Die Hexerin (3) – Die Tür ins Gestern

Titel:   Die Hexerin (3) – Die Tür ins Gestern / VerlagCocomico Records / Laufzeit:   ca. 69 min / 8 Tracks / Sprecher:  Suzan Erentok, Michael-Che Koch, Annika Wichmann, Reinhard Schulat, Susanne Armin-Zieroldt, Bodo Primus u.A.

Inhalt:   Doriana und Mason werden noch immer von Vampirjägern gesucht. Während die Hexerin fieberhaft nach einem Versteck Ausschau hält, versucht Mason Flint trotz aller Schwierigkeiten seiner Arbeit als Ermittler weiter nachzugehen. Sie entscheiden sich für Dorianas früheren Zufluchtsort, ein altes Cottage in der Nähe Londons. Dort finden sie mit Hilfe von Dorianas Hexenkräften eine alte, mysteriöse Tür. Diese rettet sie zunächst vor ihren Verfolgern, doch was sie dahinter erwartet ist ungleich grausamer und gefährlicher…


Es sah doch bei Folge 2 noch so gut aus. So als ob die Serie sich bekrabbeln und zumindest ganz unterhaltsam werden.
Und nun das.
In dieser Geschichte ist nun wirklich alles verwurstet worden, was auch ansatzweise das Potenzial versprach, daraus eine gruselige, spannende, erotische und unterhaltsame Sache zu machen. Um Grusel reinzubringen hat man sich angelehnt an „Das Bildnis des Dorian Gray“ und die Legende um die Blutgräfin. Spannung sollte wohl die Zeitreise reinbringen und die Ereignisse in der Vergangenheit. Leider ist davon nichts wirklich gut und „griffig“ ausgearbeitet, so dass es seine Wirkung völlig verfehlt, es ist einfach nur wirr.
Einzig die Erotik ist der Serie noch nie schwer gefallen, da schöpft man hier wieder aus dem Vollen. Bedauerlicherweise machen lautstarkes Gestöhne und die x-te anschauliche Beschreibung von Brüsten nicht zwangsläufig Erotik aus.
Als unterhaltsam kann man diese Folge also eindeutig nicht bezeichnen. Für mein Empfinden zogen sich die knapp 70 Minuten extrem hin und es war ausgesprochen mühsam, bei der Sache zu bleiben.
Das Ende wenigstens hat mich doch überrascht, mit diesem Ausgang der Beziehung zwischen Mason und Doriana hatte ich nicht gerechnet. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich ziemlich schnell drüber weg war. Ob es mit den beiden noch mal weitergeht, auf welche Art auch immer…man wird sehen. Wenn nicht, auch nicht schlimm.

An Michael Che-Kochs (Mason) und Suzan Erentoks (Doriana) Leistung habe ich weiter nichts auszusetzen gefunden. Gut, Doriana klingt in actionreichen Szenen oft etwas arg gelassen, beinahe schon gelangweilt, aber was hat man als Hexe mit diesen speziellen Fähigkeiten und Talenten schon groß zu befürchten?
Michael Che-Koch ist dagegen immer voll bei der Sache. Es macht Spaß, ihm zuzuhören und er hat mein Bild von Mason Flint als sympathischen, aber wenn es drauf ankommt auch pflichtbewussten und nicht gerade zimperlichen Menschen auch in dieser Folge hochgehalten.
Bei der Darbietung von Susanne Armin-Zieroldt als Blutgräfin und den Sprechern der drei Wächter, hat es mir dagegen die Zehennägel aufgerollt. Was sie zu Gehör bringen, ist nicht furchteinflößend, das ist schlicht albern.

Hurra, hurra, da gibt es ja auch noch die Musik und der kann man mal wieder bedenkenlos einen Freifahrtschein ausstellen, denn die Untermalung ist durchweg gelungen. Schön unheimlich und düster, wie es sich gehört. Wenn man das doch nur auch vom Rest des Hörspiels sagen könnte.

Das Cover geht auch in Ordnung. Es macht auf den ersten Blick klar, in welche Gefahr die Tür ins Gestern Mason und Doriana bringt.

Fazit:   Schade, das war ein Satz mit x, das war wohl nix. Folge 3 hat mich sehr enttäuscht, nachdem Folge 2 mir den Eindruck vermittelt hatte, es gehe aufwärts mit der Serie. Cocomico kann man daraus aber höchstens hinsichtlich einiger Sprecher einen Vorwurf machen, denn was kann schon eine Hörspielumsetzung rausreißen, wenn die Vorlage einfach nichts Taugliches bietet?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: