Elea Eluanda (25) – Freitag, der 13.

Titel:   Elea Eluanda (25) – Freitag, der 13. / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 42 min / 8 Tracks  / Sprecher:  Giuliana Jakobeit, Gerrit Schmidt-Foß, Tobias Müller, Heidrun Bartholomäus, Helmut Krauss, Peter Groeger u.A.

Inhalt:   Bei Elea geht heute alles schief: Eine Füllung fällt aus dem Zahn, ihr Hemd hat einen riesigen Fleck und das Referat in der Schule geht völlig daneben. Kein Wunder, es ist ja Freitag, der 13. Sie verkriecht sich zu Hause unter die Decke. Zum Glück hat Ezechiel eine neues Programm auf dem Universator entdeckt: Man kann die Vergangenheit ins Bessere verändern! Gespannt hören sich die beiden das an


Wer kennt sie nicht?
Diese Tage, an denen von morgens bis abends alles schief geht und man sich von jedermann unverstanden fühlt?
Das hat wohl schon jeder mal erlebt.
Und wenn man dann auch noch meint, gerade sei Freitag, der 13. dann nimmt man den Aberglauben auch recht schnell an, selbst wenn man eigentlich nicht daran glaubt.
Genau das erlebt in dieser Folge auch Elea, was sie mir gleich noch mal sympathischer gemacht hat als sie es vorher schon war.
Denn wenn sie nicht eifersüchtig ist oder Heimweh hat, dann kennt man sie ja eigentlich nur gut gelaunt und optimistisch.
Damit ist sie zwar ein gutes Vorbild für die jungen Hörer, aber die wissen sicher aus eigener Erfahrung, dass man eben nicht jeden Tag so gut drauf ist.
Freitag, der 13. stellt einen solchen Tag sehr gut dar.
Die Folge bringt glaubhaft rüber, wie leicht man es für sich annimmt, dass man einen Pechtag hat und auch wie schnell man dann unfair anderen gegenüber wird.
Dank dem Programm in Ezechiels Universator wird aber später auch deutlich gemacht, dass all die Katastrophen eines solchen Tages objektiv betrachtet oft gar nicht so schlimm gewesen sind.
Man hätte sie sogar meistens recht leicht bewältigen oder ganz verhindern können wenn…ja, wenn man nicht so davon überzeugt gewesen wäre, dass an solch einem Tag einfach alles schief gehen müsse.
Ich muss allerdings sagen, dass ich die „verbesserte Version“ des Tages aus dem Universator an mehreren Stellen etwas überzogen fand.
Zwar macht das den Kontrast zwischen den beiden Fassungen des Tages besonders deutlich, aber die Universator-Version ist doch etwas zu perfekt.
So wie Elea und ihre Familie und Freunde darin handeln muss man sie schon fast als Heilige bezeichnen.
Da hätte man auch etwas weniger dick auftragen können und die Botschaft der Folge wäre bestimmt trotzdem beim Hörer angekommen.
Außerdem fehlt es der Folge schlichtweg an Spannung.
Jetzt könnte man sagen: ja, die Folge spielt ja auch nur in Altenberg und die richtigen Abenteuer spielen sich in Armbolien ab.
Aber das stimmt so nicht. Es gibt zahlreiche Altenberg-Folgen, die trotzdem spannend sind z.B. weil man wissen möchte, ob das Taj-Mahal wirklich geschlossen werden muss oder weshalb sich Olli so kratzbürstig benimmt oder oder oder.
In Freitag, der 13. begleitet man Elea zwar bei ihrem schlechten Tag, hat später Spaß an Ezechiels neuem Programm und freut sich schließlich, dass Elea wieder fröhlich ist, aber spannend geht es dabei nicht zu.

Giuliana Jakobeit spricht die schlechtgelaunte Elea genauso glaubhaft, wie die fröhliche, lustige Elea, und auch die anderen Sprecher wissen auf ganzer Linie zu überzeugen.
In Freitag, der 13. ist auch Bianka Krahl alias Tessa wieder mit von der Partie und geht in der Rolle der boshaften Klassenschönheit voll auf.
Obwohl sie nicht zu den sympathischsten Charakteren der Serie gehört, macht es immer wieder Freude ihr zuzuhören.

Wenn man vom Titellied und Ezechiels kleinem „Liedchen“ absieht, dann bekommt man in dieser Folge an Musik nichts weiter geboten.
Dafür sind die Effekte ausgesprochen gelungen und klingen durchweg authentisch.
Lediglich das Geräusch beim Ein- und Ausschalten des Universators hätte etwas leiser ausfallen dürfen.

Auf dem Cover sieht man Elea mit mürrischem Gesicht in ihrem Bett sitzen, neben sich Ezechiel, der sie zu trösten versucht.
Der Kalender neben dem Bett zeigt das verhängnisvolle Datum an.
Das stimmt so zwar nicht mit der Geschichte überein, denn da hängt der Kalender in der Küche, aber auf dem Cover abgebildet, macht er natürlich umso schneller klar, weshalb Elea so wütend schaut.
Insgesamt also ein passendes und wie immer sehr schön gezeichnetes Cover.

Fazit Freitag, der 13. hält dem Hörer gekonnt einen Spiegel vor und regt dazu an, sich vom nächsten „Pechtag“ nicht mitreißen zu lassen.
Dennoch hätte etwas weniger (dick aufgetragene) Botschaft und dafür etwas mehr Spannung der Folge gut getan.
Als nettes Gimmick empfinde ich den VÖ-Termin, der ja ebenfalls auf einen Freitag, den 13. fällt.

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