn eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der Stimme des Dieners und des Dämons Wasserträger „Basil Creeper“ aus Jack Slaughter ist nicht zu verleugnen.

Wie in der parallel zur Elefantenkönigin erschienen neuen Folge von Bibi Blocksberg, wurde auch in Folge 112 bemerkenswert viel Wert auf die Geräuschkulisse gelegt. Für ein Kinderhörspiel und im Vergleich zu vorigen Folgen kann man hier eine Verbesserung verzeichnen.

Das Cover zeigt keine Szene aus dem Hörspiel, aber sie zeigt die titelgebende Königin und somit passt es schon ganz gut. Es lässt allerdings nicht darauf schließen, dass das Hörspiel auf einem anderen Planeten spielt, was ich persönlich etwas schade finde. Denn Benjamin und seine Freunde in einem Raumschiff auf dem Weg durch das Weltall, das könnte ich mir als Motiv sehr schön vorstellen, zumal es so was bislang auch noch nicht gab.

Fazit:   Für die anvisierte Altersgruppe ist Die Elefantenkönigin ein ganz nettes Hörspiel. Benjamin-Fans, die den Kindergarten schon seit mindestens 20 Jahren hinter sich haben, bietet sich hier eine laue Story, bei der es an den schon bekannten Punkten (Stella, Babysprache etc.) hapert.

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