Elea Eluanda (01) – Der Elefantengott

Titel:   Elea Eluanda (01) – Der Elefantengott / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 35 min / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, Peter Groeger u.A.

Inhalt:   Elea bekommt einen neuen Mitschüler: den gut aussehenden Ravi. Seine Eltern wollen das erste indische Restaurant in Altenberg eröffnen. Doch da wird ihr einziger Glücksbringer gestohlen: eine Elefantengottstatue.
Als der unschuldige Opi Kopi für den Dieb gehalten wird, wollen Elea und Ravi helfen. So kommt es, dass sie Eleas drollige blaue Tröstereule Ezechiel in das geheimnisvolle Land Arambolien führt.
Ein spannendes Abenteuer beginnt.


2003 tauchte Elea Eluanda erstmal in dem Kiddinx-Hörspiel auf, nämlich in Folge 78 der Bibi Blocksberg – Serie mit dem Titel Bibi Blocksberg und Elea Eluanda.
Scheinbar kam diese Figur eines Mädchens, das seit einem Unfall, im Rollstuhl sitzt, so gut bei den kleinen Hörern an, dass man sich entschied, Elea eine eigene Serie zu gönnen.
So erschien dann im Herbst 2003 die erste Folge „Der Elefantengott“.

Dem Klappentext der Folge zum Trotz kann man von dieser Folge nicht behaupten, dass sie bereits das erste Abenteuer der Freunde erzählt.
Hauptsächlich stellt sie die wichtigsten Charaktere der Serie vor, man erfährt wie es dazu kam, dass Elea im Rollstuhl sitzt und wie sie zu Ezechiel kam.
Das soll keine Kritik sein, denn die Reihe hat ja wirklich mehr Figuren, die man kennen sollte, als beispielsweise Bibi Blocksberg. Und selbstverständlich muss an den Hörer gebracht werden, wieso Elea im Rollstuhl sitzt.
Nun ist es aber nicht so, dass man permanent Infos um die Ohren gehauen bekommt. Die Informationen sind säuberlich verpackt in  eine sehr schöne, einfühlsame Geschichte, die einem aber auch klar macht, dass man mit Elea ein durchaus selbstbewusstes Mädchen vor sich hat, das sich so leicht nicht unterkriegen lässt.
Mir hat sehr gut gefallen, dass Eleas Mitschüler ihr am ersten Schultag nicht voller Verständnis begegnet sind, ich hätte das für unrealistisch gehalten. Denn leider schlägt Menschen mit Behinderung oftmals eher Unsicherheit oder gar Ablehnung entgegen, und es ist nie zu früh, Kindern zu vermitteln, dass das eben nicht so sein sollte und dass es im Übrigen völliger Quatsch ist, weil auch Leute im Rollstuhl ganz normale Menschen sind. Diese Geschichte macht das deutlich ohne dabei zu übertreiben oder die Handlung nur darauf zu reduzieren.
Das „Abenteuer“ um die verschwundene Elefantengottstatue nimmt wie bereits gesagt nur einen vergleichsweise geringen Teil des Hörspiels ein und dient wohl vornehmlich dazu, das Traumland Arambolien vorzustellen. Spannend ist es aber auch, keine Frage.
Ein Aspekt der Reihe wird wohl aber doch die Geister scheiden: Ezechiel.
Natürlich ist die Idee schön, Elea einen kleinen Tröster zur Seite zu stellen und bestimmt ist der blaue Federwisch auch niedlich, aber das Tierchen hat auch seine weniger angenehmen Seiten. Erstens ist seine Sprache, dieses Arambolisch, nicht eben leicht zu verstehen und ich halte es für fraglich, ob Siebenjährige damit problemlos klar kommen, denn Ezechiel spricht schnell, wenn er mal loslegt und Elea kann ja nicht dauernd übersetzen. Zweitens hat Ezechiels Stimme, spätestens wenn er sich aufregt, einen Nerven zermürbenden Klang.

Womit wir schon halbwegs bei der Sprecherbesetzung der Reihe angekommen wären.
Mit Giuliana Wendt und Tobias Müller hat man für Elea und Ravi zwei tollen Sprecher gewählt, die auch hörbar Spaß an der Sache haben und die man nicht schon aus unzähligen Hörspielen kennt.
Erwähnen muss man hier selbstverständlich Gerrit Schmidt-Foß, der Ezechiel zu seiner unverwechselbaren Stimme verhilft. Kaum wiederzuerkennen und fraglos eine geniale Leistung.

Das Titellied kann sich hören lassen, hat einen schönen Text und Ohrwurm-Qualität.
Bei einer Kiddinx-Produktion unbedingt erwähnenswert ist, dass man auch während des Hörspiels ein wenig Musik geboten bekommt und seien es nur kurze, indisch angehauchte Melodien im Restaurant von Ravis Eltern.
Ich könnte mir vorstellen, dass gerade diese Serie davon profitieren würde, wenn man auch während der Handlung Musik einfließen ließe.

Das Cover ist sehr farbenfroh gehalten und am oberen Rand findet man sogar eine rot-gelbe „Girlande“, die Erinnerungen an das alte Kiosk-Design weckt.
Im Innenteil gibt es neben der Sprecher-Liste noch ein kleines Arambolisch-Wörterbuch und eine Sammelkarte, die man ausschneiden kann.
Fazit:   Ein ausgesprochen gelungener Start in eine neue Serie. Schon alleine durch die Phantasiewelt Arambolien wird man sich hier noch auf viele spannende Geschichten freuen dürfen.
Aber auch die vielen interessanten Charaktere sind sicher für weitere Abenteuer gut.

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