Benjamin Blümchen (39) – …kauft ein

Titel: Benjamin Blümchen (39) – …kauft ein / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 33 min  / Sprecher:   Edgar Ott, K. Primel, Gisela Fritsch, Eberhard Prüter, Jochen Schröder, Antje Primel, Bianca Krahl u.A.

Inhalt:  Das Futter für die Zootiere ist alle. Herr Tierlieb will einkaufen fahren, aber sein Auto fährt nicht. Was nun? Die Tiere können doch nicht im Restaurant essen!
Na klar: Benjamin Blümchen wird einkaufen. Er nimmt Otto auf seinen Rücken, und ab geht’s zum Supermarkt. Was er dort alles gibt! Benjamin ist ganz aufgeregt.


Wer kennt diese Situation nicht?
Man muss einkaufen, weil im Haushalt so einige Sachen fehlen, man betritt den Supermarkt und während man sich bei den ersten paar Teilen noch an das Manko im Kühlschrank hält, stolpert man bald über die ersten Sonderangebote oder über die neue Pizza, von der man erst gestern die tolle Werbung gesehen hat. An der Kasse kommt man dann mit deutlich mehr als den geplanten Einkäufen an und es trifft einen der Schlag, wenn es ans Bezahlen geht.
Genauso ergeht es in dieser Folge auch Benjamin und Otto. Auch wenn Otto nicht genau ausrechnen kann, ob es ein Angebot ist, wenn 20 kg Waschmittel 35,00 DM kosten (kleine Gedenkminute für die D-Mark) während 3,7 kg 4,50 Mark kosten, so erkennen Benjamin und er ein Angebot für das weniger mathematisches Talent erforderlich ist, auf Anhieb.
Und auch Fernsehwerbung haben sie 1a drauf, sei es für Deo, für Bonbons oder Babyshampoo. Was den Kaufrausch angeht, ist die Folge vermutlich zeitlos. So was ist den Leuten schon 1984 (als die Folge erschien) passiert, so etwas wird es immer geben.
Zudem ist die Folge auch wieder extrem lustig. Hier gibt es vor allem bei der anfänglichen Diskussion mit Herrn Tierlieb und den Unterhaltungen mit Großmarktbesitzer Bollrich eine Menge zu lachen, und auch Karla Kolumna lässt sich in dieser Hinsicht bei ihrem Auftritt nicht lumpen.
Lediglich am Picknick, das den Zoo vor dem Ruin durch den Rieseneinkauf retten soll, gibt es etwas, was mich immer wieder wundert. Ich sehe ja ein, dass man bei einem Picknick Ananas, Käse, Brot, Butter, Joghurt, Äpfel, Gürkchen, Senf, Orangen, Bananen  und Wurst verteilen kann, aber Herrenunterhosen, Shampoo, Toilettenpapier, Deo…? Da muss doch noch eine ordentliche Summe übrig bleiben von Sachen, die der Zoo gar nicht braucht.

Jochen Schröder spricht in der Benjamin-Serie nie sonderlich sympathische Charaktere, da macht er auch in dieser Folge in der Rolle des Marktbesitzers Bollrich keine Ausnahme.
Aber er verkörpert wunderbar den profitgierigen Geschäftsmann mit dem rüden Ton.
Eberhard Prüter ist ebenfalls ein Benjamin-Veteran in Nebenrollen, hier spricht er den Verkäufer, der zunächst unter seinen „exotischen“ Kunden und später unter seinem Chef leidet.
Mir gefällt sein ironischer Ton auf Benjamins ewiges „Herr, Verkäufer!“ auf das er betont mit „Herr, Elefant!“ antwortet.
In kleinen Nebenrollen als Kinder beim Picknick sind Katja Primels Schwester Antje zu hören, Virpy Rückert, die immer mal wieder solche Auftritte in der Serie hat, und schon wieder Bianca Krahl, die Joyce Kramer aus Gabriel Burns.

Ich liebe ja die Geräusche von der zusammenbrechenden Tomatendosen-Pyramide und dem zerdetschten Eierkartonturm. Es sind zwar die Effekte, die auch sonst gerne mal genutzt werden, wenn Benjamin etwas demoliert, aber hier finde ich sie besonders amüsant.

Auf dem Cover der Erstauflage sind Benjamin und Otto in der Szene mit dem preisgünstigen Strahli-Weiß zu sehen. Die Regale sind ordentlich sortiert mit verschiedenen Artikeln.
Das Cover der Zweitauflage ist dagegen -wie gewohnt von dieser Auflage- sehr minimalistisch geraten. Wenn man einen Blick in die Regale wirft, dann bekommt man den Eindruck, dieser riesige Großmarkt führe ganze sieben Artikel in ausschließlich Flaschen. Hier kommt das Überangebot gar nicht rüber.
In der dritten und aktuellen Auflage sieht das schon wieder ganz anders aus, hier gibt es auch Hinweisschilder auf tolle Angebote und Einkaufstips zu sehen, auf die Benjamin und Otto reihenweise reinfallen. Das Bild der beiden letzten Auflagen ist eigentlich identisch, doch die Perspektive ist anders, die Szene sieht weiter entfernt aus und so passt mehr auf das Bild.

Fazit:   Eine der besten Folgen der Serie überhaupt mit einer Geschichte zum Totlachen und sehr viel Wahrheit. Wenn man danach mal vor dem Regal mit den Waschmittelangeboten im Supermarkt steht, wird man sich bestimmt daran erinnern.

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