Benjamin Blümchen (38) – Zer Zoo zieht um

Titel: Benjamin Blümchen (38) – Zer Zoo zieht um  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher:   Edgar Ott, K. Primel, Till Hagen, Gisela Fritsch, Otto Czarski, Ulli Herzog u.A.

Inhalt:  Der Zoo ist viel zu klein! Die Tiere treten sich schon gegenseitig auf die Füße und fühlen sich gar nicht wohl.
Das findet selbst der Bürgermeister nicht gut und gibt dem Zoo ein Stück vom Stadtpark ab.
„Eine tolle Sache“, denkt Benjamin Blümchen
Aber wie kommen die Tiere in den neuen Zoo?
„Kein Problem“, lacht Bibi Blocksberg, die kleine Hexe, und macht einen ganz verrückten Vorschlag.


Der Zoo zieht um ist eine Folge von der ich schon als Kind nicht recht wusste, ob sie mir nun gefällt, oder eher nicht.
Bei diesem unsicheren Gefühl ist es bis heute geblieben, inzwischen tendiere ich aber doch dazu, sie zu mögen.
Aber sie ist gewöhnungsbedürftig im Vergleich zu den meisten der übrigen Folgen der früheren Benjamin-Erscheinungen.
Während der Erzähler ansonsten genau weiß, was gerade im Zoo los ist (z.B. dass Benjamin faul in der Sonne liegt oder dass ein merkwürdiger Besucher im Zoo ist), ist er zu Beginn von Der Zoo zieht um richtig orientierungslos und weiß überhaupt nicht, wieso alle kreuz und quer herumlaufen oder wieso überall Kisten stehen.
Erst Wärter Karl erinnert ihn an den Umzug, der bereits in der vorigen Folge  angekündigt wurde.
Auch das ist eine Besonderheit: Der Zoo zieht um ist quasi der zweite Teil eines Zweiteilers. Das kannte man aus der Reihe bislang auch nicht.
Aus diesem Chaos, das der Erzähler vorfindet, leitet sich ein weiterer Punkt ab, der die Folge fühlbar anders macht: Hektik im Zoo und dann noch gleich zu Anfang und fast über die komplette Folge hinweg, das hat man in der Serie auch noch nicht erlebt. Sonst deutet sich eine Problematik sachte an und dann macht Benjamin sich daran, sie zu lösen, hektisch ist er dabei sonst nie.

Nach Benjamin und Bibi Blocksberg (20) und Der Gorilla ist weg (37) liegt mit Der Zoo zieht um das vierte Crossover der beiden Serienhelden vor. Natürlich leben sie in der gleichen Stadt, da ist es eigentlich logisch, dass sie sich auch mal treffen. Trotzdem finde ich, dass die beiden Serien einzeln, jeder für sich, bereits massig Erfolg haben. Ein solches Zusammentreffen habe ich daher nie für notwendig angesehen.
In Der Zoo zieht um hext Bibi nicht aus Spaß herum, nein, sie hilft auf ihre Art beim Transport der Tiere. Sie hext sie sprechend, damit sie sagen können, wie sie sich ihre neuen Gehege vorstellen. Das ist auch neu, denn neben Benjamin gab es in den vorigen Folgen außer Siegfried Simpel und Elefantin Leila keine weiteren sprechenden Tiere. In der Folge 38 sprechen nun aber Tiger, Eisbären und Krokodile, und das nicht nur so nebenbei, sondern durchaus charaktervoll.
Insgesamt ist die Folge also ein herber Kontrast zu den vorigen Episoden und daran muss man sich gewöhnen.
Dafür ist der Humor mal wieder vom Feinsten, alleine die Gehege-Wünsche der Tiere, dann die Zwischenfälle mit den Tieren und erst recht die Radiodurchsage, in der die Neustädter darauf hingewiesen werden, dass da Giraffe und Co. umher streifen…toll!

Die Sprecherliste ist um einiges umfangreicher als bei anderen Benjamin-Folgen.
Edgar Ott (Benjamin), Gisela Fritsch (Karla Kolumna), K. Primel (Otto), Till Hagen (Wärter Karl) und Susanna Bonasewicz (Bibi) sind selbstverständlich dabei und klingen gewohnt souverän und sympathisch.
In den Nebenrollen sind aber ebenfalls tolle Sprecher zu hören, die einen hohen Widererkennungswert haben. Sie sind aus vielen anderen Benjamin- und Bibi – Folgen vertraut.

Musik gibt es außer dem Titellied wie gewohnt nicht, dafür klingen die Geräusche aber sehr echt, beispielsweise das Hantieren mit den Käfigen und Kisten und das Platschen des Wassers
im Krokodilbecken.

Das Cover der ersten Auflage ist fröhlich bunt und zeigt die Eröffnung des Zoos. Ich glaube, mehr verschiedene Tiere hat man auf noch keinem Benjamin-Cover sonst gesehen. Alle -Menschen und Tiere- sehen sehr glücklich und zufrieden aus.
Auf dem Cover der zweiten Auflage stehen dagegen wieder Benjamin und seine menschlichen Freunde im Vordergrund, es gibt längst nicht mehr so viele Tiere zu sehen. Schade, denn um die geht es in der Folge schließlich hauptsächlich.
Betrachtet man das neueste Cover, so möchte man meinen, die Folge habe einzig das Crossover von Bibi und Ben zum Thema. Dass es um den Umzug des Zoos geht, das kann man nur aus dem Titel schließen.
Insgesamt eine bedauerliche Entwicklung der Cover.

Fazit:   Eine schöne und lustige Folge, aber in vielerlei Hinsicht ganz anders als die Folgen zuvor. Darauf muss man sich einlassen können um Der Zoo zieht um zu mögen.

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