Don Harris Psycho-Cop (6) – Das Glastonbury-Rätsel

Titel:   Don Harris Psycho-Cop (6) – Das Glastonbury-Rätsel / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 59 min / 15 Tracks / Sprecher:  Dietmar Wunder, Claudia Urbschat-Mingues, Björn Schalla, Gerrit Schmidt-Foss, Phillip Moog, Jörg Döring, Bodo Wolf u.A.

Inhalt:   Ein mysteriöser Hilferuf erreicht den europäischen Geheimdienst ESI. Drei Männer, die im Auftrag eines Unbekannten aus Glastonbury an der Übersetzung eines sehr alten und äußerst rätselhaften Dokumentes arbeiteten, wurden ermordet. Noch bevor Don Harris den Informanten aufsuchen und schützen kann, findet auch dieser einen unnatürlichen Tod.
Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Don Harris muss das brisante Dokument aufspüren und dessen Geheimnis lösen, bevor es in die Hände einer weiteren geheimen Organisation gerät. Das Schwert Zions ist ihm auf den Fersen…


Und es geht zügig weiter mit Don Harris, Elektra und der ESI.
Dafür wird dem Club der Höllensöhne in dieser Folge eine kleine Pause gegönnt. Sie werden zwar erwähnt, einen „Auftritt“ haben sie jedoch nicht.
Mir hat das sehr gut gefallen, einfach deshalb, weil so die Gefahr gebannt wird, dass es eintönig werden könnte.
Doch natürlich gibt es auch noch andere Gefahren, die auf Harris und Elektra lauern. Hier ist es eine weitere Geheimorganisation, Das Schwert Zions.
In dieser Geschichte wird mächtig an Grundfesten des christlichen Glaubens gerüttelt und auch wenn man mit dem Glauben und der Kirche nichts am Hut hat, wird man hier schon aufmerksam lauschen. Denn wäre es wahr, was in dem umkämpften Dokument geschrieben steht, dann wäre das schon eine bahnbrechende Erkenntnis, da horcht man dann doch auf.
Da hat man sich mit der Serie an ein ausgesprochen brisantes Thema gewagt, es aber nachvollziehbar und überzeugend umgesetzt.
Das Ende schlägt inhaltlich dagegen dann eher philosophische Bahnen ein.
Bis zu diesem Zeitpunkt kommt der Mystery-Aspekt (bis auf eine vorhergesehenen Telefonanruf) der Serie recht kurz, dafür wird aber am Ende in dieser Hinsicht noch mal aus dem Vollen geschöpft.

Bei den Sprechern wurde wie gewohnt sehr viel Wert auf Professionalität gelegt.
In der Rolle des Ahmet Corelli ist Philipp Moog zu hören, der zunächst zwar pflichtbewusst, aber dennoch jugendlich-locker wirkt, aber auch später zu überzeugen weiß, als er bemerkt, woran sein Vater gearbeitet hat und welche Gefahr für ihn davon ausgeht. Da klingt er dann passend kühl und abgebrüht.
Überrascht hat mich die emotionale Szene mit Harris und Elektra zu Beginn der Folge, doch auch solche Dialoge bringen Dietmar Wunder und Claudia Urbschat-Mingues überzeugend rüber. Immer wieder ein Ohrenschmaus ihnen zuzuhören.

Gedämpfte Melodien, präzise und wirkungsvoll eingesetzte Effekte, das ist seit je her der Stil der Serie und auch in dieser Folge wird daran festgehalten. Es beeindruckt mich immer wieder, wie gut eine solche Kulisse zu Hörspielen passt, die von der Handlung her nun wirklich nicht zurückhaltend sind.

Das Cover ist mein bisheriger Favorit der Serie, hat mich aber auch etwas in die Irre geführt. Denn das Motiv mit dem alten Kamin, den vielen Büchern und dem erstochenen Mann, der über seinem Schreibtisch liegt, hat mich eher an eine Szenerie aus einem älteren Krimi erinnert und entsprechend hatte ich auch eine Handlung erwartet, die in etwa in diese Richtung geht.
Dennoch passt es einwandfrei zum Hörspiel und vor allem die Darstellung des Lichtscheins der Lampe ist sehr gut gelungen.

Fazit:   Auch ohne den Club der Höllensöhne weiß Don Harris auf ganzer Linie zu überzeugen.

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