Benjamin Blümchen (43) – …und die Autorallye

Titel: Benjamin Blümchen (43) – …und die Autorallye / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 39 min  / Sprecher:   Edgar Ott, K. Primel, Gisela Fritsch, Hermann Wagner, Till Hagen, Evelyn Meyka, Andreas Hanft

Inhalt:  Benjamin Blümchen stört heute alles. Aber als Karla Kolumna berichtet, dass am nächsten Sonntag eine Autorallye stattfindet, ist er begeistert.
„Hat nicht Wärter Karl noch ein altes Auto? Wenn man das mit etwas Farbe neu anmalt, sieht es bestimmt sehr hübsch aus“, überlegt er. „Und die Entenfamilie, die gerade im Auto wohnt, kann doch einfach mitfahren.“


Otto meint, Benjamin könne keine Rallye fahren und das kann Benjamin natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Zurecht wie ich finde, hat er doch schon viel schwierige Aufgaben bewältigt als ein Auto durch die Botanik zu steuern.
Passenderweise organisiert Karla Kolumna ein paar Tage später eine Rallye und da treten Benjamin und Otto selbstverständlich an.
Diese Folgte strotzt quasi vor verrückter Ideen. Da wären zum Beispiel die Enten, die als blinde Passagiere bei der Rallye mitfahren, dann Joe, das zahme Wildschwein, das plötzlich die Straße blockiert und natürlich der Polizeipräsident und seine Frau, die am Wochenende irgendwo tief in den Neustädter Wäldern Sheriff spielen.
Hier hat man wirklich alle Register gezogen was skurrile Ideen angeht.
Überhaupt zeichnet sich diese Folge hauptsächlich durch ihren Humor aus, man kommt von der ersten bis zur letzten Minuten praktisch gar nicht mehr aus dem Lachen heraus.
Benjamins erste Fahrversuche sind einfach zum Totlachen, seine schmerzhaften Erfahrungen mit Yoga ebenso und auch als Otto -der große Kartenleser- mit der Routenkarte nicht zurecht kommt oder Karla die Rennleitung mimt, man hat immer etwas zum Grinsen.
Hier und da in den Weiten des Internets habe ich gelesen, dass sich viele Leute (Eltern?) daran stören, dass die Indianer in dieser Folge als „böse“ abgestempelt werden.
Meiner Meinung nach kann man es mit der pädagogischen Korrektheit auch übertreiben, denn in dem Streitfall zwischen dem Sheriff und den Indianern geht es um sage und schreibe zwei Aspirin, da dürften selbst die Kleinen schon begreifen, dass das nur Spaß und nicht weiter ernst zu nehmen ist.

Die Sprecherliste ist auffallend kurz. Außer Edgar Ott, K. Primel, Gisela Fritsch, Till Hagen und Hermann Wagner -also dem „harten Kern“- sind dort nur Andreas Hanft und Evelyn Meyka aufgeführt.
Evelyn Meyka, die man hauptsächlich als Frau Martin aus Bibi & Tina kennt, macht auch als Frau des Polizeipräsidenten, die die Macke ihres Mannes mit viel Humor trägt, eine sehr gute Figur.
Andreas Hanft ist DER Polizeipräsident der Kiosk-Hörspiele, seine Stimme erkennt man sofort und es macht Spaß ihm dabei zuzuhören, wie er den Sheriff im Laubwald spielt.
Ich denke, dieser kleine Kreis an so vertrauten Sprechern macht viel vom Charme dieser Folge aus und sorgt dafür, dass man sich sofort heimelig fühlt.

Was die Effekte angeht, so ist mir hier positiv aufgefallen, dass man das Geräusch vom fahrenden Murkel wirklich immer in Hintergrund hört, wenn Benjamin und Otto auf Achse sind.
Da man es mit den Effekten in der Serie ja manchmal nicht so genau nimmt, hatte ich eigentlich erwartet, dass man dieses Geräusch irgendwann auf halber Hör-Strecke unter den Tisch fallen lässt.
Sehr gelungen ist auch das Geräusch des protestierenden Getriebes als Benjamin das erste Mal den Gang einlegt, das tut hier genauso in den Ohren weh als wenn man es live irgendwo hört.
Doch in dieser Folge hat man sich bei den wichtigen Effekten Mühe gegeben.

Hinsichtlich der Coverentwicklung gibt es einiges zu bemerken.
Auf dem Cover der Erstauflage sind nicht nur Benjamin und Otto zu sehen, sondern auch den Sheriff und damit ein ganz wichtiger Teil der Geschichte. Schade, dass er auf den folgenden Covers einfach so weggelassen wurde.
Dann frage ich mich, wieso dem Murkel ab der zweiten Auflage sein „e“ geklaut wurde. Alle nennen das Auto „Murkel“, da hört man diesen Buchstaben ganz deutlich. Also was soll diese Abwandlung?
Und zuletzt: Murkel macht eine interessante Entwicklung durch. Bei der Erstauflage sieht er für mich wirklich noch aus wie ein kleiner Lastwagen, das Gefährt auf dem Cover der zweiten Auflage geht eher in Richtung Trekker und bei der aktuellen Auflage könnte man fast glauben, Otto und Benjamin seien in einem schicken Oldtimer unterwegs.

Fazit:   Eine der charmantesten Folgen der Serie, gewürzt mit ganz viel Humor. Eine klare Empfehlung!

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