Bibi Blocksberg (36) – Die weißen Enten

Titel: Bibi Blocksberg (36) – Die weißen Enten / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 38 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, S. Thiesler-Rumpf, Almut Eggert, Jochen Schröder u.A.

Inhalt:   Bibi Blocksberg Cousine Margie stellt etwas ganz Schlimmes an. Auf dem Weg zu Blocksberg verhext sie sich und ihre Mutter in zwei weiße Enten.
Und da gibt’s kein Zurückhexen! Die beiden sind verzweifelt. Gerade eben wollten zwei Männer sie für den Kochtopf fangen. Niemand weiß, dass sie keine Enten sind!
Ob Bibi etwas ahnt?


Zugegeben, die Folge hat einige Punkte, die einem schnell mal auf die Nerven gehen können.
In erster Linie das ständige und völlig unecht klingende Entengeschnatter, dann den unirischen Akzent von Familie Thunderstorm und auch die Begegnung mit zwei betrunkenen Männern ist nichts Neues, man denke nur an Bibi hat Geburtstag.
Außerdem strotzt Die weißen Enten nur so vor Unlogik und Widersprüchen. Wieso zum Beispielt riecht keiner der Blocksbergs, dass die Enten in Wirklichkeit die Thunderstorms sind?
Immerhin wird mal erwähnt, dass man den Schwefel auch noch lange nach dem Hexspruch riecht. Und sonst jucken doch dauernd die Hexennasen, wenn was Hexisches passiert ist, hier aber nicht. Seltsam.
Wieso will Vater Blocksberg nicht, dass die Thunderstorms hergehext werden? Immerhin sucht die Familie da schon halb panisch nach der Verwandtschaft! Da ist man doch eigentlich froh, sie heil zu sich zu holen.
Und als letztes Beispiel, wieso darf man sich einen diamantbesetzten Ring hexen, aber kein Geld? Das verstehe ich auch nicht so richtig.

Dennoch gefällt mir Die weißen Enten aus verschiedenen Gründen sehr gut. Hier gibt es endlich ein Widersehen mit der Familie Thunderstorm und auch die nette Frau Gerber mit ihrem kleinen Lebensmittelladen wird wieder erwähnt.
Hinzu kommt noch, dass die Folge wohl einer der lustigsten ist und gerade in den Dialogen der Familie Blocksberg sehr an die ersten Folgen erinnert. Bernhard ist hier quasi in Höchstform(„Ich lass mich scheiden!“ oder „Was das wieder kostet!“ oder immer wieder „Ich raff’s nicht!“)
Aber auch andere Stellen sind einfach nur zum Totlachen, so beispielsweise die Szene als Blocksbergs auf dem Flughafen nach den Thunderstorms fahnden und die Angestellte sie für übergeschnappt hält, oder auch als die Nachbarin klingelt und Ersatz für zerdepperte Zuchtrosen fordert, und nicht zuletzt eben die Szene mit den beiden betrunkenen Männern.

Ein paar Worte zu den Thunderstorm-Sprechern. Hier sind die gleichen Sprecher zu hören, die man auch aus der ersten Thunderstorm-Folge Die Schloßgespenster kennt.
Der Akzent, den man der Familie angedichtet hat, klingt weder bei S. Thiesler-Rumpf (Cecily), noch bei Almut Eggert (Margie) oder Jochen Schröder (Patrick) wirklich irisch, aber das dürfte Kindern wohl kaum auffallen. Auf jeden Fall kommen die drei sehr sympathisch rüber und das ist die Hauptsache.

Musik ist wie üblich rar gesät und auch der wichtigste Effekt der Folge, nämlich das Entenschnattern, klingt wie bereits erwähnt, alles aber nicht echt.
Die übrigens Effekte können sich hören lassen, so kennt man es von der Serie, damit kann man zufrieden sein.

Was die Coverentwicklung angeht, so fallen zwei Aspekte auf.
Zum einen scheint Bibi auf dem Cover der Erstauflage mit den beiden Enten zu spielen und damit wird ein ziemlich falscher Eindruck von der Geschichte vermittelt.
Das hat sich auf den Covers der folgenden Auflagen geändert, hier sieht man eindeutig, dass Bibi die Enten einfängt.
Dafür haben sich die Enten hier im Aussehen ziemlich an Donald Duck angenähert, was nun wirklich nicht passt.

Fazit:   Der Humor der Folge reißt hier alles raus. Was das Geschnatter und die Widersprüche angeht, muss man halt mal ein Auge zudrücken, ansonsten ist Die weißen Enten wirklich hörenswert.

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