Dark Trace – Spuren des Verbrechens (04) – Die Signatur des Mörders

Titel:   Dark Trace – Spuren des Verbrechens (4) – Die Signatur des Mörders / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 54 min / Sprecher:   Martin Kessler, Melanie Manstein, Andreas Borcherding, Susanne Meikl, Peter Weis, Ghadad Al Akel, Thomas Karallus, Klaus Dittmanm u.A.

Inhalt:   Eine unheimliche Mordserie hält Amsterdam in Atem. Innerhalb weniger Tage werden mehrere Personen tot aufgefunden – und Kommissar Liewens ist irritiert: es gibt nicht die geringste Verbindung zwischen den Toten, und auch keine Spur ihres geheimnisvollen Mörders. Doch da entdeckt Cor Liewens erstmals ein Muster hinter den Verbrechen und ahnt, dass es schon bald ein weiteres Opfer geben wird. Eine atemlose Hetzjagd beginnt. Kann Cor Liewens das Leben des letzten Opfers retten? Oder trägt dieses auch schon die Signatur des Mörders…?


Kommissar Liewens vierter Fall führt ihn auf die Spur eines Täters, der stets auf das Grausamste zugerichtete Leichen hinterlässt.
Die Folge beginnt mit einer so brutalen Szene, dass man sich danach auf eine interessante und sehr spannende Folge freut.
Doch leider stellt man bald fest, dass man sich da wohl zu früh gefreut hat, denn die folgende Story ist erstens nur leidlich spannend und zweitens holprig im Verlauf.
Dafür, dass Liewens ein Kommissar ist, ermittelt er in dieser Folge bemerkenswert wenig. Vielmehr besichtigt er die Toten, rätselt, wie er dem Täter auf die Spur kommen könnte und als er endlich einem Hinweis folgt (den er sich übrigens nicht selbst „erarbeitet“ hat, der stattdessen von sich aus zu ihm kam), hilft ihm dort Kommissar Zufall in Gestalt eines Obdachlosen. Wäre der nicht gewesen, würden Liewens und sein Team wohl noch immer warten.
Die Idee der Geschichte an sich ist nicht schlecht, sie hat ihre brutalen, teilweise schon fast ekelerregenden Szenen, bei denen Splatter-Fans die Herzen höher schlagen werden und die eine Altersempfehlung ab 16 Jahren rechtfertigen, das Problem ist die Handlung dazwischen, eben das, was ich als „Polizeiarbeit“ bezeichnen würde.
Als Beispiel: wenn die Opfer alle Tätowierungen haben, dann -jedenfalls gehe ich davon aus- würde die Polizei doch sicher auch in Richtung solcher Studios ermitteln. Und wenn es noch so eine große Stadt ist. Aber sich wie Liewens quasi hinsetzen, Tote besichtigen und warten…nein, das glaube ich nicht.
Da ist die Story leider hinter der Härte der Serie zurückgeblieben.

Auf der Sprecherliste reiht sich ein prominenter Name an den anderen.
Martin Kessler nimmt man den knallharten Kommissar vom ersten Satz an ab und nebenbei klingt er auch noch so cool, dass seine zahlreichen Sprüche nicht einen Deut aufgesetzt wirken.
An seiner Seite ist erneut Melanie Manstein als die clevere Dr. Stine Lindberg zu hören.
Man könnte hier nun jeden einzelnen Sprecher anführen, aber im Grunde lässt sich ihre Leistung kurz zusammenfassen:  hier fällt niemand aus der Reihe, alle liefern einen sehr guten Job ab.

Hinsichtlich der Musik hat mit Die Signatur des Mörders ausgezeichnet gefallen, ich kann sie nur als einfach krass bezeichnen. Und wenn darin dann auch noch die Splatterszenen zu hören sind, dann entfaltet sie ihre ganze Wirkung und als Hörer verzieht man vor Ekel so manches Mal das Gesicht. Wirklich klasse, so gehört sich das für Dark Trace.
Die Melodie am Ende („Ohlala, willst du eine Pizza?„) hat mich sehr überrascht und ich habe herzlich darüber gelacht. Sie ist zweifellos ein herber Gegensatz zur restlichen Musik des Hörspiels, aber sie passt zu vorigen Szene und wirkt damit absolut nicht deplatziert.
Ebenso begeistert bin ich von der Geräuschkulisse, insbesondere davon, dass  zu jeder Szene authentische Hintergrundgeräusche gehören. Ob Liewens im Auto unterwegs ist, ob er in einem Lokal sitzt oder im Präsidium, man hört auch immer seine Umgebung. So kann man sich prima die komplette Szene vorstellen, quasi als sähe man solch eine Szene im Fernsehen.
Das habe ich selten so klasse gemacht gehört.

Beim Cover hat man ebenfalls alles richtig gemacht.
Es ist düster wie die Geschichte und auch das Motiv passt einwandfrei zum Hörspiel.
Auf den ersten Blick wusste ich gar nicht so richtig, was ich da eigentlich sehe, so was mag ich, vor allem bei Hörspielen aus dem Krimi / Thriller – Genre. In Krimis und Thrillern ist ja auch nicht alles sofort durchschaubar, sonst wären sie schließlich keine.

Fazit:   Die Produktion ist 1a. Bei den nächsten Folgen sollte man allerdings der Story ebenso viel Aufmerksamkeit schenken, dann wäre es perfekt.

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