Bibi Blocksberg (99) – Die kleine Spürnase

Titel: Bibi Blocksberg (99) – Die kleine Spürnase / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Bodo Wolf, Gabriele Streichahn, Uschi Hugo, Gerrit Schmidt-Foss u.a.

Inhalt:   Bei den Blocksbergs wird gegrillt. Doch da schnappt sich ein Hund alle Würstchen! Bibi rennt mit Marita hinter dem frechen Kerl her und findet sein Frauchen. Sie hat sich ein Bein gebrochen und kann Oskar, das Hündchen, daher nicht mehr ausführen. Sofort bieten sich die beiden als Hundesitterinnen an. Von da an warten einige Überraschungen auf sie.


Mich hatte der Titel ja schon skeptisch werden lassen: wieder eine Tier-Folge, wieder eine ach-wie-süß-Folge, wieder…naja. Irgendwo trifft das auch zu. Oskar ist schließlich ein Hund, auch wenn er klein ist. Da ging mir dieses ständige „Hündchen“ schon schnell auf den Keks. Und auch wenn ich selbst im Angesicht fast jeden Tiere in ein „ach wie süß!“ ausbreche, so geballt auf schlappen 40 Minuten ist es schon extrem. Gut, dass Bernhard da oft eingreift.
Aber das ist dennoch nicht das Problem an der Folge, damit käme ich klar. Wenn es drum herum wenigstens eine gute Geschichte geben würde. Doch dem ist nicht so. Nachdem Oskar dreimal irgendwelche Sachen wiedergefunden hat, habe ich mich gefragt, ob das alles ist, woraus die Folge besteht. Und das kommt sogar fast hin. Zum Ende hin kommt zwar eine Spur Dramatik -mehr ist es aber auch wirklich nicht- in die Sache, aber damit hat es sich auch schon. Ansonsten gibt es nichts anderes als Oskar phänomenale Spürnase für allerlei Kleinkram, Grillwürstchen-Diebstahl und Oskar-Baden.  Das ist umso ärgerlicher, weil ich mir schon vorstellen kann, dass man aus einer Geschichte um einen Spürhund durchaus etwas hätte machen können. In Neustadt fällt doch sonst immer etwas Aufregendes an, wieso nicht mal ein verschwundenes wichtiges Irgendwas? Da hätte man Karla (auf die hatte ich in der Geschichte eh gewartet, sie hätte zum „dramatischen Teil“ gut gepasst) und den Bürgermeister mit einbeziehen können…aber lassen wir das. Ist ja nicht zu ändern.

Immerhin haben wir hier eine Familien-Folge, meistens ist man bei Blocksbergs zu Gast. Auch wenn Marita und Flori mit dabei sind. Entsprechend trifft man auch die üblichen Sprecher an. Ich finde immer noch, dass Bodo Wolf wirklich sehr nahe an Guido Weber heranreicht, und auch Gabriele Streichahn macht ihr Sache ganz prima. Gerrit Schmidt-Foss mit seiner für die Flori-Rolle so sehr verstellten Stimme, tut mir zwar auch so schon immer weh, aber wenn er damit schreit, dann kann man sich nur die Ohren zuhalten. Mich hätte ja mal interessiert, wer die übrigen Rolle spricht: Oskars Frauchen zum Beispiel, oder die beiden Bengels, die im Wald grillen wollen. Doch die sind nirgends erwähnt. Der „Sprecher“ oder auch „Beller und Winseler“ von Oskar übrigens auch nicht.

An der Geräuschkulisse hat man bei den neuen Folgen wirklich gefeilt, hier hat jede Szene auch ihre Untermalung. So hört man ein vorbei fahrendes Auto, im Wald zirpt eine Grille und zwitschern Vögel, doch, das geht in Ordnung. Auf jeden Fall in Fortschritt im Vergleich zu den frühen Hörspielen der Reihe.

Das Cover kann sich ebenfalls sehen lassen. Es ist erneut sehr detailreich und zeigt die Szene, wie Bibi zu Oskar kommt. Außerdem stellt es ganz gut das Chaos dar, das Oskar in den Blocksberg’schen Haushalt bringt.

Fazit:   Eine weitere Tier-Folge mit viel „süß“ und „Hündchen“ und „Frauchen 1“ und „Frauchen 2“, aber mit einer ziemlichen Lari-Fari-Handlung. Die plätschert so vor sich hin, bäumt sich einmal kurz auf -für ein paar Minuten- und dann ist es auch schon vorbei. Für die jüngsten Hörer womöglich in Ordnung, ältere Fans werden sicher den Kopf schütteln.

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